Bundespräsident Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält die Eröffnungsrede auf dem Demokratie-Forum Kommunalpolitik.


Lindau: Bürgermeister Jens Krabbenhöft beim Demokratie-Forum Kommunalpolitik in Berlin und zu Gast auf Schloss Bellevue / 17. März 2026

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dankt allen ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern für ihr Engagement – auch Bürgermeister Jens Krabbenhöft: „Sie alle halten die Fahne der Demokratie in den Kommunen hoch“

Die Körber-Stiftung veranstaltete Anfang März ein „Demokratie-Forum Kommunalpolitik – Zukunft möglich machen“ in Berlin. Rund 100 ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus ganz Deutschland, auch Bürgermeister Jens Krabbenhöft aus Lindau, waren eingeladen, auf einer Fachkonferenz gemeinsam mit Fachleuten aus Politik, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft die deutsche Kommunalpolitik aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und zu diskutieren.

Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung bildete ein Empfang auf Schloss Bellevue, auf der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Lage der deutschen Kommunalpolitik sprach. Den ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern dankte er für ihr Engagement und forderte mehr Unterstützung für die Kommunalpolitiker.  

In Deutschland gibt es rund 6500 ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die einen zentralen Beitrag für die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Ihr Ziel: Ihre Gemeinde für alle lebenswert zu gestalten. Das ist nicht mehr so einfach: Die steigende Zahl der kommunalen Aufgaben bei immer knapper werdenden Haushaltsmitteln, eine ausufernde Bürokratie, Nachwuchssorgen sowie zunehmende Anfeindungen und Übergriffe in den Sozialen Medien und teilweise auch in der Realität erschweren ihre Arbeit.

Ihr Engagement für eine zunehmend bedrohte Demokratie verdient größte Anerkennung.

„Ihr Engagement für eine zunehmend bedrohte Demokratie verdient größte Anerkennung“, heißt es von der Körber-Stiftung. Gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Stiftung über 100 ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus ganz Deutschland für „genau dieses Engagement“ gewürdigt.

Vielen in Berlin ist gar nicht klar, dass Demokratie in den Gemeinden anfängt. Wenn das vor Ort nicht gut funktioniert, bekommen wir ein Problem.

Aus Schleswig-Holstein waren neun Bürgermeisterinnen und Bürgermeister eingeladen, unter ihnen Jens Krabbenhöft (CDU) aus Lindau. Seit 32 Jahren ist der 53-Jährige ehrenamtlich kommunalpolitisch aktiv, seit 2006 ist er Bürgermeister der Gemeinde Lindau. „Vielen in Berlin ist gar nicht klar, dass Demokratie in den Gemeinden anfängt“, sagt Jens Krabbenhöft, „wenn das vor Ort nicht gut funktioniert, bekommen wir ein Problem.“

Tag eins: Fachkonferenz mit Fachleuten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Genau das wurde am ersten Tag des Forums in einer Fachkonferenz mit Fachleuten aus Politik, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft in Gesprächen diskutiert und in Panels und Workshops mit den Teilnehmenden vertieft. Es ging u. a. um eine demokratische Kommunikation in der Kommune, um die Nachwuchsarbeit unter dem Slogan „Next Generation Kommunalpolitik“, um die Gestaltung gesellschaftspolitischer Diskurse und um „Digitale Kommunikationsinfrastruktur als kommunale Daseinsvorsorge“.

Jens Krabbenhöft trifft Bundespräsident Steinmeier
Für den zweiten Tag des Demokratie-Forums Kommunalpolitik hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Empfang auf Schloss Bellevue eingeladen - natürlich auch Bürgermeister Jens Krabbenhöft.


Tag zwei: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt auf Schloss Bellevue

Der Empfang bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Schloss Bellevue war das Sahnehäubchen der zweitägigen Veranstaltung. In seiner Rede zollte der Bundespräsident den ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern gegenüber großen Respekt für ihre Arbeit: „Sie alle halten die Fahne der Demokratie in den Kommunen hoch. Sie alle gehen mit gutem Beispiel voran. Es ist Ihre Haltung der zupackenden Zuversicht, die wir jetzt stärken und verbreiten müssen. Unsere Demokratie braucht mehr aktive Bürgerinnen und Bürger, sie braucht mehr Menschen, die mitmachen und sich für das Gemeinwohl einsetzen.“

Sie alle gehen mit gutem Beispiel voran. Es ist Ihre Haltung der zupackenden Zuversicht, die wir jetzt stärken und verbreiten müssen.

Auch Bund und Länder sollten wieder vermehrt in die Pflicht genommen werden: „Gewählte Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sind nicht nur dazu da, Pflichtaufgaben auszuführen, sie sollen vor Ort Zukunft gestalten. Und Bund und Länder müssen dafür die Rahmenbedingungen entweder erhalten oder inzwischen muss man sagen: wieder schaffen!“

Frank Walter Steinmeier Körber Stiftung
Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Demokratie-Forum Kommunalpolitik.


Es geht um die Zukunft der Demokratie

Für den Bundespräsidenten geht es um nicht weniger als die Zukunft der Demokratie, die in den Gemeinden beginnt: „Dabei geht es nicht nur darum, das Amt des Bürgermeisters selbst attraktiver zu machen. Es geht um die Zukunft unserer Demokratie! Denn die Bürgerinnen und Bürger erleben in ihrem Alltag vor Ort, dass viele Dinge in unserem Land nicht so funktionieren, wie sie eigentlich funktionieren sollten (……) Dann geht Vertrauen verloren.“

Sie sind es, die Zukunft möglich machen, gerade in schwierigen Zeiten! Für all das will ich Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen, die heute nicht hier sind, ganz herzlich danke sagen.

Den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern dankte er für ihre ehrenamtliche Arbeit: „Sie haben den notwendigen Mut zur Veränderung, setzen Innovationen um, verbreiten Zuversicht. Sie sind es, die Zukunft möglich machen, gerade in schwierigen Zeiten! Für all das will ich Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen, die heute nicht hier sind, ganz herzlich danke sagen: Es ist großartig, was sie leisten, herzlichen Dank dafür!“

First Lady
Kurzimpuls von Elke Büdenbender, First Lady der Bundesrepublik Deutschland, auf dem Demokratie-Forum Kommunalpolitik.


Kontakte zu Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus anderen Bundesländern

Der Lindauer Bürgermeister nutzte nicht nur die Möglichkeit für einen guten Austausch mit seinen Amtskollegen aus Schleswig-Holstein, sondern knüpfte auch Kontakte mit Kolleginnen und Kolleginnen aus Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und dem Saarland. In Gesprächen mit ihnen stellte er fest, dass in Schleswig-Holstein der Kontakt zwischen kommunaler und Landesebene im Vergleich zu anderen Bundesländern einfacher zu sein scheint: „Wir Kommunen in Schleswig-Holstein haben vergleichsweise einen direkten Draht zu den Landtagsabgeordneten und den Ministerien.“

Wir müssen noch intensiver erklären, was wir als Gemeinde wollen. Wir müssen die Jugendlichen mehr einbinden.

Ein großes Thema unter den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern ist die Nachwuchsarbeit. „Wie können wir junge Leute für Kommunalpolitik begeistern?“, so Jens Krabbenhöft. Diese Frage sei eng verknüpft mit der Art der Kommunikation in der Gemeinde. „Wir müssen noch intensiver erklären, was wir als Gemeinde wollen. Wir müssen die Jugendlichen mehr einbinden.“ Eine gute Alternative sei die Möglichkeit einer projektbezogenen Teilnahme. „Ein Mandat in der Gemeindevertretung über fünf Jahre empfinden viele junge Leute als viel zu lang.“

Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein großes Problem

Ein großes Problem stellt die Öffentlichkeitsarbeit dar. Wie in Schleswig-Holstein klagen auch in anderen Bundesländern viele ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister über die Tatsache, dass in den regionalen Zeitungen nicht mehr über ihre Gemeinden berichtet wird. „Die lokalen Tageszeitungen kommen nicht mehr“, hieß es von allen Seiten. Kommunalpolitische Entscheidungen würden in den Zeitungen ohnehin nicht mehr veröffentlicht. Viele Gemeinden haben in den Sozialen Medien eine halbwegs geeignete Lösung für das Problem gefunden – zufriedenstellend sei das nicht.

Die Wertschätzung, die wir bekommen haben, vor allem vom Bundespräsidenten, tat einfach gut.

Für die zweitägige Veranstaltung hat Jens Krabbenhöft viel Lob übrig: „Es war eine tolle, sehr gut organisierte Veranstaltung und für mich sehr erkenntnisreich. Es war schön zu sehen, dass alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit viel Interesse und großem Idealismus dabei sind. Und die Wertschätzung, die wir bekommen haben, vor allem vom Bundespräsidenten, tat einfach gut.“


Einladung für Schloss Bellevue


Gute Zusammenarbeit aller acht Gemeinden

Jens Krabbenhöft ist nicht nur Bürgermeister der Gemeinde Lindau, sondern auch Amtsvorsteher des Amtes Dänischer Wohld. Acht Gemeinden mit insgesamt rund 17.400 Einwohnerinnen und Einwohner gehören zum Amt Dänischer Wohld: Felm, Gettorf, Lindau, Neudorf-Bornstein, Neuwittenbek, Osdorf, Schinkel und Tüttendorf. Mit Stolz blickt er auf die Zusammenarbeit der Kommunen im Amtsbereich: „Wir hatten noch nie so ein gutes Verhältnis unter den acht Gemeinden wie jetzt.“ Das wirke sich positiv auf die Zusammenarbeit aus – gerade bei schwierigen Themen bzw. Projekten.  




Deerns-Markt und Weltfrauentag
Der Deerns-Markt in Revensdorf findet immer um den Weltfrauentag herum statt. 


Lindau / Deerns-Markt in Revensdorf / Nachhaltigkeit / Weltfrauentag am 8. März / 10. März 2026

Von Frauen für Frauen – Es wird verkauft und gekauft, geklönt und viel gelacht: Auf dem Deerns-Markt feiern die Frauen sich und den Weltfrauentag

Zum siebten Mal lud das Organisationsteam um Christine Kruse und Petra Kapust am 8. März 2026 zum Deerns-Markt des CDU-Ortsverbands Lindau ein. Zum zweiten Mal fand der Markt in den Räumen der Kindertagesstätte „De Dörpsmüüs“ statt. Dort gab es für die 26 Verkaufsstände genug Platz, sodass die Besucherinnen ausreichend Raum hatten, um ausgiebig zu schauen, zu stöbern und anzuprobieren.

Erstmals fand der Deerns-Markt am 8. März 2020 statt, am Internationalen Frauentag. Das Datum war kein Zufall, sondern eine ganz bewusste Entscheidung der beiden Organisatorinnen Christine Kruse und Petra Kapust.

Festliche Abendkleider, passende Schuhe, Jeans, Sommerkleider, Pullover, Röcke, Blusen, Jacken oder T-Shirts – wo sonst Kinder von montags bis freitags über die Flure toben, verteilten sich am Sonntag viele Tische, auf denen die Besucherinnen neben Kleidung auch Schmuck, Deko und Accessoire fanden. „Hier wird alles angeboten, was frau braucht“, erklärt Christine Kruse und lacht, „das kann dann in Ausnahmefällen auch mal Tupper(ware) sein.“

Hier wird alles angeboten, was frau braucht.

