
Gemeindevertretung Schinkel / Notfallinfopunkt in der Gemeinde / Nachbesetzung im Schulverband Schinkel-Neuwittenbek / gute Prognose für die Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal / Fledermausturm / Regionalpläne der Landesplanung – Widerstand gegen Grünzug bleibt / 18. Juni 2026
Maike Niggeman gibt ihr Mandat im Schulverband Schinkel-Neuwittenbek zurück und zieht eine positive Bilanz: Der Fortbestand der Grundschule ist gesichert
Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU) begrüßte die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter in „De Möhl“ am 11. Juni 2026 zur letzten Sitzung vor der Sommerpause. Im Rahmen der Sitzung gab Maike Niggemann ihren Rücktritt als Mitglied im Schulverband Schinkel-Neuwittenbek zum 31. Juli 2026 bekannt. Damit gibt sie auch das Amt der Schulverbandsvorsteherin ab. Als neues Mitglied der Gemeinde Schinkel im Schulverband wurde Gesine Behrens-Zastrow (bürgerliches Mitglied / ÖIS) gewählt. Die Neubesetzung des Amtes des/der Schulverbandsvorstehers/in erfolgt im Schulverband.
17 Jahre saß Maike Niggemann für die Gemeinde Schinkel im Schulverband Schinkel-Neuwittenbek – sechs Jahre davon hatte sie als Verbandsvorsteherin die Leitung in den Händen. Damit soll jetzt Schluss sein: Auf der Sitzung erklärte Maike Niggemann ihren Rücktritt zum 31. Juli, nicht ohne einen Abschlussbericht zu geben.
Die Kuh ist vom Eis.
„Die Schule ist eine wichtige Schnittstelle für das Dorf, die Eltern und alle Einwohner“, sagte Maike Niggemann. Deshalb sei sie umso glücklicher, weil es jetzt für die Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal mit ihren beiden Standorten Schinkel und Neuwittenbek vonseiten des Schulrats eine gute Prognose gebe: „Die Kuh ist vom Eis.“ Mit über 80 Kindern sei der Fortbestand der Schule gesichert. In ihrem letzten Gespräch mit dem Schulrat habe er ihr versichert, so Maike Niggemann, dass er sich in Bezug auf die Lehrerstellen um langfristige Verträge bemühen werde.
Es herrscht eine Aufbruchsstimmung.
„Es herrscht eine Aufbruchsstimmung“, freute sich die scheidende Schulverbandsvorsteherin. Dazu gehöre auch die Bereitschaft der Schule, ein neue Lernstruktur, das jahrgangsübergreifende Lernen, auszuprobieren. „Das alles hört sich gut an“, zog Maike Niggemann Bilanz.
Du hast mit Herzblut für die Schule gearbeitet und nie eine Konfrontation gescheut.
Bevor ein neues Mitglied für den Schulverband gewählt wurde, bedankte sich die Bürgermeisterin für das ehrenamtliche Engagement von Maike Niggemann: „Du hast mit Herzblut für die Schule gearbeitet und nie eine Konfrontation gescheut“, sagte Sandra Möller. Gerade in den vergangenen Jahren habe die Schule eine äußerst schwierige Entwicklung durchgemacht – aber Maike Niggemann habe in ihrer Rolle als Schulverbandsvorsteherin immer für die Schule gekämpft.
Neues Mitglied im Schulverband ist Gesine Behrens-Zastrow
Als neues Mitglied in der Schulverbandsversammlung wählte die Gemeindevertretung Gesine Behrens-Zastrow (bürgerliches Mitglied / ÖIS). Die Neubesetzung des Amts des/der Schulverbandsvorstehers/in erfolgt in der Schulverbandsversammlung.
Die alte „Betreute Grundschule“ gibt es ab dem 1. August nicht mehr
Am 1. August 2026 startet der neue Offene Ganztag in der Grundschule. Dadurch fällt die Grundlage für das bisherige Betreuungsangebot weg – damit hat auch die Satzung für die Betreute Grundschule keine Gültigkeit mehr. Auch wenn die Klassen zwei bis vier im Vergleich zu den Erstklässlern keinen Rechtsanspruch auf den Offenen Ganztag haben, gilt auch für diese Kinder der Offene Ganztag.
Warum eine Kooperationsvereinbarung zwischen Gemeinde und Schulverband notwendig ist
Für die Betreuung der Kinder im Offenen Ganztag möchte der Schulverband das bekannte und bewährte Personal aus der bisherigen Betreuten Grundschule gewinnen. Da die Mitarbeiterinnen bei der Gemeinde Schinkel angestellt sind, ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen Schulverband und Gemeinde erforderlich. Die Gemeindevertretung erteilte der Bürgermeisterin die Vollmacht, die Kooperationsvereinbarung zur Durchführung der Offenen Ganztagsbetreuung (7 Uhr bis 15 Uhr) zu unterzeichnen und die noch fehlenden Parameter zu ergänzen. Die Verlässliche Grundschule in Schinkel findet für die Eingangsphase: Klasse 1 und 2 von 8.35 Uhr bis 12.35 Uhr, für die 3. und 4. Klasse von 7.35 Uhr bis 12.35 Uhr und an einem Tag in der Woche bis 13:20 Uhr statt.

Notfallinfopunkte auf kommunaler Ebene
Die veränderte weltpolitische Lage erfordert eine verstärkte Wachsamkeit und Vorsorge auf kommunaler Ebene. Die Untere Katastrophenschutzbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde hat ein Konzept für die Einrichtung von Notfallinfopunkten auf kommunaler Ebene erstellt. Mit dem Ziel, in jeder Gemeinde eine zentrale und erreichbare Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, um im Krisenfall – das kann zum Beispiel ein flächendeckender Stromausfall sein – Informationen weitergeben und Notrufe absetzen zu können.
Gebäude der Grundschule als Notfallinfopunkt
Die Einrichtung eines Notfallinfopunktes ist eine freiwillige Entscheidung der Gemeinde. Das Gebäude der Grundschule soll laut Beschluss der Schinkeler Gemeindevertretung als Notfallinfopunkt ausgewiesen werden. Die Vewaltung wurde beauftragt, die notwendige Ausstattung für die Ausbaustufe „Mindestanforderungen“ zu beschaffen.
Zunächst werden die Mindestanforderungen erfüllt
Das sind die „Mindestanforderungen“: Benennung des Standorts, Sicherung der Notruf-Möglichkeit/Weitergabe von Informationen. Dafür soll der Gemeinde ein Digitalfunkgerät vom Kreis kostenfrei (aus Landesmitteln) zur Verfügung gestellt werden. Für die Einrichtung in dem Gebäude der Grundschule werden eine Beschilderung, Schreibmaterialien, ein Schwarzes Brett, eine Akkubeleuchtung und ein Kurbelradio angeschafft. Die Kosten belaufen sich auf rund 450 Euro. Zusätzlich soll eine behindertengerechte Ausstattung der Lehrertoilette erfolgen.
Schinkel hat jetzt einen Fledermausturm
Ein sechs Meter hoher Turm mit Fledermausbehausungen steht seit einigen Tagen auf dem Gelände der Klärteiche. Zweck des Turms ist es, die Population der verschiedenen Fledermausarten nachhaltig zu fördern. Die Kosten in Höhe von 7800 Euro werden durch eine Förderrichtlinie des Kreises zur Verwendung von Ersatzleistungen für die Durchführung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege komplett gedeckt. Den Anstoß für den Fledermausturm gab im November 2025 Corinna Strake (ÖIS).

