Gemeinden im Amtsgebiet

Gettorf

Inmitten der reizvollen Landschaft des Dänischen Wohlds zwischen Nord-Ostsee-Kanal, Eckernförder Bucht und Kieler Förde, in unmittelbarer Nähe zu den Ostseebadestränden liegt Gettorf. Seiner günstigen geographischen Lage hat unser Ort, der erstmals um 1259 schriftlich erwähnt wurde, seine frühe Gründung zu verdanken. Auf dem Schnittpunkt der damaligen Nord-Süd- und Ost-West-Handelswege ist die Entstehung Gettorfs schon zur Wikingerzeit um 800 – 1000 n. Chr. anzunehmen.

Ganz gleich, aus welcher Richtung man auf Gettorf zukommt, ist immer zuerst der Kirchturm der St.-Jürgen-Kirche mit seiner beachtlichen Höhe von 64 m von Weitem zu sehen. Ältester Teil der Kirche ist das Langschiff, das um 1250 erbaut wurde. Der Bau des Kirchturms und des Südflügels einschließlich der künstlerischen Ausgestaltung waren bis etwa 1600 fertig gestellt.

Das Recht der kommunalen Selbstverwaltung erhielt Gettorf erstmals im Jahre 1876. Damals hatte die Gemeinde 1.221 Einwohner. Heute haben wir 6.815 Mitbürger.

Als Unterzentrum und geographischer Mittelpunkt des Dänischen Wohlds ist es unsere hauptsächliche Aufgabe, die Versorgung der Bürger des Umlandes durch das vorhandene Angebot unserer Gewerbetreibenden mit allen Dingen des täglichen Bedarfs sicherzustellen. Gettorf verfügt über eine gute kleinstädtische Struktur mit hohem Wohn- und Freizeitwert.


 In Gettorf befinden sich alle allgemein bildenden Schulen. Die vierzügige Grundschule in der Parkallee ist seit 01.08.2006 verlässliche Grundschule und bietet ergänzende Betreuungsangebote auch in den Ferien. Das Schulzentrum in der Süderstraße umfasst die Isarnwohld-Schule (Gymnasium mit Regionalschulteil). Alle Schularten sind dreizügig und bieten auch eine offene Ganztagsschule an. Der offenen Ganztagsschule steht ab Januar 2007 auch ein Kultur- und Bildungszentrum zur Verfügung. Dieses KuBiZ ist ein dreiteiliges Mehrzweckgebäude und besteht aus einem Musik- und Theaterraum, einer Mensa und einer Sporthalle. Das Kindertagesstättenangebot umfasst drei gemeindliche Kindergärten, zwei kirchliche Kindergärten sowie eine private „Zwergenstube“ für Kinder unter drei Jahren. Die gemeindlichen Kitas betreuen auch integrativ und ganztägig.


Auch als kulturelles Zentrum hat Gettorf mit seiner aktiven Volkshochschule, Pro Musica, Laienkünstlergruppen und einer Vielzahl von rührigen Vereinen und Verbänden einen Ruf weit über die Ortsgrenzen hinaus. Hinter dem Verwaltungsgebäude befindet sich die grundrenovierte Holländermühle, in der die Bücherei beheimatet ist. Das 1. Obergeschoss der Mühle steht für kulturelle Veranstaltungen und für standesamtliche Trauungen zur Verfügung. Ein Heimatmuseum kann ganzjährig besichtigt werden. Dieses Angebot wird auf sportlichem Sektor durch verschiedene Sportvereine, die nahezu alle Sportarten anbieten, ergänzt.

Ein umfassendes Rad- und Fußwanderwegenetz auch in der Gettorfer Umgebung bietet unseren Mitbürgern und Gästen gute Möglichkeiten zur Entspannung und Erholung.

Neben der schon beschriebenen St.-Jürgen-Kirche und der Mühle ist selbstverständlich Bumanns Tierpark, der vor fast 40 Jahren durch die Familie Bumann gegründet wurde und auch heute noch in Familienbesitz ist, eine Attraktion für die Bürger und Besucher Gettorfs.

Die „verkehrsmäßige Entzerrung“ unseres Ortskernes war Voraussetzung für die im Jahre 1993 endgültig fertiggestellte Fußgängerzone, die zum Bummeln und Verweilen einlädt. In dieser Fußgängerzone – in der Eichstraße – wird jeweils Dienstag nachmittags und Freitag vormittags ein Wochenmarkt abgehalten.

Der Busbahnhof am Gettorfer Bahnhof wurde ergänzt durch einen weiteren Busbahnhof am Schulzentrum Süderstraße. Hierdurch wurden die Verkehrsbedingungen erheblich verbessert. Durch Grenzänderungsverträge mit der Gemeinde Tüttendorf in den Jahren 2001 und 2002 wurden rd. 12 ha umgemeindet.

Das Verwaltungsgebäude dient der Gemeinde Gettorf als Rathaus und dem Amt Dänischer Wohld, das die Nachbargemeinden Felm, Lindau, Neudorf-Bornstein, Neuwittenbek, Osdorf, Schinkel und Tüttendorf verwaltet, als Amtsgebäude.

Seit 1991 besteht zwischen der Gemeinde Gettorf und der Stadt Marlow in Mecklenburg-Vorpommern eine Städtepartnerschaft, die im Laufe der Zeit durch die Vereine und die vielfältigen privaten Kontakte mit regem Leben erfüllt wird.