Von 10 bis 13 Uhr hatten die Besucherinnen Zeit, sich das vielfältige Angebot anzuschauen. Sie kamen nicht nur aus der Gemeinde Lindau, sondern zum Beispiel auch aus Dänischenhagen, Gettorf und Eckernförde. Auf dem Deerns-Markt fanden sich auch Kleidungsstücke hochwertiger Marken.

Deerns-Markt
Martina (rechts)und Jannika Lipinski sind Händlerinnen der ersten Stunde: Bereits 2020 waren Mutter und Tochter beim Deerns-Markt dabei.


Mutter und Tochter sind Verkäuferinnen der ersten Stunde

Zu den Verkäuferinnen der ersten Stunde gehören Martina und Jannika Lipinski. Mutter (62) und Tochter (31) lieben den Deerns-Markt und seine Atmosphäre: „Das ist einfach nett hier“, so Martina Lipinski. Die beiden Frauen sind absolute Flohmarktfans. Gefällt ihnen etwas, kaufen sie es und tragen das Kleidungsstück so lange, bis es ihnen nicht mehr zusagt. Und dann wird es zum Beispiel auf dem Deerns-Markt in Revensdorf weiterverkauft.

Lange Warteliste potenzieller Verkäuferinnen

Der Deerns-Markt ist bei Verkäuferinnen äußerst beliebt. Wer einmal mitmacht, bleibt dabei – und das hat seinen Grund: Christine Kruse führt eine Liste mit allen Teilnehmerinnen. Wer sich dort einmal abmeldet, weil frau an dem Tag aus organisatorischen Gründen nicht teilnehmen kann, verliert den Platz – die Frau muss aus der WhatsApp-Gruppe austreten. Denn die Warteliste ist gut gefüllt – so haben andere Frauen die Chance, als Händlerinnen am Deerns-Markt teilzunehmen.

Deerns-Markt
Verena Rißmann und Birgit Koch nehmen zum ersten Mal als Verkäuferinnen am Deerns-Markt teil. 


Sie sind erstmals als Verkäuferinnen auf dem Deerns-Markt

So zum Beispiel Birgit Koch und Verena Rißmann aus Gettorf bzw. Revensdorf: Die Freundinnen nehmen erstmals am Deerns-Markt als Verkäuferinnen teil. Schuhe, Kleidungsstücke und Accessoire, aber auch Bücher gehören zu ihrem Sortiment.

Erlös des Kuchenbuffets wird traditionell gespendet

Jede Händlerin muss 5 Euro pro Person zahlen und einen Kuchen für das Buffet mitbringen. Dieser wird verkauft – auch zum Mitnehmen für die sonntägliche Kaffeetafel. Der Erlös wird traditionell gespendet. In diesem Jahr sind es 381,70 Euro, den das Organisationsteam auf 400 Euro aufstockt. Der Erlös geht an die Kita „De Dörpsmüüs“ in Revensdorf und an das Hospiz in Gettorf.

Wir wollten den Internationalen Frauentag feiern und etwas für die Frauen hier vor Ort machen.

Eine rundum gelungene Veranstaltung – so die einhellige Meinung von Händlerinnen und Besucherinnen. Die Idee für den Deerns-Markt stammt von Petra Kapust, als sie Vorsitzende des Sozialausschusses der Gemeinde Lindau war. „Wir wollten den Internationalen Frauentag feiern und etwas für die Frauen hier vor Ort machen“, erklärt sie. Mit ihrem Vorhaben sei sie in der Gemeindevertretung auf Skepsis gestoßen.

Deerns-Markt
Christine Kruse (links) gehört neben Petra Kapust (fehlt auf dem Foto) zu den Organisatorinnen des Deerns-Markts. Sie freut sich über das breite Angebot, das von Kleidung über Schuhe, Schmuck und Deko reicht.


Am 8. März 2020 fand der erste Deerns-Markt statt

Gemeinsam mit Christine Kruse entschied Petra Kapust dann, den Deerns-Markt unter dem Dach des CDU-Ortsverbands zu veranstalten. Am 8. März 2020 war es soweit – nur wenige Tage vor dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie, die zu dem Zeitpunkt ihren Anfang nahm.

Es freut mich besonders, dass auch immer mehr junge Mädels kommen, als Händlerinnen und als Kundinnen.

Mittlerweile hat sich der Deerns-Markt fest etabliert. Das Datum gehört in den Terminkalender aller Frauen aus der Gemeinde Lindau: „Es freut mich besonders, dass auch immer mehr junge Mädels kommen, als Händlerinnen und als Kundinnen“, sagt Christine Kruse. So gibt es inzwischen ein Angebot für Frauen aller Altersgruppen und aller Größen, was sie sehr begrüßt.

Deerns-Markt
Für die Besucherinnen des Deerns-Markts gab es viel zu gucken. Das Angebot war groß und vielfältig.


Der Aspekt der Nachhaltigkeit

Viele Kleidungsstücke wechseln am Sonntag die Besitzerinnen. Einige Frauen nehmen ganze Tüten voller gekaufter Dinge mit und freuen sich über ein gelungenes Schnäppchen. Der Gedanke der Nachhaltigkeit bleibt hier nicht blanke Theorie, sondern wird voll ausgelebt. „Darüber freuen wir uns auch sehr“, so die beiden Organisatorinnen.

 

  


Symbolfoto/Karkossa-Schwarz/Amt Dänischer Wohld
Die Aufstellung von Windenergieanlagen auf Lindauer Gemeindegebiet im Bereich Hufstrang/Scharfenholz stößt in der Bevölkerung auf große Ablehnung. Darauf hat die Politik jetzt mit der Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses für die 5. Änderung des Flächennutzungsplans reagiert. Es handelt sich um ein Symbolbild.


Sitzung der Gemeindevertretung Lindau / Windenergie / Haushaltsplan 2026 / Löschfahrzeug 10 für Freiwillige Feuerwehr Revensdorf / 2. März 2026

Bürger und Bürgerinnen lehnen weitere Windenergieanlagen ab – Gemeindevertretung hebt die bereits beschlossene 5. Änderung des Flächennutzungsplans „Windenergiefläche Hufstrang/Scharfenholz“ auf

Das Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner an der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch, 25. März 2026, im Lindenkrug in Großkönigsförde war so groß, dass fast alle Stühle im Saal besetzt waren.

Auf der Tagesordnung stand u. a. ein Antrag von Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU), den am 17. Dezember 2025 von der Gemeindevertretung beschlossenen Aufstellungsbeschluss über die 5. Änderung des Flächennutzungsplans aufzuheben. Ziel der F-Planänderung war die Schaffung eines Sondergebiets zur Erzeugung von Windenergie im Bereich Hufstrang/Scharfenholz. Mit dem Antrag reagierte der Bürgermeister auf die ablehnende Haltung in der Bevölkerung.

Bereits auf der Sitzung des Bauausschusses Ende Januar 2026 hatte es in der Einwohnerfragestunde eine intensive Diskussion zu dem Thema Windenergie gegeben. Die Bürgerinnen und Bürger hatten sich deutlich gegen eine weitere Planung ausgesprochen. Im Amt waren im Rahmen der Bürgerbeteiligung 31 schriftliche Stellungnahmen eingegangen.  

Es gab eine sehr entschlossene Ablehnung der Windplanung.

„Wir haben auf der Bauausschusssitzung in der Einwohnerfragestunde lange darüber diskutiert“, sagte Jens Krabbenhöft, „es gab eine sehr entschlossene Ablehnung der Windplanung.“ Mit dem Antrag auf Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses der F-Planänderung respektiere die Gemeinde die Bedenken der Anwohner und Anwohnerinnen, so Krabbenhöft.

Uns als Gemeindevertretung ist bewusst, dass der Bau von Windenergieanlagen an dem Standort eine zusätzliche Belastung darstellt.

„Uns als Gemeindevertretung ist bewusst, dass der Bau von Windenergieanlagen an dem Standort eine zusätzliche Belastung darstellt“, erklärte der Bürgermeister. Dazu gehören Wertminderung der Immobilien, Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlergehen durch Schlagschatten oder Schallimmissionen. Eine weitere Diskussion zu dem Tagesordnungspunkt gab es am Mittwoch nicht.

Aufstellungsbeschluss wird aufgehoben

Vor der Abstimmung betonte Janine Nielsen (FWGL), dass die Wählergemeinschaft bereits in der Sitzung am 17. Dezember 2025 das Thema Windkraft kritisch gesehen habe. Einstimmig bei einer Enthaltung votierte die Gemeindevertretung für die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses für die 5. F-Planänderung.

Konsequenzen für die Gemeinde

Bürgermeister Krabbenhöft erklärte die Konsequenzen für die Gemeinde: Mit der Aufhebung der F-Planänderung verzichte Lindau auf ein Steuerungsinstrument, um in Form eines städtebaulichen Vertrages mit dem Investor Einfluss auf die Planung und Gestaltung nehmen zu können. Das sei jetzt nicht mehr möglich, sollte die Landesplanung sich entscheiden, das Gebiet als Windvorrangfläche einzustufen. Das bedeute, dass dort immer noch Windkraftanlagen gebaut werden könnten.

Von der Infrastruktur auf kommunaler Ebene sind die Bürger direkt betroffen und damit auch die Demokratie.

Für die Gemeindevertretung Lindau stand noch die Zustimmung zum Haushalt 2026 aus. Vor der Abstimmung skizzierte Bürgermeister Krabbenhöft die wirtschaftliche Situation der Gemeinde, die „sich erheblich verschärft“ habe.

Symbolbild Geld
In Lindau wird das Geld knapp. Mehrfach machte Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) auf die angespannte finanzielle Lage der Gemeinde aufmerksam. 


„In den vergangenen zehn Jahren sind die Ausgaben der Gemeinde viel schneller gestiegen als die Einnahmen, da die Kommunen immer mehr Pflichtaufgaben bekommen haben. Von der Infrastruktur auf kommunaler Ebene sind die Bürger direkt betroffen und damit auch die Demokratie.“  Deswegen sei eine Entlastung der Gemeinden im Aufgabenbereich durch Bund und Land unbedingt erforderlich. Das Gremium votierte einstimmig für den Haushaltsplan 2026.

Löschfahrzeug für Revensorfer Wehr: Rücktritt von der Sammelbeschaffung

Die Freiwillige Feuerwehr Revensdorf benötigt ein neues Löschfahrzeug. Ursprünglich wollte die Gemeinde an einer Sammelbeschaffung des Landes durch die GM.SH teilnehmen, um Kosten zu sparen. Aufgrund der mangelnden Flexibilität in der Ausschreibung in Bezug auf die technische Ausstattung des Fahrzeuges ist die Gemeinde von der Sammelbeschaffung zurückgetreten.

Grund für Einzelbeschaffung LF 10

Hintergrund ist die Tatsache, dass das neue Löschfahrzeug (LF) aufgrund der landschaftlichen Beschaffenheit der 2500 Hektar großen Gemeindefläche über einen Allradantrieb verfügen muss, um einen angemessenen Brandschutz zu gewährleisten. Deshalb stimmte die Politik für eine Einzelbeschaffung eines LF 10, obwohl es der Gemeinde in dieser Haushaltssituation schwerfalle, so etwas Derartiges zu machen, räumte Jens Krabbenhöft ein. Die Kosten für ein neues LF 10 sollten die Grenze von 600.000 Euro nicht überschreiten. Um Geld zu sparen, will die Gemeinde sich auf Vorführfahrzeuge konzentrieren und Zuschüsse beantragen.  