Dauerbrenner Grünzug in den Entwürfen des Regionalplans der Landesplanung
Die Thematik wiederholt sich, der Standpunkt der Landesplanung auch – aber die Schinkeler Gemeindevertretung lehnt diesen weiterhin ab: Die Rede ist von den 3. Entwürfen der Landesverordnungen über die Regionalpläne für die Planungsräume I, II und III in Schleswig-Holstein – Schinkel liegt wie der gesamte Kreis Rendsburg-Eckernförde im Planungsraum II. Der Knackpunkt: Trotz der Stellungnahme der Gemeinde zu den ersten beiden Entwürfen enthält auch der dritte Entwurf einen Grünzug, der das gesamte Gebiet der Gemeinde Schinkel umfasst.
Durch den Grünzug sind wir komplett beschnitten. Die Entwicklung der Gemeinde ist durch den Grünzug stark eingeschränkt.
„Durch den Grünzug sind wir komplett beschnitten“, sagte Bauausschussvorsitzender Markus Gravert (CDU), „die Entwicklung der Gemeinde ist durch den Grünzug stark eingeschränkt.“ Er könne nicht verstehen, warum die ganze Gemeinde vom Grünzug betroffen sei. Statt den 3. Entwurf nur zur Kenntnis zu nehmen, stimmte die Gemeindevertretung mehrheitlich dafür, erneut eine Stellungnahme abzugeben – auch, wenn es vergeblich sein sollte, weil die Landesplanung sich im Grunde schon festgelegt habe.
Geldregen aus dem Sondervermögen des Bundes
Die Gemeinde Schinkel kann auf einen Geldregen hoffen. Aus dem Anteil des Landes Schleswig-Holstein am Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ steht der Gemeinde nach dem Verteilungsschlüssel die Summe von 463.160,48 Euro zu. Über den Verwendungszweck kann die Gemeinde frei entscheiden. Geregelt wird das im Gesetz zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen von Ländern und Kommunen (Paragraf 2 Absatz 2 LuKIFG).
Neubau des Feuerwehrgerätehauses
Bis zum 31.Dezember 2036 müssen die Maßnahmen beantragt, bis Ende 2042 umgesetzt sein. Die Verwaltung rät der Gemeinde, die Mittel innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden. Die Gemeindevertretung beschloss, die Mittel für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses zu verwenden. Sie behält sich vor, erneut über den Vorschlag der Verwaltung, einen Anteil des Sondervermögens dem Schulverband Gettorf und Umgegend für den Bau einer neuen Sporthalle zur Verfügung zu stellen, zu beraten.
Attraktive Arbeitsbedingungen
Die Gemeinde befürwortet weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen für neue und bereits eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde. So gibt es Benefits in Form eines monatliches Zuschusses von 30 Euro für den Kauf eines Fahrrads/E-Bikes, das Jobticket, einen Tankgutschein oder die GivveCard. Die Förderung wurde unbefristet beschlossen. Die jährlichen Ausgaben für diesen Haushaltstitel belaufen sich auf rund 4000 Euro jährlich. Eine Wiedervorlage soll bei einer Änderung in den anderen sieben amtsangehörigen Gemeinden erfolgen.

Schinkel / Jubiläum 150 Jahre selbstständige politische Gemeinde / Fotos vom Dorffest und von der Party am 30. Mai / Amerikanische Versteigerung / Live-Musik / 31. Mai 2026
Bunt, fröhlich, musikalisch und eine weltweit einzigartige Rarität – das Dorffest setzt einen glänzenden Schlusspunkt unter ein tolles Festwochenende
Am 29./30. Mai 2026 feierte Schinkel ein besonderes Jubiläum: 150 Jahre selbstständige politische Gemeinde. Für die beiden Festtage hatte der Festausschuss unter der Leitung von Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU) ein Programm auf die Beine gestellt, das für jeden kleinen und großen Einwohner und jede Einwohnerin sowie die Gäste etwas bereithielt. Den Auftakt machte am Freitagabend der Festkommers mit der anschließenden Theateraufführung der DRK-Theatergruppe (Bericht siehe unten).
Am Samstagnachmittag folgte das „Dorffest für alle“ auf dem Sportplatz, der sich in eine fröhliche Fest- und Spielwiese für die Kinder verwandelte. Am Abend hieß es Partytime mit den Live-Bands „Strawberry Dust“ und „Emelie & Friends“. Zwischen den beiden Auftritten gab es etwas Besonderes: eine Amerikanische Versteigerung der weltweit einzigen Flasche Jubiläumssekt der Gemeinde Schinkel. Wer dachte, die Schinkelerinnen und Schinkeler würden die Kunst des Bietens nicht beherrschen, wurde am Samstag eines Besseren belehrt.
Das Etikett auf der Magnumflasche sagt alles: 1876 – 2026: 150 Jahre Schinkel. Bürgermeisterin Sandra Möller hatte den „echten“ Schinkeler Sekt besorgt, ihr zweiter Stellvertreter Markus Schack (SPD) fand am Samstagabend seine Spezialaufgabe als Auktionator der Amerikanischen Versteigerung, zu der er alle Anwesenden, Kinder und Erwachsene, einlud. Auf der Bühne stehend pries er die Magnumflasche gekonnt an.

Bieten im Sekundentakt
Die Rolle der Assistentin, die das Geld einsammelte, übernahm kurzerhand Gemeindevertreterin Andrea Schmidt (CDU). Nach anfänglichem Zögern der Anwesenden hatte sie im Laufe des Bieterverfahrens echt viel zu tun: Die Leute überboten sich im Sekundentakt.

Bei 239 Euro war Schluss
Wer annahm, bei 150 Euro analog zum 150-jährigen Jubiläum sei Schluss, irrte sich gewaltig. Bei der Summe von 239 Euro beendete Markus Schack die Versteigerung. Glücklicher Gewinner dieser weltweit einzig existierenden Flasche ist Christof Martin aus Schinkel. Das Geld kommt dem Förderverein der Grundschule Nord-Ostsee-Kanal, Standort Schinkel, zugute.