In Kürze:

Neubau Feuerwehrgerätehaus Großkönigsförde: In diesen Tagen soll die Baugenehmigung eintreffen. Dann geht es in die Ausschreibung. Bislang geschätztes Kostenvolumen: 2,2 Millionen Euro. Da das Haus auch als Dörpshus dienen soll, hat die Gemeinde die Zusage für eine Förderung von 600.000 Euro bekommen. 600.000 Euro sollen aus dem Sondervermögen des Bundes kommen. Trotzdem bleiben eine Million Euro, die die Gemeinde selbst finanzieren muss. „Das ist eine sportliche Herausforderung“, so der Bürgermeister.

Dorfstraße Großkönigsförde: Zehn Schächte und Einläufe sollen in Kürze saniert werden. Der Auftrag wurde vergeben.

Sanierung K 92, Ortslage Revensdorf: Die Ortsdurchfahrt Revensdorf ist immer noch voll gesperrt. Nach Auskunft des LBV.SH (Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein) lautet der neue Termin für die Fertigstellung: 28. März 2026. Im Frühjahr soll laut Planung des LBV.SH die Kreisstraße 92 von Großkönigsförde über Schinkel nach Landwehr saniert werden.

L 44, Ortsdurchfahrt Revensdorf: „Bei uns wackelt das Haus“, so ein Anlieger. Der Zustand der Straßen nach diesem strengen Winter sei noch schlechter geworden. Gibt es Aussicht auf eine Besserung bzw. Sanierung der Landesstraße? Der Bürgermeister verneinte: Eine Anfrage an den LBV.SH sei gestellt, eine Antwort aber noch nicht gekommen.

Sirene Revensdorf: Die Sirene in Revensdorf ist noch nicht repariert.

Straßenbeleuchtung Neu-Revensdorf: Eine Leuchte funktioniert immer noch nicht. Jetzt soll ein Stromanschluss an das Trafohäuschen gelegt werden, um die Stromversorgung zu sichern. Im Zuge der Aktion soll eine weitere Straßenlaterne aufgestellt werden.




Weihnachtsmarkt Revensdorf
Am Stand der Kita-Eltern der kommunalen Kita "De Dörpsmüüs" gab es sehr viele handgemachte Dinge zu kaufen. Die Kita-Mütter Janine Wettich (links) und Kirsten Dörries, die gerade Dienst am Stand haben, präsentieren die große Bandbreite des Angebots, von Socken in allen Größen über verzierte Weihnachtskugeln bis zur Schürze.  


Lindau / zweiter Revensdorfer Weihnachtsmarkt / 29. November 2025

„Lindauer für Lindauer“ – Revensdorf hat mit einem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt die Adventszeit eingeläutet

Der zweite Revensdorfer Weihnachtsmarkt am 29. November 2025 war ein echter Publikumsmagnet: Auf dem Platz vor dem Schützenheim/Jugendraum drängten sich viele große und kleine Besucherinnen und Besucher. Hier traf man seine Nachbarn, Freunde, Bekannte und viele andere Menschen aus dem gesamten Amtsbereich.

Mit einem Heiß- oder Kaltgetränk in der Hand wurde Klönschnack gehalten, der Live-Musik zugehört, die Kinder durften sich auf dem Gelände frei bewegen oder in die Leseecke, zum Basteln oder Bernsteinschleifen gehen – es herrschte überall eine entspannte und vergnügte Stimmung.

Die ehrenamtliche Organisation lag in den Händen von Gemeindevertreterin Christine Kruse (CDU). Sechs Frauen gehörten dem Organisationsteam an. Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) dankt allen herzlich, die sich in irgendeiner Form an der Gestaltung des Weihnachtsmarkts beteiligt haben. 2026 wird es wieder einen Revensdorfer Weihnachtsmarkt geben.

In der Gemeinde Lindau wird die Dorfgemeinschaft bzw. das Gemeinschaftsgefühl großgeschrieben. Ein erneutes Beispiel dafür ist der Weihnachtsmarkt im Ortsteil Revensdorf am Sonnabend, 29. November 2025. Bei bestem Novemberwetter vergnügten sich viele Besucherinnen und Besucher auf dem Platz vor dem Schützenheim/Jugendraum.

Weihnachtsmarkt Revensdorf
Heike und Arne Jansen aus Revensdorf boten u. a.  besondere Adventskalender, selbstgebastelte Weihnachtskarten und besondere Lichterbögen an.


Alle Standbetreiber leben in der Gemeinde

Das Besondere an dem Revensdorfer Weihnachtsmarkt ist der Umstand, dass alle Standbetreiberinnen und Standbetreiber in der Gemeinde Lindau leben oder in der Gemeinde gelebt haben. Der überwiegende Teil kommt aus Revensdorf und Großkönigsförde. 

Ich sag immer: Lindauer für Lindauer.

Der Revensdorfer Weihnachtsmarkt ist nur durch ehrenamtliches Engagement möglich. „Ich sag immer: Lindauer für Lindauer“, erklärt Christine Kruse. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger packten tatkräftig mit an. Die ersten Arbeiten für den Aufbau begannen am Vortag um 14 Uhr. Weiter ging es Samstag um 9 Uhr, denn um 12 Uhr sollte der Weihnachtsmarkt öffnen. Die Landjugend war für alle Kabel und die Stromversorgung verantwortlich, sei es für die Lichterketten an den Ständen in den Pavillons oder für das Mikrofon an der Bühne.

Weihnachtsmarkt Revensdorf
Gemeinsam mit sechs anderen Frauen im Orga-Team hat Gemeindevertreterin Christine Kruse den Weihnachtsmarkt organisiert. Trotzdem fand sie noch Zeit, in einem eigenen Stand  Handgemachtes anzubieten. Sohn Paul schaute gerne einmal bei seiner Mutter vorbei.


Ein umfangreiches Musikprogramm

Dort stimmte Familie Hussong aus Gettorf die Besucherinnen und Besucher musikalisch auf die Vorweihnachtszeit ein. Flötenmusik darf im Advent nicht fehlen: Ebba und Viki verzauberten die Zuhörer mit ihrem Querflötenspiel. Die „Streichhörnchen“ von der Musikschule „Die Klangkiste“ aus Kiel und Altenholz zeigten ihr Können am Cello, an der Bratsche und an der Geige.

Man sieht, dass die Lindauer mit viel Herzblut dabei sind.

Bürgermeister Jens Krabbenhöft zeigte sich beeindruckt: „Es ist eine tolle Beteiligung, von den Ausstellern bis hin zu den Besuchern.“ Mit Blick auf die vielen Lichterketten, die Pavillons und die weihnachtlich dekorierte Bühne sagte er: „Man sieht, dass die Lindauer mit viel Herzblut dabei sind.“

Weihnachtsmarkt Revensdorf
Nachhaltig und originell: Thomas Seifert aus Revensdorf hatte besondere Kaffeekannen im Angebot.


Weihnachtsmarkt Revensdorf
Met und Bienenwachskerzen: Annette und Sönke Jacobsen von der Imkerei Summherum aus Revensdorf hatten natürlich auch Honig im Angebot.


Weihnachtsmarkt Revensdorf
Der Verein "Geiler Keiler" war für die Kaltgetränke zuständig. Hinter dem Tresen hatten Matthis, Bennet, Christian und Helge alles bestens im Griff.


Auch in 2026 wird es wieder einen Revensdorfer Weihnachtsmarkt geben

Offiziell war der Weihnachtsmarkt um 18 Uhr beendet. Die Standbetreiber räumten ihre Sachen zusammen. Bürgermeister Krabbenhöft und Organisatorin Christine Kruse sind sich sicher: Auch im nächsten Jahr wird es am Samstag vor dem 1. Advent wieder einen Revensdorfer Weihnachtsmarkt geben. Es wäre der dritte – spätestens dann dürfte er einen festen Platz im Terminkalender der Gemeinde haben.  




Gemeinde Lindau Ortsschild
Sollte die Gemeindevertretung für die Lindaulotsin/den Lindaulotsen stimmen, wäre Lindau die erste Gemeinde im Amtsbereich Dänischer Wohld, die eine derartige Stelle schafft.


Lindau / Ausschuss für Soziales, Jugend und Kultur / 20. November 2025

Kommt die Lindaulotsin/der Lindaulotse? Sozialausschuss fasst einstimmige Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretung

Seit zwei Jahren ist das Projekt Dorfkümmerer/Dorfkümmerin Thema in der Lindauer Kommunalpolitik. Unter der Überschrift „Vor-Ort-Kraft“ hat die SPD-Fraktion sich des Themas angenommen. Bereits mehrfach wurde es im Sozialausschuss beraten – auf der jüngsten Sitzung unter dem Vorsitz von Doris Walter (SPD) am 19. November 2025 hat es eine Entscheidung bzw. eine Beschlussempfehlung gegeben.

Sie lautet: Unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde eine Förderung für die Lindaulotsin/den Lindaulotsen bekommt, wird eine entsprechende Stelle ausgeschrieben. Das letzte Wort hat die Gemeindevertretung, die auf ihrer Sitzung am 17. Dezember 2025 die Entscheidung trifft.   

Die SPD-Fraktion hatte alle Fraktionen vor der Sitzung des Sozialausschusses über eine Ergänzung zum Antrag der „Vor-Ort-Kraft“-Stelle informiert: Die neue Bezeichnung für die Stelle lautet jetzt Lindaulotsin/Lindaulotse. Auch das von der SPD-Fraktion erarbeitete Konzept lag allen Fraktionen vor.

Ausschussvorsitzende Doris Walter, die die Ausschussmitglieder im Sitzungsraum des Hospiz im Wohld begrüßte, blickt angesichts des einstimmigen Votums (eine Enthaltung) positiv auf die Entscheidung in der Gemeindevertretung. Die Lindaulotsin/der Lindaulotse könne eine echte Bereicherung – zusätzlich zum Ehrenamt – für die Menschen in der Gemeinde werden.

„Besonders in ländlichen Regionen haben es Menschen oft schwer, bei persönlichen Problemen bzw. bei Hilfebedarf einen entsprechenden Ansprechpartner für eine Hilfeleistung zu finden und zu erhalten. Dabei geht es nicht nur um ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die allein ihren Alltag bestreiten müssen, sondern auch u. a. um Kinder, Einzelpersonen oder Familien“, heißt es zu Beginn des Konzepts.

Die Lindaulotsin/der Lindaulotse ist das Bindeglied zwischen Hilfesuchenden und den Organisationen, Vereinen, Verbänden oder Behörden, die Hilfe anbieten.

In einer kleinen Arbeitsgruppe und in dem Workshop „Soziale Unterstützung und Miteinander in der Gemeinde Lindau“, an dem Organisationen, die in der Gemeinde Lindau ehrenamtlich Hilfe anbieten, Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) und Mitglieder des Sozialausschusses teilnahmen, wurden vorab die Aufgaben einer Lotsin/einer Lotsen erarbeitet. „Die Lindaulotsin/der Lindaulotse ist das Bindeglied zwischen Hilfesuchenden und den Organisationen, Vereinen, Verbänden oder Behörden, die Hilfe anbieten“, erklärt Doris Walter, „es gibt so viele Möglichkeiten zur Hilfe, aber das weiß man doch nicht alles.“ Wichtig zu wissen: Es handelt sich nicht um Beratung oder Hilfe im Bereich Pflege, Haushaltsunterstützung oder Fahrdienste.

Lindaulotsin und Lindaulotse: Zwei Teilzeitkräfte sollen eingestellt werden

Auf Vorschlag der SPD-Fraktion sollen gleich zwei Teilzeitkräfte eingestellt werden, eine Frau (Lotsin) und ein Mann (Lotse). Der Vorteil: Sie bringen verschiedene Perspektiven und Herangehensweisen mit und könnten sich bei Krankheit und Urlaub gegenseitig vertreten. Ein zweiter Vorteil: „Nicht jede Frau möchte ihre Probleme einem Mann anvertrauen, nicht jeder Mann einer Frau“, sagt die Ausschussvorsitzende.

Testphase von mindestens zwei Jahren erforderlich

Damit die Lindaulotsen die Gemeinde kennenlernen können und vor allen Dingen die Bürgerinnen und Bürger die Lotsen kennenlernen, ist eine Testphase von mindestens zwei Jahren notwendig. In der Zeit sollten die Lotsen Kontakt zu allen örtlichen Organisationen aufnehmen und sich durch Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen wie zum Beispiel DRK-Kaffeenachmittage, Elternabende in der Kita, beim Schützenverein oder bei der Landjugend persönlich vorstellen.

Dorfstraße Großkönigsförde
Besonders in ländlichen Regionen haben es Menschen oft schwer, bei persönlichen Problemen bzw. Hilfebedarf einen entsprechenden Ansprechpartner für eine Hilfeleistung zu finden, heißt es in dem Konzept der SPD-Fraktion.


Die Aufgaben der Lotsen

Ihre Aufgaben: Vermittlung von Kontakten für Hilfeleistungen, Vernetzung der Einwohnerinnen/Einwohner untereinander, Vernetzung von Organisationen in der Gemeinde und Veranstaltung von Aktionen.

Enge Zusammenarbeit mit Sozialausschussvorsitzender und Bürgermeister

Die Lotsen sollen feste Sprechzeiten im Revensdorfer Dörpshus und im zukünftigen Königsförder Dörpshus anbieten. Mit dem Bürgermeister und der Sozialausschussvorsitzenden sollen sie eng zusammenarbeiten. „Unsere Aufgabe ist es, die Lotsen aktiv zu begleiten und sie in das Dorfleben einzubinden, um eine gute Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen“, erklärt Doris Walter, „erst dann bieten die Lotsen einen wirklichen Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Wenn wir keine Zuschüsse bekommen, kommt das Projekt nicht zustande.

Wie geht es jetzt weiter? Grundvoraussetzung ist eine Förderung. Dazu Doris Walter: „Wenn wir keine Zuschüsse bekommen, kommt das Projekt nicht zustande.“ Die Förderanträge an die AktivRegion werden bereits vorbereitet. Laut Konzept der SPD-Fraktion belaufen sich die jährlichen Kosten auf 19.000 Euro. Bei einer möglichen Förderung von 60 Prozent der Kosten bleibt für die Gemeinde ein jährlicher Aufwand von 7600 Euro. Am 17. Dezember entscheidet die Gemeindevertretung, ob sie die Teilzeitstellen Lindaulotsin/Lindaulotse schaffen möchte.

    



Weihnachtsmarkt Revensdorf 2024
Nach dem großen Erfolg in 2024 wird am 29. November 2025  zum zweiten Mal ein Weihnachtsmarkt in Revensdorf veranstaltet. 


Lindau / Revensdorfer Weihnachtsmarkt am 29. November 2025 / 14. November 2025

Die Adventszeit beginnt: Glühwein, Handgemachtes, Leckereien und Musik – der Revensdorfer Weihnachtsmarkt lädt zum Stöbern und gemütlichem Beisammensein ein

Kurz vor dem 1. Adventssonntag 2024 fand in Revensdorf auf dem Vorplatz Schützenheim/Jugendraum zum ersten Mal ein Weihnachtsmarkt statt. Für die Organisation war Gemeindevertreterin Christine Kruse verantwortlich. Die Resonanz sowohl der Besucherinnen und Besucher als auch der Standbetreiber war derart positiv, dass nicht nur für Christine Kruse klar war, dass es in 2025 eine Wiederholung geben muss.

Der Termin für den zweiten Weihnachtsmarkt steht mit dem 29. November schon lange fest. Von 12 Uhr bis 18 Uhr dürfen sich große und kleine Besucherinnen und Besucher auf viele Stände mit einem vielfältigen Angebot und ein abwechslungsreiches musikalisches Programm freuen. Für die Kinder gibt es mehrere Mitmachaktionen.

In der Gemeinde Lindau wird die Dorfgemeinschaft bzw. das Gemeinschaftsgefühl großgeschrieben. Ein erneutes Beispiel dafür ist der Weihnachtsmarkt im Ortsteil Revensdorf. Sechs Frauen sind im Organisationsteam vertreten – die Federführung liegt wieder bei Christine Kruse – von Männern keine Spur.

Ohne die Hilfe der Männer würde hier gar nichts laufen.

Die Revensdorferin lacht: „Ohne die Hilfe der Männer würde hier gar nichts laufen. Sie bauen die Stände und die Pavillons auf, verlegen die Stromkabel und liefern uns die Strohklappen, die wir gespendet bekommen.“ Das Orgateam kann bei der Vorbereitung und beim Aufbau auf viele helfende Hände bauen. „Selbst diejenigen, die gar nichts verkaufen, wollen beim Aufbau mithelfen“, erklärt Christine Kruse.

Das ist das Besondere an dem Revensdorfer Weihnachtsmarkt

Eine ganz besondere lokale Note zeichnet den Revensdorfer Weihnachtsmarkt aus: Alle Standbetreiberinnen und Standbetreiber leben in der Gemeinde Lindau oder haben in der Gemeinde gelebt. Der überwiegende Teil kommt aus Revensdorf und Großkönigsförde. Ein Klönschnack mit den Anbieterinnen und Anbietern ergibt sich da ganz von alleine. Christine Kruse und ihr Orgateam freuen sich, wenn auch in diesem Jahr wieder viele Lindauer Bürgerinnen und Bürger den Weihnachtsmarkt besuchen: „Wir haben ein tolles Programm und tolle Stände.“ Selbstverständlich sind auch Nicht-Lindauer-Besucher herzlich willkommen.

Das Programm:

Für die Kinder: Für die Kinder werden eine Vorleseecke eingerichtet (es liest u. a. Birgit Koch) und eine Bastelecke angeboten, die von Mitarbeitenden der Kita „Dörpsmüüs“ betreut wird. Das Geotanium aus Gettorf bietet Bernsteinschleifen, Anmalen von Gipsabdrücken und den Verkauf von Edelsteinen an. Außerdem können die jungen Besucherinnen und Besucher an einem Buchstabenquiz teilnehmen – es gibt kleine Preise zu gewinnen.

Die Musik: Wenn Familie Hussong aus Gettorf Weihnachtslieder zum Mitsingen anstimmt, ist die Weihnachtsstimmung garantiert. Um 14 Uhr sind alle Lindauerinnen und Lindauer herzlich zum Mitsingen eingeladen. Ohne Flötenmusik ist die Adventszeit undenkbar. Deswegen tritt um 15.30 Uhr ein Kinderflöten-Duo auf. Um 16.30 Uhr präsentieren die „Streichhörnchen“ adventliche Lieder.  

Das kulinarische Angebot: Die Landjugend bietet Punsch und Kakao an; der Landfrauenverein Gettorf und Umgebung verkauft süße und herzhafte Waffeln; „Geiler Keiler“ kümmert sich um die Kaltgetränke; Grillwurst gibt’s von der Feuerwehr Großkönigsförde und der DRK-Ortsverein versorgt alle mit Kaffee und Kuchen.

Die Stände: Regine: Keramik, Geschirr, Tiere, Glücksbringer;                                            Oldtimer Verein: bemalte Weihnachtskugeln, Bretter, Glücksrad und Naschi-Schleuder, Steinbilder, kleine Basteleien; Hannes + Paul: Metalldekorationen; Arnes Holzschuppenwerke: weihnachtliche Basteleien aus Holz und Papier, Vogelhäuser, Nistkästen; Sylvia: Schlupfmützen, Puschen, Babysachen; Iris: Wollsocken; Hannelore: Pralinen, Liköre, Gelees, bunte Kissen, Weihnachtsdekoration, Stoffbeutel; Thomas: beleuchtete Kaffeekanne, Weihnachtskerzenständer/ Schwippbögen aus Holz; Betty: Gelees, Marmelade, Saft; Kita-Eltern: ein buntes Portfolio von handgemachten Sachen; Homy: genähte Wimpelketten, kleineTaschen, Basketta, beplottete Dinge und weitere bunte Mischung; Heini von 'ne Küste: bunte Palette aus Holz und die Imkerei Sumherum: Honig, Met, Kerzen, Seife, Lippenbalsam.

Das Parkangebot: Wer nicht zu Fuß kommen kann oder möchte, sollte aufgrund der Vollsperrung auf die Parkplätze in den Straßen Achterwisch, An der Hülkenbek und Lindenweg ausweichen. Zusätzlich steht der Platz vor der Firma Blumtritt zur Verfügung.



Neubau Feuerwehrgerätehaus Großkönigsförde
So sieht der neue Gebäudekomplex laut Planung aus: Vorn an der Dorfstraße ist der Ein- und Ausfahrtbereich für die Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Großkönigsförde. Auf der Rückseite des Gebäudes befindet sich der Eingangsbereich für das Dorfgemeinschaftshaus.


Gemeindevertretung Lindau / Projekt Neubau Feuerwehrgerätehaus Großkönigsförde/Dorfgemeinschaftshaus / 10. Oktober 2025

Der Förderbescheid für das neue Feuerwehrgerätehaus/Dorfgemeinschaftshaus in Großkönigsförde liegt vor: Die Gemeinde Lindau bekommt einen Zuschuss von 600.000 Euro für das Bauprojekt

Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) hatte auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Königsförder Lindenkrug eine positive Nachricht im Gepäck: Für das Großprojekt, Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Großkönigsförde in Kombination mit einem Dorfgemeinschaftshaus, erhält die Gemeinde Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro.

Es war ein langer Weg, den die Gemeinde gehen musste: Seit sieben Jahren ist das Feuerwehrgerätehaus in Großkönigsförde Thema in der Gemeindevertretung. Das Gebäude aus den 1970er-Jahren entspricht seit Langem nicht mehr den modernen Sicherheitsstandards, die die Feuerwehrunfallkasse fordert. Ging es anfangs noch um die Frage, ob das Bestandsgebäude aus Kostengründen saniert werden konnte/sollte, änderte sich das schnell.