Musikalische Eröffnung mit dem „Bunten Chor“
Wie beim Festkommers wurde auch der zweite Festtag musikalisch durch den „Bunten Chor“ eröffnet, bevor Bürgermeisterin Möller den offiziellen Startschuss für das „Dorffest für alle“ gab. „Ich freue mich heute auf viele lachende Gesichter. Lasst uns gemeinsam feiern.“ Dann bedankte sie sich herzlich bei allen, die sich in irgendeiner Form bei der Vorbereitung und für die Gestaltung der zweitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten engagiert haben.
Breites Spiel- und Bewegungsangebot für Kinder und Jugendliche
Mobiler Kletterturm, Hüpfburgen, viele Kinderspiele, Kinderschminken, Märchen für Klein und Groß, Löschen mit der Feuerwehr oder Theater mit Jugendlichen – für die jüngsten und jungen Besucher wurde auf der Festwiese viel geboten zum Spielen, Toben und Zuhören.
Oldtimer-Trecker und Schinkeler Geschichte für die Erwachsenen
Wer es ruhiger mochte, schaute sich die vielen Trecker des Oldtimer Clubs Dänischer Wohld e. V., die auf der Festwiese zur Besichtigung standen. Um die Historie von Schinkel, die Kirche samt Friedhof, den Sport sowie Karten und Daten von Schinkel ging es in dem ehemaligen Jugendraum in der Mehrzweckhalle. Auf einem blauen Sofa lud Pastorin Andrea Noffke zu Gesprächen über Gott und die Welt ein.
Niemand musste verhungern oder verdursten
Es gab also für die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher viel zu sehen und zu entdecken. Das machte hungrig und durstig. Aber auch dafür hatte der Festausschuss mit einem Grillstand, einem Fischbrötchenstand, Crêpes, Kuchen und Eis sowie Getränken aller Art bestens vorgesorgt.













Sie sahen Fotos, auf denen die unterschiedlichsten Aktionen und Momente des Dorffestes und der Partytime (zweiter Festtag) eingefangen sind.

Schinkel / Jubiläum: 150 Jahre politisch selbstständige Gemeinde / Festkommers und Theateraufführung in der Hans-Görschen-Halle / Verleihung des Ehrenamtspreises der Gemeinde 2026 / Der "Bunte Chor" / 30. Mai 2026
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): „In Schinkel gibt es eine Lebendigkeit, von der sich viele eine Scheibe abschneiden können“
Schinkel feierte an dem Wochenende 29./30. Mai 2026 einen besonderen Geburtstag: Vor 150 Jahren wurde die Gemeinde in die politische Selbstständigkeit entlassen – das war für Schinkel der Beginn der kommunalen Selbstverwaltung. Zwei Tage lang wurde das historische Ereignis gebührend gefeiert.
Den Auftakt machte am Freitagabend der Festkommers in der Mehrzweckhalle. Für diese Veranstaltung hatten Mitglieder des DRK-Ortsvereins die Halle festlich geschmückt. Die geladenen Gäste fanden nicht nur liebevoll geschmückte Tische vor, sondern auch eine echte Rarität: Extra zum Jubiläum hatte die Kornkraft Vollkornbäckerei ein Jubiläumsbrot gebacken – jeder Gast durfte eine Probe des Emmer-Haferbrots mit nach Hause nehmen.
So auch Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Kreispräsidentin Sabine Mues (CDU), Amtsvorsteher Jens Krabbenhhöft (CDU) und Amtsdirektor Matthias Meins, die Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU) herzlich begrüßte. Der Einladung gefolgt waren auch die Bürgermeister bzw. Stellvertreter der sieben weiteren Amtsgemeinden.
Selbstverständlich begrüßte die Bürgermeisterin auch die Ehrenbürgermeisterin Sabine Axmann-Bruckmüller und den Ehrenwehrführer Detlef Hartmann sowie die Pastorin Andrea Noffke.
Und dann gab es am Freitagabend noch eine echte Überraschung – jedenfalls für den DRK-Ortsverein bzw. seine Theatergruppe. Bürgermeisterin Möller zeichnete die Theatergruppe im Namen der Gemeindevertretung mit dem Ehrenamtspreis 2026 aus.
Bevor der offizielle Teil mit den Festreden begann, stimmte der „Bunte Chor“ unter der Leitung von Maike Jessen alle Anwesenden auf den Abend ein. Mit Liedern wie „Wir sind Dorfkinder“ drückten die Kinder ihre Zugehörigkeit zu Schinkel aus. Mitsingen war ausdrücklich erwünscht – und so manche Zuhörerinnen und so mancher Zuhörer folgte der Aufforderung. Und dann gratulierten die jungen Sängerinnen und Sänger ihrer „Dorfchefin“ zum Jubiläum, indem sie Sandra Möller viele Blumen einzeln überreichten. Auf diese Weise hielt sie nach wenigen Minuten einen großen Strauß bunter Wiesenblumen im Arm.

Heimatliebe, Gemeinschaft, Stolz, Dankbarkeit und Zuversicht – in ihrer Festrede gab die Bürgermeisterin ein klares Bekenntnis zu Schinkel ab: „Ich habe es im Leben nicht weit gebracht – nur von Neuwittenbek nach Schinkel. Aber ganz ehrlich: Mehr braucht man auch nicht. Ich bin auf jeden Fall sehr gern hier – und ich bin dankbar und stolz, heute als Bürgermeisterin vor Euch zu stehen.“
„Und wir übernehmen Verantwortung für das, was ein Dorf ausmacht: Dass man sich kennt. Dass man sich hilft. Und dass man füreinander da ist.“
In ihrer Festrede skizzierte Sandra Möller das, was eine kommunale Selbstverwaltung, was das Leben auf dem Dorf ausmacht: „Selbstverwaltung heißt eben auch: Wir warten nicht nur darauf, dass andere unsere Anliegen erkennen. Wir benennen es selbst, was wichtig ist. Wir setzen Prioritäten. Und wir übernehmen Verantwortung für das, was ein Dorf ausmacht: Dass man sich kennt. Dass man sich hilft. Und dass man füreinander da ist.“