2024 wurden die GAK-Mittel drastisch gekürzt

Die Planungen konzentrierten sich auf einen Neubau in Kombination mit einem Dorfgemeinschaftshaus  –  auf der gegenüberliegenden Seite des bisherigen Standorts. Zu dem Zeitpunkt gab es noch Zuschüsse in Höhe von 750.000 Euro aus dem nationalen Förderinstrument Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur + Küstenschutz (GAK) für Dorfgemeinschaftshäuser – die der Bund 2024 massiv kürzte.

Lindau war bestens auf die GAK-Wiederauflage vorbereitet

Die Folge für Lindau: Die Gemeinde musste neu planen. Als Alternative griff man auf den alten Feuerwehrwehrgerätehaus-Standort zurück: Das alte Feuerwehrgerätehaus sollte abgerissen werden – an selber Stelle sollte der Neubau errichtet werden. Als der Bund in diesem Jahr den GAK-Fördertopf wieder füllte, war die Gemeinde vorbereitet und konnte auf Anhieb antragsfertige Unterlagen für eine Förderung einreichen.

Frohe Botschaft während der 72-Stunden-Aktion der Landjugend

Am Starttag der 72-Stunden-Aktion der Landjugend Lindau-Revensdorf erreichte Bürgermeister Krabbenhöft dann die gute Nachricht: Lindau bekommt 600.000 Euro Förderung. Die gibt es in erster Linie für das Dorfgemeinschaftshaus.

Neubau Feuerwehrgerätehaus Großkönigsförde
Diese Skizze zeigt die Perspektive von oben.  Deutlich zu erkennen ist die Lage des Gebäudekomplexes.


Trotzdem bleiben für die Gemeinde immer noch 1,5 Millionen Euro

Die Finanzspritze tut der Gemeindekasse gut. Trotzdem bleiben immer noch 1,5 Millionen Euro, die die Gemeinde stemmen muss. Entstehen wird ein moderner Gebäudekomplex. Auf der Seite der Dorfstraße befindet sich der Ein- und Ausfahrtsbereich für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Auf der Rückseite, erreichbar über die Straße Hof Königsförde, ist der Eingangsbereich für das Dorfgemeinschaftshaus.

Der Gruppenraum der Feuerwehr wird größer und multifunktional gestaltet, sodass dort auch Aktivitäten wie Vereinstreffen, Chorproben oder ähnliches stattfinden können.

 „Der Gruppenraum der Feuerwehr wird größer und multifunktional gestaltet, sodass dort auch Aktivitäten wie Vereinstreffen, Chorproben oder ähnliches stattfinden können“, sagt Bürgermeister Krabbenhöft. Zusätzlich soll es einen Raum für Beratungsgespräche geben. Dort könnten beispielsweise medizinische Sprechstunden stattfinden.

Die Frage der Parkplätze

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und auch für die Besucherinnen und Besucher des Dorfgemeinschaftshauses werden Parkplätze benötigt. Neben den Parkplätzen hinter dem Gebäude soll es auch Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite der Straße Hof Königsförde geben. Dafür muss die Gemeinde mit dem Landeigentümer in Verhandlungen treten.

Im Frühjahr soll der Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses beginnen

In den Gesamtkosten von 2,1 Millionen Euro sind auch die Kosten für den Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses enthalten. Bürgermeister Krabbenhöft hofft, im Frühjahr mit den Abrissarbeiten beginnen zu können, sodass der Neubau in 2026 zügig errichtet werden kann.

Neubau Feuerwehrgerätehaus
Diese Skizze zeigt die  Nord-Ost-Seite des Gebäudekomplexes an der Straße Hof Königsförde.


Zum 31. Dezember 2026 muss der neue Gebäudekomplex stehen

Das hat zwei Gründe: Zum einen sind die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr dann nicht einer kalten Witterung ausgesetzt. Für die Übergangszeit soll ein Zelt als Unterstand für die Fahrzeuge dienen. Zum anderen ist die Förderung an eine zeitliche Frist gebunden: Bis zum 31. Dezember 2026 muss der Bau fertig sein. Bürgermeister und Gemeindevertretung sind guten Mutes, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Architekt Matthias Wohlenberg bereitet bereits den Bauantrag vor.

Altes Feuerwehrgerätehaus Großkönigsförde
Das Feuerwehrgerätehaus in Großkönigsförde stammt aus den 1970er-Jahren und entspricht seit Langem nicht mehr den modernen Sicherheitsstandards.


Regionalplan Windenergie an Land

Das Land Schleswig-Holstein hat Ende Juli 2025 die Entwürfe der neuen Regionalpläne Windenergie an Land vorgestellt. Die Gemeinde Lindau fällt wie der gesamte Kreis Rendsburg-Eckernförde in den Planungsraum II. Im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahren war die Gemeinde aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben.

Aktuell werden zwei Windenergieanlagen auf Gemeindegebiet errichtet

In der Gemeinde werden aktuell im Ortsteil Großkönigsförde die Fundamente für zwei Windenergieanlagen errichtet. Sie sind Teil des Windparks Holtsee – Grünhorst – Lindau der Firma Denker & Wulf aus Sehestedt.

Regionalplan sieht zwei weitere Windeignungsflächen vor

Der Entwurf für den neuen Regionalplan sieht zwei weitere Eignungsflächen in der Gemeinde vor: Eine Fläche liegt im Ortsteil Lindau am Ende des Sorgfelder Weges, eine weitere Fläche befindet sich nördlich des Königsförder Wohlds. Die Gemeinde befürwortet den Ausbau der Windenergie, möchte aber, dass die Planungen für diese beiden Windenergieanlagen zeitnah beginnen, um sich ein Bauleitverfahren zu ersparen.

Personalien in der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen:

Der Gemeindevertreter Christian Prien (CDU) hat aufgrund eines Wohnortwechsels sein Mandat zurückgegeben. Für ihn rückt Kristin Peters nach. Durch das Ausscheiden von Christian Prien mussten auch Plätze in den Fachausschüssen neu besetzt werden. Im Ausschuss für Soziales, Jugend und Kultur rückt für die CDU das neue bürgerliche Mitglied Sabrina Otte-Krys nach. Im Finanzausschuss übernimmt Gemeindevertreterin Kristin Peters den Sitz. Im Bauausschuss ist Kristin Peters jetzt als Gemeindevertreterin (vorher wählbare Bürgerin) tätig. Sie wurde auch zum neuen Mitglied der Verbandsversammlung des Wasserbeschaffungsverbands Dänischer Wohld gewählt.



Laju Lindau
Was gibt es Schöneres, als am späten Abend eine Rüttelplatte zu schieben?


Landjugend Lindau-Revensdorf / 72-Stunden-Aktion / ein Rückblick / 25. September 2025

Die Landjugend Lindau-Revensdorf packt an: „Zusammen jagen wir die Sau durch den Knick!“

Landesweit fand am vergangenen Wochenende, 18. bis 21. September 2025, die 72-Stunden-Aktion des Landjugendverbandes Schleswig-Holstein statt. Unter dem Motto „Nicht lang schnacken – anpacken“ nahmen in diesem Jahr landesweit 35 Landjugendgruppen mit über 1000 Personen teil. Ehrenamtlich erfüllten sie eine gemeinnützige Aufgabe in ihren Gemeinden.

„Die Projekte schaffen nachhaltige Werte in den Bereichen Dorferneuerung, Kulturpflege, Bildung und Naturschutz – generationsübergreifend und über Vereinsgrenzen hinweg“, beschreibt der Landjugendverband die Aktion, die alle vier Jahre veranstaltet wird.

Im Altkreis Eckernförde beteiligten sich zwei Landjugendgruppen, die beide im Amtsbereich Dänischer Wohld zuhause sind: Die Landjugend Lindau-Revensdorf und die Landjugend Osdorf.

Das war die Aufgabe der Landjugend Lindau-Revensdorf: Abriss des alten Buswartehäuschens am Dorfdreieck in Revensdorf und Bau eines neuen Häuschens in Verbindung mit einem Unterstand für Dorffeste auf dem Dorfdreieck. Der Vorschlag kam von der Gemeinde.

Die Aufgabe war eine echte Herausforderung für die Landjugendmitglieder. Tatkräftige Unterstützung bekamen sie von Mitarbeitern der Revensdorfer Firma Trockendock. In den 72 Stunden entwickelte sich zwischen allen Beteiligten eine tolle Gemeinschaft auf der Baustelle. Der Spruch des Tages lautete: „Zusammen jagen wir die Sau durch den Knick.“

Nach 72 Stunden standen der fertige Unterstand und das neue Buswartehäuschen. Dass bei dem Häuschen einige Bretter fehlten, tat dem Ganzen keinen Abbruch. (Die fehlenden Bretter wurden für die Traufblende am Unterstand genutzt, der kurzerhand eine Dachrinne bekam, um das Holz vor zu viel Regen zu schützen. Die Bretter werden nachgeholt.)

Hier wird Gemeinschaft wirklich gelebt. Wie toll wir alle zusammenarbeiten – das berührt mich tatsächlich sehr.

Alle Beteiligten, sowohl die Landjugend als auch die Gemeinde, betonten nach Ende der Aktion, kurz vor der Übergabe, den großen Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl. „Hier wird Gemeinschaft wirklich gelebt“, sagte Landjugend-Vorsitzende Lilly Hinz, „wie toll wir alle zusammenarbeiten – das berührt mich tatsächlich sehr.“

Auch der Bürgermeister packte mit an

Bürgermeister Jens Krabbenhöft, der auf der Baustelle selbst mitangepackt hat, dankte der Landjugend für ihren Einsatz: „Wir als Gemeinde sagen herzlichen Dank. Das ist ein Geschenk, von dem wir alle etwas haben. Wir als Gemeinde können wirklich stolz sein auf unsere Landjugend.“

Das ist ein Geschenk, von dem wir alle etwas haben. Wir als Gemeinde können wirklich stolz sein auf unsere Landjugend.

Dann zog er ein Taschenmesser aus der Tasche und schnitt das Eröffnungsband durch, das kurz zuvor um das Gebäude gespannt worden war – damit war das Gebäude offiziell an die Gemeinde übergeben. Anschließend wurde auf dem Dorfdreieck mit vielen Einwohnerinnen und Einwohnern gefeiert.

72-Stunden-Aktion
Donnerstag, 18. September 2025, kurz vor 18 Uhr: In dem grünen Umschlag, den Bürgermeister Jens Krabbenhöft und Landjugend-Vorsitzende in den Händen halten, steckt die Aufgabe für die nächsten 72 Stunden. Hinter den Landjugendmitgliedern befindet sich das alte Buswartehäuschen, das noch am selben Abend abgerissen wird.


Und so lief die 72-Stunden-Aktion ab:

Donnerstag, 18. September, 18 Uhr: Unter großer Anteilnahme großer und kleiner Bürgerinnen und Bürger überreichte Bürgermeister Jens Krabbenhöft der Landjugend-Vorsitzenden Lilly Hinz die Aufgabe. Die steckt in einem grünen Briefumschlag, versiegelt mit Kerzenwachs.

Das alte Buswartehäuschen wird abgerissen

Nach dem Vorlesen der Aufgabe gab die Vorsitzende die Marschrichtung an: „Nicht lange sabbeln, weil wir ja nur 72 Stunden Zeit haben. Los geht’s!“ Noch am selben Abend wurden das Buswartehäuschen abgerissen und die Baumstümpfe entfernt. Gearbeitet wurde bis 22 Uhr. Möglich war das durch den Einsatz von Lichtmasten.