Gemeinschaft neu erleben
Die Jubiläumsfeierlichkeiten seien bestens dafür geeignet, Gemeinschaft neu zu erleben. „Ganz egal, ob Jung oder Alt, schon immer hier oder neu dazugekommen. Und auch ganz egal, ob man politisch eher rot, grün oder schwarz denkt. Heute gilt nur eins: Heute feiern wir Schinkel. Gemeinsam.“
Zuversichtlich in die Zukunft blicken
Für die Bürgermeisterin ist das Jubiläum nicht nur Anlass, in die Vergangenheit zu schauen, sondern es ist auch eine Ermutigung, nach vorn in die Zukunft zu blicken mit „Zuversicht, mit Zusammenhalt und mit dem festen Willen, Schinkel auch in Zukunft gemeinsam zu gestalten.“
Der Ministerpräsident dankt den Kommunen, dankt Schinkel
„Danke, dass es Sie alle miteinander gibt“ – in seinem Grußwort hob Ministerpräsident Daniel Günther die besondere Bedeutung der selbstverwalteten Kommunen sowie ihrer ehrenamtlichen Bürgermeister und Gemeindevertretungen hervor.
„Es sind Orte, wo die Menschen sich zu Hause und sicher fühlen, wo die Bürgermeister noch persönlich ansprechbar sind.“
1104 Gemeinden gibt es in Schleswig-Holstein, teilweise kleine Dörfer, die so wichtig seien für das Zusammenleben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft – so wie Schinkel. „Es sind Orte, wo die Menschen sich zu Hause und sicher fühlen, wo die Bürgermeister noch persönlich ansprechbar sind.“
Ein Versprechen an die Gemeinden
Es sei nachvollziehbar, dass bei den Menschen der Verdruss groß sei, „wenn das Leben vor Ort in vielen Dingen nicht funktioniert. Deswegen ist es wichtig, der Selbstverwaltung finanzielle Mittel in die Hand zu geben, dass das alles in Zukunft möglich ist.“ Er gab das Versprechen ab, sich für mehr finanzielle Mittel für die Kommunen einzusetzen, wies aber darauf hin, dass die Entscheidungen nicht allein in seiner Verantwortung lägen.
Wunsch nach positivem Denken
Gleichzeitig wünschte sich der Ministerpräsident ein Umdenken – weg vom zerstörenden Negativdenken hin zum positiven Denken. Trotz allem müsse man auch sehen, „wie viel Gutes es in unserem Land gibt. Wir leben in einer schönen Region, wo es noch Heimatverbundenheit gibt, und ohne Krieg im Land.“

Rückbesinnung auf Tugenden wie Demut, Respekt und Dankbarkeit
Er vermisse heutzutage teilweise wichtige Grundregeln, die für das Zusammenleben einer Gesellschaft seiner Ansicht aber existenziell seien. Dazu gehörten Demut, Respekt für jeden Menschen, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und die Fähigkeit, danke zu sagen.
„Wir brauchen eine neue Fehlerkultur.“
Zu den Grundregeln gehöre seiner Meinung nach auch eine neue Fehlerkultur. Verantwortliche, zum Beispiel im Ehrenamt als Bürgermeister, würden manchmal falsche Entscheidungen treffen. „Dann wird schnell ein Schuldiger gefunden, auf den alles abgeladen wird. Das muss sich ändern. Wir brauchen eine neue Fehlerkultur.“ Und vor allen Dingen müssten die Entscheidungsträger wie die ehrenamtlichen Bürgermeister mehr Lob und Anerkennung bekommen.
„Es lohnt sich, für eine so schöne Gemeinde wie Schinkel zu arbeiten. Schinkel hat eine Lebendigkeit, von der sich viele eine Scheibe abschneiden können.“
Einiger Mängel oder Probleme zum Trotz ist Ministerpräsident Günther überzeugt: „Es lohnt sich, für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu arbeiten. Es lohnt sich, für eine so schöne Gemeinde wie Schinkel zu arbeiten. Schinkel hat eine Lebendigkeit, von der sich viele eine Scheibe abschneiden können.“

Grußworte der Kreispräsidentin
Im Namen des Kreistages und des Landrats überbrachte Kreispräsidentin Sabine Mues Glückwünsche zum Jubiläum. Sie lobte den Zusammenhalt in der Gemeinde, der sich auch in den vielen Aktionen für die Jubiläumsfeierlichkeiten sowie in kleinen Dingen wie Jubiläumsbrot, Namensschilder auf den Tischen oder in der Tischdekoration (beim Festkommers) widerspiegelten. „Bleiben Sie so, wie Sie sind, damit Schinkel so bleibt, wie es ist.“
„Schinkel gehört zu den achtschönsten Gemeinden im Dänischen Wohld, denn der Dänische Wohld ist die gute Stube des Landes Schleswig-Holstein.“
Für Amtsvorsteher Jens Krabbenhöft, der Glückwünsche vom Amtsausschuss und von der Amtsverwaltung überbrachte, steht eines fest: „Schinkel gehört zu den achtschönsten Gemeinden im Dänischen Wohld, denn der Dänische Wohld ist die gute Stube des Landes Schleswig-Holstein.“ Mit großer Freude gratuliere er Schinkel zu dem tollen Jubiläum.

Glückwünsche der Kirchengemeinde sowie der Vereine und Verbände
Pastorin Andrea Noffke gratulierte im Namen der Kirchengemeinde Gettorf, zu der auch Schinkel (Pfarrbezirk III) gehört. Für die Vereine und Verbände in der Gemeinde überbrachten Ann-Katrin Möller (DRK-Ortsverein), Jens Fraunholz (Freiwillige Feuerwehr) und Christian Prosch (1. FC Schinkel) Glückwünsche.

Ehrenamtspreis 2026 für die DRK-Theatergruppe
Umso überraschter war Ann-Katrin Möller, als die Bürgermeisterin sie erneut nach vorn bat. Im Namen der Gemeindevertretung überreichte Sandra Möller der DRK-Vorsitzenden und Leiterin der DRK-Theatergruppe den Ehrenamtspreis Schinkel 2026. Mit der Auszeichnung würdigt die Gemeinde die Verdienste der DRK-Theatergruppe, die 1980 von 46 Menschen gegründet wurde. „Gemeinschaftssinn, Ehrenamt, Verlässlichkeit – ihr seid das beste Beispiel dafür.“
„Ihr habt über die Jahre Geschichten, Erinnerungen und ein Stück Gemeinschaft geschaffen – und so ist die Theatergruppe ein Stück Schinkel geworden.“
43 Stücke hat die plattdeutsche Theatergruppe bislang auf die Bühne gebracht – am Freitagabend sollte mit dem Einakter „Kaffeeklatsch“ das 44. Stück folgen. „Ihr habt über die Jahre Geschichten, Erinnerungen und ein Stück Gemeinschaft geschaffen – und so ist die Theatergruppe ein Stück Schinkel geworden.“
Freude am Theaterspielen
Bei dem anschließenden Einakter konnten die Festgäste sich von der Spielfreude und der guten Laune der Schauspielerinnen und des Schauspielers überzeugen und hatten selbst viel Spaß an der Aufführung. Als Dank spendeten sie der Theatergruppe, die aktuell 14 Mitglieder hat (Schauspieler, Regie, Techniker, Souffleusen) großen Applaus. Neue Mitglieder sind gerne willkommen.