Freitag, 19. September, 7 Uhr: Die Fläche des Gebäudes musste ausgekoffert und der Untergrund vorbereitet werden, um anschließend die Pflastersteine zu verlegen. Ungewohnte Arbeit für die meisten Landjugendmitglieder. Da kamen auch Motor-Rennschleifer und Rüttelplatte zum Einsatz. Gearbeitet wurde bis 22 Uhr.

Landjugend Lindau
Was hier so gespenstisch aussieht, ist weißer Rauch des Motor-Trennschleifers, der harmlos ist.


Samstag, 20. September, 7 Uhr: Die Pfosten für das Gebäude wurden einbetoniert. Zeitgleich wurde der Außenrahmen aufgestellt, das bedeutete für Buswartehäuschen und Unterstand, da sie ein zusammenhängendes Gebäude darstellen. Höhepunkt des Tages: Um 17.15 Uhr wurde Richtfest gefeiert.

72-Stunden-Aktion
Freitag, 19. September, 18 Uhr: Die Verlegung der Pflastersteine als Boden für den Unterstand laufen auf Hochtouren.


17.15 Uhr Richtfest: Nur noch 24 Stunden und 45 Minuten

Nur noch 24 Stunden und 45 Minuten – dann lief die Frist ab. Gab es Momente, in denen man befürchtete, dass die Zeit nicht reichen würde? „Wir waren absolut optimistisch“, erklärt Lilly Hinz im Nachgang. „Obwohl – am Samstag haben wir schon auf die Uhr geguckt und uns gefragt, ob die Zeit knapp wird“, sagte Landjugend-Vorsitzender Christoph Plett. Wieder wurde bis 22 Uhr gearbeitet.

Zusammen jagen wir die Sau durch den Knick!

Sonntag, 21. September, 7 Uhr: Nun fehlten nur noch das Dach und die Wände. Das hört sich leichter an als getan. Hammer und Nagel waren jetzt die gefragtesten Utensilien. Und dann war es so weit: Um kurz vor 18 Uhr hatten sich bereits viele Einwohnerinnen und Einwohner auf dem Dorfdreieck eingefunden. Aus dem Lautsprecher ertönte „It’s the final countdown“. Und dann erklärte Lilly Hinz: „Unser Projekt steht!“ Ihr großer Dank galt dem Team der Firma Trockendock, denn „ohne euch hätte es nicht funktioniert!“ Prompt kam die Antwort: „Zusammen jagen wir die Sau durch den Knick!“

72-Stunden-Aktion
Sonntag, 21. September,18 Uhr: Die Landjugend-Vorsitzenden Lilly Hinz und Christoph Plett übergeben das Gebäude, Buswartehäuschen und Unterstand, an Bürgermeister Jens Krabbenhöft.


Film über die erste 72-Stunden-Aktion der Landjugend vor 26 Jahren lief in Dauerschleife

Das war der Spruch des Tages während der Aktion. Der Hintergrund: Vor allem am Samstag und Sonntag lief der Film über die erste 72-Stunden-Aktion der Landjugend Lindau-Revensdorf, die 1999 stattfand. Damals wurde der Jugendraum, der heute noch genutzt wird, gebaut. Es wurden Filmaufnahmen gemacht, die zu einem Film über die allererste 72-Stunden-Aktion verarbeitet wurden. Das Motto der Landjugend damals lautete: „Zusammen jagen wir die Sau durch den Knick!“ Das wurde kurzerhand in das Jahr 2025 transferiert.

72-Stunden-Aktion
So präsentiert sich das neue Buswartehäuschen am Dorfdreieck. Die fehlenden Bretter an der Rückwand werden in den nächsten Tagen montiert.


Die vierte Teilnahme

Zum vierten Mal hat die Landjugend Lindau-Revensdorf an der 72-Stunden-Aktion teilgenommen, erstmals war es 1999 (siehe oben). Anfang der 2000er-Jahre wurde ein Mittelalterlicher Markt veranstaltet und 2013 baute die Landjugend in Großkönigsförde am Spielplatz die Grillhütte.

Sie haben die Landjugend Lindau-Revensdorf bei der 72-Stunden-Aktion unterstützt:

Firma Trockendock aus Revensdorf; der DRK-Ortsverein Lindau mit Verpflegung; der Zeltverleih Hein-Krempe aus Revensdorf; die Eckernförder Bank; Tischlerei Arp aus Bornstein; Firma Holz & Hand aus Schinkel; Firma Jöhnk aus Gettorf, Firma Lamp aus Noer; Familie Niebuhr; Gemeinde Lindau; Familie Hinz (Eltern von Lilly) sowie viele Bürgerinnen und Bürger, die Verpflegungsspenden brachten. Die AktivRegion hat die Aktion mit 750 Euro aus dem Jugendförderfonds gefördert.

 


Jugendfeuerwehr Revensdorf
Bosse ist eines von 18 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Revensdorf. Im Hintergrund sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr Waabs an einer Station des Feuerwehrgolf-Turniers zu sehen.


Gemeinde Lindau / Jubiläum: Zehn Jahre Jugendfeuerwehr Revensdorf / Großes Festaufgebot vor dem Revensdorfer Feuerwehrgerätehaus / 13. September 2025

Wenn überall im Dorf aus Feuerwehrschläuchen Golfbahnen entstehen, feiert die Jugendfeuerwehr Revensdorf ihr Jubiläum

Am 12. September 2015 wurde die Jugendfeuerwehr Revensdorf mit 18 Jugendlichen gegründet. Gründungsväter waren Markus Gertz und Rüdiger Hein. Zur Jubiläumsfeier am Samstag, 13. September 2025, gab es ein Feuerwehrgolf-Turnier für den Nachwuchs – 15 Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde nahmen daran teil.

Was hat die Jugendfeuerwehr Revensdorf mit der Habyer Mini-Feuerwehr zu tun? Auf der Feier wurde noch einmal daran erinnert.

Zeitgleich veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Revensdorf einen Tag der Offenen Tür: Die Feuerwehr besteht in diesem Jahr 112 Jahre. Anlässlich dieser besonderen Zahl wurde bereits am Freitagabend eine groß angelegte Übung mit den Nachbarwehren veranstaltet.

So manch‘ einer, der am Samstagvormittag zu Fuß in Revensdorf unterwegs war, dürfte verwundert geguckt haben. Denn im ganzen Dorf herrschte ein reges Kommen und Gehen von vielen jungen Menschen. Der Grund: Sie alle waren der Einladung der Jugendfeuerwehr Revensdorf zur großen Jubiläumsfeier gefolgt. Und die hatte ein Feuerwehrgolf-Turnier vorbereitet, das zehn Stationen aufwies, die überall im Dorf verteilt waren. Insgesamt waren 126 Jugendliche sowie Betreuerinnen und Betreuer in 23 Teams auf den Beinen.

Jugendfeuerwehr Revensdorf
Sie alle freuen sich über ein gelungenes Fest zum zehnjährigen Bestehen: die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Revensdorf, ihre Betreuer, Jugendwart Lars Helms (rechts), Wehrführer Daniel Hackauf und ganz besonders Rüdiger Hein (links), einer der Gründungsväter. Auf dem Foto fehlt Markus Gertz.


Im Amtsbereich Dänischer Wohld gibt es vier Jugendfeuerwehren

Doch zunächst folgte der offizielle Teil der Jubiläumsfeier. Wehrführer Daniel Hackauf begrüßte die angereisten Jugendfeuerwehren – mit Gettorf, Osdorf, Felm und natürlich Gastgeber Revensdorf waren allen Jugendwehren des Amtes Dänischer Wohld vertreten. Er begrüßte auch den stellvertretenden Amtswehrführer Carsten Schröder, Bürgermeister Jens Krabbenhöft und Amtsdirektor Matthias Meins.

Ihr leistet einen großen Beitrag dazu, dass wir eine liebenswerte und freundliche Gemeinde sind. Ihr seid aktiv und engagiert - danke!

Es gab von allen Seiten Glückwünsche zum Jubiläum. Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) betonte den hohen Stellenwert der Jugendfeuerwehr für das Dorf: „Ihr leistet einen großen Beitrag dazu, dass wir eine liebenswerte und freundliche Gemeinde sind. Ihr seid aktiv und engagiert - danke!“ Amtsdirektor Meins bekräftigte: „Ihr leistet einen wichtigen Beitrag für die Allgemeinheit.“

Warum es ohne die Mini-Feuerwehr Haby keine Revensdorfer Jugendfeuerwehr gegeben hätte

Ein ganz besonderes Geschenk hatte Lutz Fiß dabei. Es handelt sich um das Schild der Haber Mini-Feuerwehr – eine Art Vorläufer der Revensdorfer Jugendwehr. Der ehemalige Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Haby hat einen großen Anteil an der Gründung der Jugendfeuerwehr Revensdorf. Er war mit seiner Mini-Feuerwehr, ein lockerer Kreis aus feuerwehrbegeisterten Kindern im Alter von drei bis neun Jahren, vor zwölf Jahren zur Jubiläumsfeier „100 Jahre Revensdorfer Feuerwehr“ angereist, die dort ihr Können zeigte. Ihre Vorführungen lösten bei zwei Revensdorfer Kindern derart große Begeisterung aus, dass ihre Väter, Rüdiger Hein und Markus Gertz, sich für die Gründung einer Jugendfeuerwehr stark machten.

Jugendfeuerwehr Revensdorf
Ein besonderes Geschenk übergab Lutz Fiß aus Haby (links) an Jugendwart Lars Helms (Mitte) und seinen Stellvertreter Rüdiger Hein.


Aktuell hat die Jugendfeuerwehr 18 Mitglieder

Heute hat die Revensdorfer Jugendfeuerwehr 18 Mitglieder, zwölf Jungen und sechs Mädchen. Seit drei Jahren ist Lars Helms (47) Jugendfeuerwehrwart. Jugendgruppenleiter ist Hannes Gravert (15). Nina, Andrea, Sven, Björn und Daniel arbeiten ebenfalls ehrenamtlich als Betreuer.

Mein Papa ist in der Feuerwehr. Da wollte ich auch mal gucken, wie das so ist.

Zu den Mitgliedern gehört auch Bosse (10). Seit Februar 2025 ist der Zehnjährige dabei. „Mein Papa ist in der Feuerwehr. Da wollte ich auch mal gucken, wie das so ist.“ Alle zwei Wochen trifft sich die Jugendfeuerwehr. „Wir machen Übungen, auch mit den Schläuchen. Aber Schläuche-Flechten mag ich nicht so besonders“, verrät Bosse. Toll findet er die Ausflüge: „Wir haben auch schon andere Jugendfeuerwehren besucht.“ Obwohl erst so kurz dabei, hat er bereits die erste Stufe der Jugendflamme (Ausbildungsnachweis der Jugendfeuerwehr in drei Stufen) bestanden.

Jugendfeuerwehr Revensdorf
Zum Tag der Offenen Tür der Revensdorfer Feuerwehr präsentierte der Verein zur Pflege und Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge und -geräte Lindau einen Unimog 404 S TL aus dem Jahr 1962. Felix und Rüdiger Hein sitzen einmal Probe. 


Großes Gemeinschaftsgefühl

Artur (11) ist seit 2024 Mitglied der Jugendfeuerwehr. „Es macht viel Spaß. Auch meine Freunde machen mit.“ Gemeinschaft wird in der Jugendfeuerwehr großgeschrieben.

Ab zehn Jahren kann ein Kind bei der Jugendfeuerwehr mitmachen

Kontakt: Alle zwei Wochen finden die Übungsnachmittage der Revensdorfer Jugendfeuerwehr statt. Wer mitmachen möchte, meldet sich telefonisch unter der Rufnummer 01522 5848330, oder per E-Mail: info@jugendfeuerwehrrevensdorf.de. Oder das Kind kommt spontan bei den Übungsnachmittagen vorbei (Feuerwehrgerätehaus). Der nächste Jugendwehrdienst findet am 23. September 2025 statt.



Sanierung K92 Königsförde bis Revensdorf
Der LBV.SH teilte mit, dass sich die Sanierungsarbeiten an der K92, Großkönigsförde bis Ortseingang Revensdorf, um zwei Monate verzögern. Mit der Fertigstellung wird Mitte November gerechnet.


Lindau: Sanierung Kreisstraße 92 Großkönigsförde – Revensdorf / 25. Juli 2025

K92: Bauarbeiten verzögern sich – dritter Bauabschnitt soll Mitte November fertig sein

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) saniert seit März die Kreisstraße 92 (K92) auf dem Streckenabschnitt von Großkönigförde nach Revensdorf. Laut Planung sollten die Arbeiten am dritten Bauabschnitt, der sich von der Königsförder Straße 38 bis zur Querungshilfe am Ortseingang von Revensdorf erstreckt, am 7. September beendet sein.

Doch aufgrund von Verzögerungen teilte der LBV.SH jetzt einen neuen Termin mit: Am 13. November sollen die Arbeiten beendet sein. Die Vollsperrung der Strecke wurde bis zum 30. Oktober verlängert.

5,4 Kilometer lang ist der Streckenabschnitt, der saniert wird. Die Sanierung findet in vier Bauabschnitten statt. Im März begannen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt, Großkönigsförde von der Kreuzung bis Königsförder Straße 54. Am 18. Mai sollten sie beendet sein.

Doch schnell stellte sich heraus, dass es Probleme mit dem Untergrund gab: Die Tragfähigkeit war nicht gegeben, sodass Vorarbeiten für den Aufbau der Straße und den neuen Straßenbelag erforderlich waren. Das führte zu zeitlichen Verzögerungen.

Nach Beendigung der dritten Bauphase steht der vierte Bauabschnitt an, von der Querungshilfe am Ortseingang Revensdorf bis zur Kreuzung K92 (Königsförder Straße)/L44 (Raiffeisenstraße). Ursprünglich sollte dieser bis zum 30. Oktober fertiggestellt sein.

 



Kommunale Wärmeplanung
Die Beschlussfassung war einstimmig: Lindau votierte für das Konvoi-Verfahren für die kommunale Wärmeplanung im Amtsbereich Dänischer Wohld.


Sitzung der Gemeindevertretung Lindau / Kommunale Wärmeplanung / 27. Juni 2025

Kommunale Wärmeplanung: Als dritte Gemeinde im Amt Dänischer Wohld stimmt Lindau dem Konvoi-Verfahren zu

Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) begrüßte die Mitglieder der Gemeindevertretung am 19. Juni 2025 im „Santorini“ zur letzten Sitzung vor der Sommerpause. Es wurde eine kurze Sitzung – bereits nach 42 Minuten konnte der Bürgermeister die Sitzung wieder schließen.

Im Fokus stand die kommunale Wärmeplanung. Alle Gemeinden im Amt Dänischer Wohld sind aufgefordert, noch vor der Sommerpause das Thema zu beraten und einen Beschluss zu fassen. In der Gemeindevertretung Lindau gab es keinen Beratungsbedarf, sodass das Gremium einstimmig für die kommunale Wärmeplanung im Konvoi-Verfahren votierte.

Lindau ist die dritte von acht amtsangehörigen Gemeinden, die dem Konvoi-Verfahren zustimmte. Zuvor hatten bereits Tüttendorf und Neuwittenbek ihre Zustimmungen gegeben.

So lautet der Tagesordnungspunkt, über den das Lindauer Gremium einen Beschluss gefasst hat: „Beschluss über die Aufstellung der kommunalen Wärmeplanung im kommunalen Konvoi mit Unterstützung der Klimaschutzagentur im Kreis Rendsburg-Eckernförde gGmbH“.

Stellungnahme bereits als Amtsvorsteher abgegeben

Bereits auf der Sitzung des Amtsausschusses am 16. Juni 2025 hatte Bürgermeister Krabbenhöft in seiner Funktion als Amtsvorsteher des Amtes Dänischer Wohld das Thema kommunale Wärmeplanung angesprochen. Man müsse den weiteren Fortgang dieses Themas auf Bundes- und Landesebene beobachten, der aufgrund der politischen Gegebenheiten bzw. der Entwicklung ungewiss sei. Doch da es sich zum jetzigen Zeitpunkt um eine gesetzlich verbindliche Vorgabe für die Gemeinden handele und um keine Zeit zu verlieren, sei der Abschluss der Vereinbarung sinnvoll.

Zum Hintergrund: Bereits in ihrer Sitzung am 31. August 2023 hat die Gemeindevertretung als erste Gemeinde im Amt die freiwillige kommunale Wärmeplanung beschlossen. Die Klimaschutzagentur, in der die Gemeinde wie alle Gemeinden im Amt Dänischer Wohld Mitglied ist, wurde gebeten, entsprechende Förderanträge zu stellen.

Ende 2023 setzte der Bund die Förderung plötzlich komplett aus

Einiges ist seit August 2023 geschehen: Im November 2023 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Notkredite des Bundes für verfassungswidrig – genauer: die Verwendung von Corona-Notkrediten für den Klima- und Transformationsfonds. Die Folge: Die erwartete Fördermöglichkeit wurde erheblich eingeschränkt bzw. sie fiel komplett weg. Die Gemeinde hatte den Antrag fristgerecht nach Berlin geschickt – ein Antwortschreiben hat sie nie erhalten. In Lindau wie in allen Gemeinden herrschte große Unsicherheit in Bezug auf die kommunale Wärmeplanung.

Seit März 2025 ist das Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes in Kraft

Im Januar 2024 trat das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG Bd) in Kraft, das die Länder verpflichtet, Wärmepläne für ihre Kommunen zu erstellen. Das dazu gehörige Ausführungsgesetz des Landes Schleswig-Holstein, die Änderung des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes (EKWG-SH), ist im März 2025 in Kraft getreten.

Die kommunale Wärmeplanung ist zum jetzigen Zeitpunkt gesetzliche Pflicht

Zwar sind die Ausführungsbestimmungen noch nicht in Kraft getreten, aber es ist klar, dass die kommunale Wärmeplanung zum jetzigen Zeitpunkt eine gesetzliche Verpflichtung darstellt. Das hat positive finanzielle Auswirkungen für Lindau: Es ist gesichert, dass an der Stelle der vormals gedachten Förderungen nun eine echte Konnexität vorhanden sein wird. Das bedeutet, dass der Kommune die Kosten für die Wärmeplanung erstattet werden.

Konnexität: Jetzt gibt es Geld vom Land

Konnexität bedeutet: Wer bestellt, der bezahlt. Das Konnexitätsprinzip stellt sicher, dass keine kostenintensiven Aufgaben vom Land auf die Gemeinde übertragen werden, ohne dass die Kommunen für die finanzielle Mehrbelastung einen entsprechenden Ausgleich bekommen.

Lindau kann mit 12.053 Euro als Ausgleichsbetrag rechnen

Das heißt für Lindau, dass die Gemeinde auf Antrag einen pauschalen Ausgleichsbetrag in Höhe von 8,50 Euro je Einwohner bekommt – entspricht 12.053 Euro. Sollten die Kosten für die Wärmeplanung höher sein, erfolgt die Festlegung der tatsächlichen Höhe der Ausgleichsmittel nach der Schlussrechnung. Das bedeutet, dass die Kommune in Vorleistung gehen muss. Entsprechend wird der Gemeindevertretung empfohlen, die Summe von 12.053 Euro im Haushalt als Aufwand zu veranschlagen.

Die Rolle der Klimaschutzagentur

Durch die obengenannten Entwicklungen mussten die Umsetzungsschritte für die Wärmeplanung neu überdacht werden. Die Klimaschutzagentur hat für die Mitgliedsgemeinden, also auch für Lindau, ein Verfahren zur tatkräftigen Unterstützung vorgeschlagen. Das betrifft insbesondere die sogenannte Eignungsprüfung nach Paragraf 14 Wärmeplanungsgesetz des Bundes – die Klimaschutzagentur wird gemeinsam mit der Amtsverwaltung das Projekt kommunale Wärmeplanung voranbringen.

Deswegen ist eine Konvoi-Bildung möglich

Um die Ressourcen zu bündeln, ist eine Konvoi-Bildung geplant – da das Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes Schleswig-Holstein es kleineren Gemeinden unter 10.000 Einwohnern zwecks Kostenersparnis und Ressourcennutzung ermöglicht, im Verbund mit anderen Kommunen die Wärmeplanung aufzustellen.

Warum der Beschluss noch vor der Sommerpause gefasst werden soll

In Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung hat die Klimaschutzagentur eine entsprechende Vereinbarung erarbeitet, die alle acht amtsangehörigen Gemeinden beraten und dafür einen Beschluss fassen sollen – noch vor Beginn der Sommerpause, um eine zügige Umsetzung zu gewährleisten. Ist das passiert, stehen die Gemeinden des Amtes Dänischer Wohld ganz oben auf der Liste der Klimaschutzagentur. Spätestens bis zum 30. Juni 2028 muss die Wärmeplanung der Kommunen fertig sein – Stand jetzt.

Jede Gemeinde bekommt auch ihren eigenen Wärmeplan

Die kommunale Wärmeplanung wird als ein Gesamtbericht für die acht Gemeinden erstellt. Zusätzlich soll ein auf das jeweilige Gemeindegebiet individueller kommunaler Wärmeplan erarbeitet werden. Interessant für die Gemeinde Lindau ist ihr Randbereich, der an die Gemeinde Gettorf grenzt. In der Wärmeplanung wird auch analysiert, ob eventuell ein Anschluss des Ortsteils Neu-Revensdorf an ein eventuelles Gettorfer Wärmenetz sinnvoll sein könnte.

Bildung einer Lenkungsgruppe – die Rolle der Bürgermeister

Haben alle Gemeinden dem Konvoi-Verfahren für kommunale Wärmeplanung zugestimmt bzw. einen Beschluss gefasst, wird ein externes Planungsbüro mit den Untersuchungen beauftragt. Verantwortlich für die Durchführung des Projekts sind die Klimaschutzagentur und die Amtsverwaltung. Es soll eine Lenkungsgruppe gebildet werden, in der die Bürgermeisterin und alle sieben Bürgermeister Mitglied sind – sie haben ein volles Stimmrecht. Für Lindau wird Bürgermeister Jens Krabbenhöft Mitglied der Lenkungsgruppe sein.