Programm am Samstag, 30. Mai
Am zweiten Tag der Jubiläumsfeierlichkeiten stand am Samstagnachmittag das Familienfest auf dem Programm. Abends ist mit zwei Live-Bands auf der Bühne Party angesagt.

150 Jahre politisch selbstständige Gemeinde Schinkel / An zwei Tagen soll das Jubiläum gebührend gefeiert werden / Ein vielfältiges Programm für Jung und Alt / Festkommers mit Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) / 19. Mai 2026
Ein Fest für alle mit Theater, Live-Musik, Jubiläumsbrot und Dorffest: Schinkel feiert seinen 150. Geburtstag und lädt am 29./30. Mai alle kleinen und großen Einwohnerinnen und Einwohner zur Jubiläumsfeier ein
1876 wurde die Gemeinde Schinkel gegründet – beruhend auf einem Erlass von Kaiser Wilhelm I. vom 29. März 1876, der im Kreis Eckernförde die Bildung von 24 Landgemeindenbezirken vorsah – darunter auch Schinkel. 150 Jahre später soll dieses Ereignis gebührend gefeiert werden. Die Gemeinde hat für die zweitägige Jubiläumsfeier ein tolles Programm auf die Beine gestellt.
Um die Vorfreude auf die Feierlichkeiten zu steigern, gibt es etwas Besonderes: Ab dem 24. Mai bis zum 30. Mai wird auf der Website der Gemeinde Schinkel täglich eine neue 15-minütige Folge eines Hörspiels unter dem Titel „Wenn unsere Häuser reden könnten“ von Kathrin Fox zu hören sein. Die Adresse der Website lautet: https://www.gemeindeschinkel.de
Eigens zum Jubiläum wird die Schinkeler Kornkraft Vollkornbäckerei ein Jubiläumsbrot anbieten: Das Emmer-Haferbrot wird sowohl mit Hefeteig als auch mit Sauerteig gebacken. Verkauft wird es am 29. und 30. Mai in Schinkel in der Bäckerei sowie in Gettorf, Kiel-Holtenau und Eckernförde auf den jeweiligen Wochenmärkten.
522 Menschen lebten vor 150 Jahren in Schinkel. 150 Jahre später zählt die Gemeinde 1073 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand Februar 2026). Mit ihnen allen samt ihren Verwandten und Freunden will die Gemeinde dieses besondere Jubiläum feiern.
„Überall ist der Eintritt frei. Persönliche Kosten entstehen nur durch Essen und Getränke.“
Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU) und der Festausschuss möchten, dass wirklich jede und jeder an der Party mit Live-Musik im Festzelt und an den zahlreichen Angeboten auf dem Dorffest teilnehmen kann: „Überall ist der Eintritt frei. Persönliche Kosten entstehen nur durch Essen und Getränke“, erklärt die Bürgermeisterin. 25.000 Euro hat die Gemeinde für die Kosten der Jubiläumsfeier eingeplant.
Jubiläumsbrot und Festschrift
„Ich hoffe, es wird ein Fest für alle“, sagt Kerstin Jünke, Mitglied der Gemeindevertretung (SPD). Sie sorgt dafür, dass die Gäste auf dem Festkommers Scheiben des Jubiläumsbrots probieren können. Daniel Karl und Sabine Axmann-Bruckmüller haben federführend die Festschrift zum Jubiläum erstellt. 500 Exemplare wurden gedruckt und im Dorf verteilt.
Wie die Mutter so die Tochter – untrennbar verbunden mit dem DRK
Bereits ihre Mutter Rosmarie Möller hat sich als DRK-Ortsvereinsvorsitzende an der Feier zum 125-jährigen Jubiläum der Gemeinde beteiligt. Da ist es für Tochter und DRK-Vorsitzende Ann-Katrin Möller 25 Jahre später eine Selbstverständlichkeit, dass der DRK-Ortsverein sich bei der Feier zum 150-jährigen Jubiläum engagiert. So sorgt das DRK für die Dekoration der Halle und übernimmt den Service beim Festkommers, für den eine Einladungskarte erforderlich ist. Am Samstag verkaufen die DRK-Mitglieder Eis. Außerdem bringt die Theatergruppe des DRK einen „Kaffeeklatsch“ auf die Bühne, zu dem jede/r herzlich eingeladen ist.
„Wir wollen, dass es ein Fest für alle ist und freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher.“
„Wir wollen, dass es ein Fest für alle ist und freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher“, erklärt Bürgermeisterin Möller und dankt allen, die sich in irgendeiner Form an der Organisation bzw. Durchführung der Jubiläumsfeierlichkeiten beteiligt haben oder noch beteiligen werden.
Das Programm am Freitag, 29. Mai:
17 Uhr: Offizieller Teil: Festkommers – nur mit Einladungskarte – in der Halle. Festrede der Bürgermeisterin, Grußworte, u. a. von Ministerpräsident Daniel Günther, Verleihung der Ehrenamtsnadel der Gemeinde
20 Uhr: Theater in der Halle für alle Schinkelerinnen und Schinkeler: Die DRK-Theatergruppe spielt „Kaffeeklatsch“. Einlass ab 19.30 Uhr / 19.45 Uhr (freier Eintritt)
19.30 Uhr: Fest für alle im Zelt (freier Eintritt): Musik mit DJ Thommy, Verpflegung mit Grillgut vom Schwenkgrill, Fischbrötchen, Pommes und Getränken
Das Programm am Samstag, 30. Mai:
14 bis 18 Uhr: Dorffest für alle auf dem Festgelände / Sportplatz (freier Eintritt): Eröffnung um 14 Uhr durch die Bürgermeisterin. Das Angebot: Mobile Kletterwand; Hüpfburgen; Oldtimer Club Dänischer Wohld e. V.; Kinderspiele des Fördervereins Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal, Standort Schinkel; Kinderschminken; Merchandise-Stand in der Halle; Vorstellung der Feuerwehr; Volleyball und Boule; Blaues Sofa der Kirche: Gespräche über Gott und die Welt mit Pastorin Andrea Noffke
14.30 Uhr / 15.30 Uhr / 16.30 Uhr: „Himmel und Erde und Mee(h)r“ für Klein und Groß (jeweils 15 Minuten)
14.15 Uhr bis 17 Uhr: Austausch zur Schinkeler Geschichte im ehemaligen Jugendraum mit Uwe von Ahlften: 14.15 Uhr bis 14.45 Uhr: 715 Jahre Ortschaft Schinkel; 15 Uhr bis 15.30 Uhr: Kirche und Friedhof in Schinkel; 15.45 Uhr bis 16.15 Uhr: Sport in Schinkel; 16.30 Uhr bis 17 Uhr: Karten, Ansichten und Daten zu Schinkel
16 Uhr Bühne: Jugendliche machen Theater und Auftritt „Bunter Chor“
Verpflegung: Eisverkauf, Grillgut vom Schwenkgrill, Fischbrötchen, Pommes und Getränke, Crêpes und Zuckerwatte, Café zugunsten eines neuen Spielgeräts für die Kita
Abendprogramm mit Live-Musik:
19 Uhr bis 21 Uhr: Band „Strawberry Dust“
Amerikanische Versteigerung zugunsten des Fördervereins der Grundschule, Standort Schinkel
21 Uhr bis 1 Uhr: Band „Emelie & Friends“ – breites Musikrepertoire der Kieler Band mit mehrstimmigem Gesang von bekannten Oldies über Neue Deutsche Welle bis zu aktuellen Popsongs und eigenen Songs in deutscher und englischer Sprache

Gemeindevertretung Schinkel / Geh- und Radweg an der Hauptstraße / Neubau Feuerwehrgerätehaus / Kunst am Trafohäuschen / 8. April 2026
Geh- und Radweg innerhalb der Ortsdurchfahrt: Die Gemeinde Schinkel lehnt eine Übernahme der Straßenbaulast ab
In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung, zu der Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU) die Mitglieder des Gremiums in der Schinkler Möhl begrüßte, war eines der Themen auf der Tagesordnung der Geh- und Radweg an der Hauptstraße auf der Seite der Grundschule. Konkret: Es ging um einen Vorentwurf eines Vertrages des Kreises Rendsburg-Eckernförde, der die Straßenbaulast an die Gemeinde übertragen möchte.
Themen waren u. a. auch das weitere Vorgehen in Bezug auf das Projekt „Neubau des Feuerwehrgerätehauses“, Kunst am Trafohäuschen und die Neufassung der Satzung über die Benutzung der gemeindlichen Liegenschaften.
Bei der Hauptstraße bzw. der Ortsdurchfahrt Schinkel handelt es sich um die Kreisstraße 92, die der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) im Auftrag des Kreises im nächsten Jahr sanieren soll (von Großkönigsförde bis Landwehr). Vor Beginn der Maßnahme möchte der Kreis die Straßenbaulast für den kombinierten Geh- und Radweg innerorts in Schinkel an die Gemeinde übertragen. Betroffen ist die Strecke von der Einmündung Rabenhorster Weg bis zur Einmündung des Köhlenredders.
„In Zeiten leerer Kassen einen völlig intakten Gehweg aufzureißen und neu zu machen, ist absolut unverständlich.“
Die rund 800 Meter lange Strecke wurde Anfang der 2000er-Jahre gebaut, ist teilweise rot gepflastert und weist keine Mängel oder Schäden auf. Seit jeher erfolgt die Pflege des Gehweges inklusive des Winterdienstes durch die Gemeinde. Da die Gemeindevertretung keine Vorteile in der Übernahme der Straßenbaulast sieht, lehnte sie der Zustimmung zum Vorvertragsentwurf einstimmig ab. Bürgermeisterin Möller fand deutliche Worte: „In Zeiten leerer Kassen einen völlig intakten Gehweg neu zu machen, ist absolut unverständlich.“
Was bedeutet Straßenbaulast?
(Was bedeutet die Übernahme einer Straßenbaulast? Der Träger der Straßenbaulast ist für den Betrieb, die Instandhaltung und Verkehrssicherung einer Straße oder in diesem Fall eines Geh- und Radweges rechtlich verantwortlich. Das heißt, dass der Träger auch die Kosten zum Beispiel im Fall einer Sanierung trägt.)

Neubau Feuerwehrgerätehaus – Erster Planungsentwurf war viel zu teuer
Die Freiwillige Feuerwehr Schinkel benötigt ein neues Feuerwehrgerätehaus, da das bestehende nicht mehr die Anforderungen der Feuerwehrunfallkasse erfüllt. Seit geraumer Zeit laufen die Planungen. Ein Entwurf für ein neues Feuerwehrgerätehaus mit einem Schulungsraum für 80 Personen, der zugleich als Dorfgemeinschaftsraum dienen soll, liegt bereits vor. Kostenpunkt: 3,6 Millionen Euro. Für den Dorfgemeinschaftsraum würde es eine Förderung aus den GAK-Mitteln (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes) in Höhe von 600.000 Euro geben – für das Feuerwehrgerätehaus nichts. Trotzdem ist diese Summe für die Gemeinde nicht zu finanzieren, deswegen wurde das Planungsbüro gebeten, einen neuen, weitaus günstigeren Entwurf zu erarbeiten.
Zweiter Planungsentwurf – immer noch zu teuer
Mit dem Ergebnis zeigte sich die Gemeindevertretung nicht zufrieden. Nach Ansicht des Gremiums haben die Planer nicht wie gewünscht andere Bauformen oder vorgefertigte Modulteile eingebunden, um die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren.
„Wir können uns das nicht leisten. Ansonsten haben wir keinen finanziellen Handlungsspielraum mehr für die Zukunft.“
Mit 2,8 Millionen Euro liegen die Kosten zwar niedriger, sind aber immer noch zu hoch. „Wir können uns das nicht leisten. Ansonsten haben wir keinen finanziellen Handlungsspielraum mehr für die Zukunft“, hieß es übereinstimmend im Gremium.
Der Schulungsraum für die Feuerwehr soll in der Planung bleiben
Das Planungsbüro wird gebeten, sich nochmals Gedanken über die Reduzierung der Kosten zu machen und möglichst eine veränderte Form des Baukörpers zu präsentieren, ohne auf einen Schulungsraum für rund 80 Personen zu verzichten. Der Aussage von Markus Gravert, „aus Feuerwehrsicht ist ein Schulungsraum existenziell wichtig“, stimmten alle zu.
Die Finanzierbarkeit ist das entscheidende Argument
Die Beratung über diesen neuen Entwurf soll in der nächsten Sitzung des Bauausschusses erfolgen. Sollte der neue Entwurf das Ziel der deutlichen Kostenreduzierung nicht erreichen, wird die Verwaltung gebeten, dem Planungsbüro mitzuteilen, dass der Planungsauftrag aufgrund einer fehlenden Finanzierbarkeit nicht fortgesetzt werden könne.