Neuaufstellung der Regionalpläne für die Planungsräume I, II und III des Landes Schleswig-Holstein, Beteiligungsverfahren zu den zweiten Entwürfen 

Die Gemeinde Lindau liegt im Planungsraum Regionalplan II, in dem unter anderem der Kreis Rendsburg-Eckernförde liegt. Bürgermeister Krabbenhöft wies darauf hin, dass die Gemeinde Lindau besonders den regionalen Grünzug kritisch sehe. Der Grund: Durch den regionalen Grünzug würden die baulichen Entwicklungen der Gemeinde, besonders im Ortsteil Großkönigsförde, erheblich eingeschränkt.

Massive Einschränkung der Wohnraumentwicklung

Das hat die Gemeinde bereits im Sommer 2023 in ihrer Stellungnahme zum ersten Entwurf sehr deutlich gemacht. Daraufhin sei ihr von der Landesplanung eine 15-prozentige Wohnraumentwicklung im regionalen Grünzug zugesichert worden – das sei im zweiten Entwurf nicht mehr erkennbar und stelle deshalb einen erheblichen Widerspruch zur Entscheidung der Landesplanung dar.

Deutliche Kritik am regionalen Grünzug entlang des Nord-Ostsee-Kanals

So lautet die Beschlussfassung: „Die Gemeindevertretung der Gemeinde Lindau nimmt die 2. Entwurfsplanung für die Neuaufstellung der Regionalpläne für die Planungsräume I, II und III des Landes Schleswig-Holstein zur Kenntnis. Hinsichtlich der Ausweisung eines regionalen Grünzuges entlang des Nord-Ostsee-Kanals hält die Gemeinde Lindau an ihrer Auffassung fest und wiederspricht daher den entsprechenden Planungsabsichten.

Beteiligung zweiter Entwurf Teilfortschreibung Landesentwicklungsplan „Wind“

 Der zweite Entwurfsplan der Teilfortschreibung „Windenergie an Land des Landesentwicklungsplanes Schleswig-Holstein – Fortschreibung 2021 wird von der Gemeinde Lindau zur Kenntnis genommen.  Die Gemeinde weist darauf hin, dass die Ausweisung einer „Hauptachse des überregionalen Vogelzugs mit besonderer Bedeutung“ einen erheblichen Eingriff in die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde darstellt.

Bauliche Entwicklung muss möglich sein

Gleichzeitig geht die Gemeinde davon aus, dass die vorgesehene Achse eine bauliche Entwicklung in dem Bereich nicht generell ausschließen kann. Dies wird insbesondere dadurch begründet gesehen, weil ein sehr breiter Gürtel dieses Schutzanspruches sich ausgehend von Schleswig/Eckernförde von der Ostseeküste bis zur Halbinsel Eiderstedt an der Nordsee zieht. Die Gemeinde Lindau würde es daher sehr begrüßen, wenn beim Fortgang des Planverfahrens entsprechende Festlegungen hinsichtlich baulicher Entwicklungen getroffen würden.

 


Lindau Ortsteil Revensdorf
In Revensdorf stand lange die Idee im Raum, die Haushalte mit einem Wärmenetz zu versorgen.  Diese Idee ist jetzt vom Tisch. Stand jetzt wird es kein Wärmenetz in Revensdorf geben.


Lindau: Abschlusspräsentation der Quartierskonzepte für Revensdorf und Großkönigsförde / Aus für ein Wärmenetz als Wärmeversorgung in Revensdorf / 22. Mai 2025

Ein Ergebnis der Quartierskonzepte: Aktuell ist in Revensdorf ein wirtschaftlicher Betrieb eines Wärmenetzes nicht zu empfehlen

Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) begrüßte am frühen Montagabend, 19. Mai, im Sitzungssaal der Amtsverwaltung Tobias Baus vom Unternehmen Energielenker Projects GmbH, das mit der Erarbeitung der Quartierskonzepte für die Ortsteile Revensdorf und Großkönigsförde beauftragt war. Tobias Baus stellte die Abschlusspräsentation der Quartierskonzepte vor.

In beiden integrierten energetischen Quartierskonzepten geht es um Themen wie Wärmeversorgung, Gebäudesanierung, Erneuerbare Energien, Klimaanpassung, Klimabewusstes Verhalten sowie Mobilität und Verkehr. Die Quartierskonzepte werden von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gefördert – die Bank erwartet einen ganzheitlichen Blick auf die Dörfer, deswegen ist die Untersuchung breit gestreut.

Es fehlt das Sanierungsmanagement. Es kommt nicht das dabei raus, was wir ursprünglich gedacht haben.

Bis 2023 gab es im Anschluss an das Quartierskonzept ein gefördertes Sanierungsmanagement, das die Gemeinde drei Jahre lang bei der Umsetzung der Maßnahmen fachlich begleitete – diese Förderung wurde gestrichen. Bürgermeister Krabbenhöft kritisierte diesen Umstand: „Es fehlt das Sanierungsmanagement. Es kommt nicht das dabei raus, was wir ursprünglich gedacht haben.“ Trotzdem sei die Arbeit nicht umsonst gewesen: „Das gesammelte Datenmaterial kann die Gemeinde nutzen, um die Dinge weiterzuentwickeln.“

Daten der Quartierskonzepte fließen in die kommunale Wärmeplanung ein

Catriona Lenk von Klimaschutzagentur des Kreises bekräftigte seine Aussagen: „Mit den Quartierskonzepten hat die Gemeinde eine kostengünstige Analyse bekommen, die gut für die kommunale Wärmeplanung genutzt werden kann.“ (Hintergrund: Im März 2025 ist das Energiewende- und Klimaschutzgesetz Schleswig-Holstein in Kraft getreten. Es setzt das Bundesgesetz zur kommunalen Wärmeplanung um. Bis 2028 muss die Gemeinde Lindau diese Planung vorlegt haben.)

Abschlusspräsentation energetische Quartierskonzepte für Revensdorf und Großkönigsförde
Bürgermeister Jens Krabbenhöft (r.) begrüßte Tobias Baus vom Unternehmen Energielenker Projects GmbH. Er stellte die fertigen Quartierskonzepte für die Ortsteile Revensdorf und Großkönigsförde vor.


Schwerpunkte der Präsentation: Wärmeversorgung und Gebäudesanierung

Der Fokus in der Abschlusspräsentation lag auf den beiden Themen Wärmeversorgung und Gebäudesanierung. In beiden Konzepten sind klare Aussagen in Bezug auf die Idee der Wärmenetze für beide Ortsteile zu finden. Die Berechnungen des Planungsbüros ergaben, dass ein Wärmenetz sowohl für Großkönigsförde als auch für Revensdorf nicht infrage kommt.

 Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Aufbau/Betrieb eines Wärmenetzes in Revensdorf derzeit nicht zu empfehlen.

Das Ergebnis ist besonders für die Revensdorfer Haushalte interessant, da die Idee eines Wärmenetzes für Revensdorf lange im Raum stand und auch öffentlich diskutiert wurde. Man habe viele Simulationen und Berechnungen durchgeführt, erklärte Tobias Baus. Das Ergebnis: „Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Aufbau/Betrieb eines Wärmenetzes derzeit nicht zu empfehlen.“ Es sei einfach zu teuer.

Die Folge: Es wird eine dezentrale Wärmeversorgung geben

Was bedeutet das für Bürgerinnen und Bürger bzw. für die einzelnen Haushalte? „Es wird eine dezentrale Wärmeversorgung geben“, erklärte Gesche Felgentreff, Klimaschutzmanagerin des Amtes Dänischer Wohld. Im Klartext heißt das, dass jede/r Einzelne sich selbst um die Wärmeversorgung für das eigene Haus kümmern muss.

Es ist sehr bedauerlich: Wir haben eine tolle Energiequelle, aber wir können sie nicht nutzen.

Bürgermeister Krabbenhöft bedauerte die Entwicklung bzw. das negative Ergebnis in Bezug auf das Wärmenetz für eine Wärmeversorgung, besonders im Hinblick auf die vorhandene Biogasanlage im benachbarten Ortsteil Lindau: „Es ist sehr bedauerlich: Wir haben eine tolle Energiequelle, aber wir können sie nicht nutzen.“

Gesetzliche Vorschrift für Bestandsgebäude

Welche Möglichkeiten gibt es für die Bürgerinnen und Bürger, ihre Häuser gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu heizen? Das GEG sieht vor, dass neue Heizungen in Bestandsgebäuden zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.

Diese Möglichkeiten für klimaneutrale Heizungen gibt es:

In den Konzepten werden Vorschläge gemacht: Einbau einer Wärmepumpe (Kosten unter Berücksichtigung von Anschaffung, Betrieb und Wartung: zirka 15 bis 18 Cent pro Kilowattstunde/kWh), Biomasseheizung (Kosten: zirka 15 bis 18 Cent pro kWh), Hybridheizung (Kosten: zirka 19 bis 22 Cent pro kWh) und Erd-Wärmepumpe (Kosten: zirka 18 bis 21 Cent pro kWh).

Hoher Wärmeverlust bei älteren Häusern

Bei älteren Häusern, sogenannten Bestandsimmobilien, gibt es oft einen hohen Wärmeverlust, weil das Dach, die Außenwände, Fenster oder die Türen veraltet sind. Um Kenntnisse über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen und über die optimale Heizungsart für die eigene Immobilie zu bekommen, sollte jede/r Hausbesitzer/in sich an einen Energieberater wenden.

Individueller Sanierungsfahrplan

Der Experte erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan und kennt die Fördermöglichkeiten, die die Bundesförderung für effiziente Gebäude bietet. Die Kosten für einen Energieberater liegen zwischen 1500 und 3000 Euro. Auch dafür gibt es Förderungen – maximal 650 Euro bei Ein- oder Zweifamilienhäusern.

Vorschlag: übers Amt einen Energieberater zu engagieren

Aufgrund der schwierigen Thematik gebe es bei einigen Hausbesitzern verständlicherweise eine große Hemmschwelle, so der Lindauer Gemeindevertreter Arno Gravert (CDU), der im Ortsteil Lindau ein Wärmenetz für einige Haushalte betreibt. Gravert schlug vor, übers Amt einen Energieberater zu engagieren, der auf Anfrage zu den Menschen nach Hause kommt und sie berät. Bürgermeister Krabbenhöft unterstützte diesen Vorschlag: „Die Bereitschaft in der Gemeinde, klimaneutral zu heizen, ist groß. Wir müssen Wege finden, das umzusetzen.“

Amt plant im Herbst einen Vortrag

Um den Bürgerinnen und Bürgern im gesamten Amtsbereich einen Überblick über das komplexe Thema Wärmeversorgung nach GEG (Gebäudesanierung, Heizungstausch, gesetzliche Vorgaben, Kosten) und über die verschiedenen Fördermöglichkeiten zu geben, plant das Amt Dänischer Wohld im Herbst einen Vortrag mit einem Experten der Verbraucherberatung unter der Überschrift „Was kann ich für mein Eigenheim tun?“

Hier gibt es Informationen:

Wer sich im Vorfeld informieren möchte, findet unter den folgenden Adressen Ansprechpartner: www.energie-effizienz-experten.de; https://verbraucherzentrale-energieberatung.de; https://mein-dach-kann-mehr.de/rd-eck/