Trafohäuschen wird verschönert
Kostenlose Graffitikunst am Trafohäuschen – das ist mit der SH Netz AG möglich. Die Gemeinde hat sich mit dem Trafohäuschen an der Bushaltestelle (Hauptstraße/Meiereikoppel) bei der SH Netz AG für die Kunstaktion beworben. Eine Kommission, bestehend aus je einem Mitglied der drei Fraktionen, hat mittlerweile drei Vorschläge erarbeitet, wie das Trafohäuschen verschönert werden könnte. Ein Motiv, das den Nord-Ostsee-Kanal und die Landschaft einbindet, fand die meiste Zustimmung und wurde bereits an die SH Netz AG gesendet. Für die Gemeinde entstehen keine Kosten.
Mehrzweckhalle in Schinkel kann ab sofort gemietet werden – von allen Bürgerinnen und Bürgern des Amtsbereichs
Bürgerinnen und Bürger, die in den Gemeinden des Amtes Dänischer Wohld leben, können ab sofort die Mehrzweckhalle in Schinkel mieten. Die Miete beträgt 20 Euro pro Stunde. Entsprechend wird die Satzung über die Benutzung der gemeindlichen Liegenschaften ergänzt – die Gemeindevertretung stimmte der Neufassung der Satzung zu.
Miete des Mehrzweckraums in der Möhl
Der Mehrzweckraum in der Möhl steht auch den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Schinkel zur Verfügung. Besprechungen oder Zusammenkünfte, die dem Wohl der Gemeinde und im Rahmen eines Ehrenamtes stattfinden, sind kostenfrei. Ansonsten heißt es in der Satzung: „Der Stundensatz für jede Buchung mit Gewinnerzielungsabsicht wird auf 20 Euro festgesetzt.“
Bürgermeisterin kritisiert neues Vertretungskonzept der Grundschule
In ihrem Bericht sprach die Bürgermeisterin eine Entscheidung des Schulverbands Schinkel-Neuwittenbek an. Die Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal verfügt über zwei Schulstandorte, jeweils einen in Schinkel und in Neuwittenbek. Konkret ging es um das neue Vertretungskonzept der Grundschule, das bei Notfällen an maximal zehn Tagen greifen soll.
Das Konzept in Kürze
Um im Krankheitsfall einer Lehrkraft Unterrichtsausfälle zu vermeiden und den Eltern eine verlässliche Schule zu gewährleisten, sieht das Konzept vor, dass die Schülerinnen und Schüler des Standorts Schinkel in Begleitung mit dem ÖPNV nach Neuwittenbek fahren, um dort gemeinsam mit den Neuwittenbeker Schülerinnen und Schülern unterrichtet zu werden.
„Ich finde den Ablauf sehr schlecht. Ich hätte mir gewünscht, dass der Schulverband noch einmal drüber schaut.“
„Ich finde den Ablauf sehr schlecht“, so die Bürgermeisterin, „ich hätte mir gewünscht, dass der Schulverband noch einmal drüber schaut.“ Außerdem hätte sie eine Vorabinformation begrüßt. Kritisch sieht die Bürgermeisterin das Konzept in Bezug auf die Mitarbeiterinnen der Betreuten Grundschule, die die Kinder auf der Busfahrt begleiten sollen.

Die Mitarbeiterinnen stehen im Dienst der Gemeinde, ihr Dienstort ist Schinkel. Sie müssten wieder zurück nach Schinkel gebracht werden – auf Kosten des Schulverbands. Die Verwaltung wurde gebeten zu prüfen, inwieweit Beschlüsse der Schulverbandsversammlung die Beschäftigten der Gemeinden zur Arbeitsleistung binden können.
„Ich glaube, wir haben die Tür wieder geöffnet – das ist sehr unglücklich.“
Nach Ansicht von Sandra Möller ist das Konzept „nicht ausgegoren“. Sie fürchtet eine erneute Standortdiskussion. „Ich glaube, wir haben die Tür geöffnet.“ Der Meinung war auch Markus Gravert (CDU): „Ich glaube, wir haben die Tür wieder geöffnet – das ist sehr unglücklich.“
„Wir sollten der Sache eine Chance geben. Es geht um Bildung und nicht um eine erneute Diskussion über die Schulstandorte.“
Uwe von Ahlften (ÖIS), der stellvertretend für die Bürgermeisterin an der Sitzung des Schulverbands teilgenommen und für das Vertretungskonzept gestimmt hatte, forderte: „Wir sollten der Sache eine Chance geben. Es geht um Bildung und nicht um eine erneute Diskussion über die Schulstandorte.“
In Kürze
Offene Ganztagsschule: Am 18. April findet ein Workshop zum Thema Offener Ganztag an der Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal statt. Eingeladen sind neben der Schulleitung und Vertretern des Schulverbands auch die Elternvertreter beider Schulstandorte, die Bürgermeister, Mitglieder der Gemeindevertretung und die Beschäftigten beider Betreuten Grundschulen. Thema wird auch die Ferienbetreuung sein, die laut Beschluss der Gemeindevertretung nur im Rahmen des rechtsanspruchserfüllenden Offenen Ganztags angeboten werden soll. Das heißt, dass im Schuljahr 2026/2027 dieses Angebot nur den Erstklässlern gemacht wird.
Kanalinspektion: Wegen der geplanten Sanierung der K 92 hat der Kreis die Gemeinde gebeten, die Regenwasserkanalisation im Bereich der Ortsdurchfahrt filmen zu lassen. Für diese überplanmäßige Aufgabe stellt die Gemeinde 16.065 Euro zur Verfügung.

Schinkel / Bau-, Wege- und Umweltausschuss / Neubau Feuerwehrgerätehaus / Klimaschutzkonzept der Gemeinde / 26. November 2025
Planung Neubau Feuerwehrgerätehaus mit Dorfgemeinschaftsraum: „Das wird unsere Dorfmitte“
Die Vorstellung des Klimaschutzkonzepts der Gemeinde Schinkel und die Planungen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Schinkel im Zusammenhang mit einem Dorfgemeinschaftsraum standen im Mittelpunkt der Sitzung des Bau-, Wege- und Umweltausschusses am Donnerstag, 20. November 2025.
Ausschussvorsitzender Markus Gravert (CDU) begrüßte nicht nur Niclas Bünning von der Klimaschutzagentur des Kreises sowie Jorn Kick, einer der Inhaber des Planungsbüros WDK-Architekten, und seinen Kollegen Stefan Sibbers, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger: Der Versammlungsraum in „De Möhl“ war bis auf den letzten Platz besetzt. Das Interesse an den Planungen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist groß.
Derzeit liegt die Kostenschätzung des Architekten bei rund 3,5 Millionen Euro für den Neubau inklusive Dorfgemeinschaftsraum und Baunebenkosten – eine große finanzielle Herausforderung für die Gemeinde Schinkel. Für den Dorfgemeinschaftsbereich hofft die Gemeinde deshalb auf eine Förderung aus den GAK-Mitteln. Die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) ist eine Förderrichtlinie von Bund und Land, die den Bau von Dorfgemeinschaftshäusern mit 600.000 Euro fördert.
„Also, so gefällt mir ein Bauausschuss – das sollte immer so sein“, begrüßte Markus Gravert die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer. Sie alle wollten sich über die erste Entwurfsplanung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses informieren. Bislang plant die Gemeinde den Neubau mit einem Dorfgemeinschaftsbereich für die Bürgerinnen und Bürger. Die Planungen befinden sich ganz im Anfangsstadium. Vor der Vorstellung betonte Architekt Jorn Kick, dass es sich um einen allerersten Entwurf handelt. Der Entwurf ist auch das Ergebnis aus den Beratungsrunden der Arbeitsgruppe Feuerwehr, der der Architekt ein großes Lob für ihre Arbeit aussprach.
Das Projekt sieht zwei Bauabschnitte vor
Der Neubau soll an gleicher Stelle errichtet werden – der Bestandsbau wird abgerissen. Rund 2890 Quadratmeter groß ist das Grundstück, das bebaut werden soll. Das gesamte Gebäude selbst soll laut Planung eine Größe von 635 Quadratmetern haben. Das Gebäude sieht zwei Bauabschnitte vor: Den größeren Abschnitt stellt das Feuerwehrgerätehaus in Form einer Industriehalle dar, die mit ISO-Paneele verkleidet wird.
Dieser Bauabschnitt ist ein Muss. Das ist eine Forderung der Feuerwehrunfallkasse, da das alte Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.
Die Fahrzeughalle bietet mit rund 150 Quadratmetern zwei Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge. Dahinter befinden sich das Lager und die Werkstatt. Es gibt Umkleideräume für Frauen und Männer, entsprechende Sanitärräume und die Schleuse, die für die Schwarz-Weiß-Trennung notwendig ist. Die Spinde der Einsatzkräfte dienen gleichzeitig als bewegliche Wände, um flexibel auf die Größe der Gruppen reagieren zu können. „Dieser Bauabschnitt ist ein Muss. Das ist eine Forderung der Feuerwehrunfallkasse, da das alte Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht“, erklärte Architekt Kick.
Herzstück des zweiten Bauabschnitts: der Dorfgemeinschaftsraum
Der zweite Bauabschnitt ist zwar freiwillig, aber notwendig, um die Förderungen aus den GAK-Mittel beantragen zu können – in der Hoffnung, dass der Antrag bewilligt wird. Anders als die Industriehalle soll dieser Gebäudeabschnitt eine rote Klinkerfassade erhalten: „Das Gebäude ist mitten im Ort und sollte deshalb einen dörflichen Charakter bekommen“, sagte Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU). In diesem Gebäudeabschnitt befindet sich neben Lager für die Feuerwehr und Teeküche das Herzstück: Der Dorfgemeinschaftsraum, ein 90 Quadratmeter großer Raum mit Platz für rund 80 Personen, der mittels einer beweglichen Trennwand in zwei kleinere Räume unterteilt werden kann.
Bislang ist es für uns noch keine Option, ohne Dorfgemeinschaftsraum zu planen.
Einer der Räume ist auch für Besprechungen und Schulungen der Feuerwehr vorgesehen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Feuerwehr keinen Schulungs- und Versammlungsraum hätte, wenn der zweite Bauabschnitt gestrichen werden würde. „Bislang ist es für uns noch keine Option, ohne Dorfgemeinschaftsraum zu planen“, so die Bürgermeisterin. Der Ausschussvorsitzende gab die hohen Kosten von 3,5 Millionen Euro zu bedenken. „Vorher waren wir bei 3,8 Millionen Euro. Wir haben schon alles reduziert, was wir reduzieren konnten. Dass die Räumlichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger nicht gestrichen werden, ist bisher nur ein Wunsch.“

Kein Beschlussvorschlag an dem Abend – Planungsbüro erhielt mehrere Prüfaufträge
Mit Dorfgemeinschaftsraum oder ohne – wie soll die weitere Planung aussehen? Sollten die GAK-Mittel nicht bewilligt werden, muss gegebenenfalls neu beraten werden. „Die Frage ist ja, wo wollen wir hin?“, so Vorsitzender Gravert. Eine Antwort wurde an dem Abend nicht gefunden. Die Ausschussmitglieder einigten sich darauf, den Beschlussvorschlag im Rahmen der nächsten Bauausschusssitzung zu fassen. Das Architektenbüro WDK erhielt Prüfaufträge für die weitere Planung: Wie sieht der Kostenrahmen ohne Dorfgemeinschaftsraum aus? Wie ändern sich die Kosten, wenn der Raum von 80 Personen auf 100 vergrößert wird? Wie sehen die Kosten aus, wenn die Fassade geändert wird?
Das wird unsere Dorfmitte.
Ein weiterer Prüfauftrag: Eine Bürgerin hatte in der Sitzung einen Vorschlag zur Gestaltung gemacht, der positiv aufgenommen wurde. Konkret geht es um die Spiegelung bzw. Tausch der Gebäudeteile. Bislang liegen laut Planung die Feuerwehrhalle auf der Seite zur Schule und der Dorfgemeinschaftsraum auf der Seite des Weges, der zu den Sportplätzen führt. „Könnte man die Gebäude spiegeln? Könnte man den Dorfgemeinschaftsraum mit bodentiefen Fenstern ausstatten? Dann könnte man das Außengelände und den Spielplatz in die Nutzung einbeziehen. Denn das wird unsere Dorfmitte“, gab die Bürgerin zu bedenken.
Das Problem mit den Ein- und Ausfahrten
Das Planungsbüro soll auch diesen Vorschlag prüfen, vor allem vor dem Hintergrund der Einfahrten und Ausfahrten der Einsatzfahrzeuge, die ebenfalls versetzt werden müssten. Laut Vorgabe der Feuerwehrunfallkasse dürfen sich abfahrende und einfahrende Fahrzeuge nicht begegnen. Des Weiteren soll geprüft werden, ob der Dorfgemeinschaftsraum nach hinten zum Sportplatz verlegt werden kann.
Klimaschutzkonzept: Informationsveranstaltungen im Frühjahr 2026
Niclas Bünning von der Klimaschutzagentur (KSA) stellte das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Schinkel vor. Konkrete Auswirkungen hat es noch nicht – der Ausschuss nahm das Konzept lediglich zur Kenntnis. Im Frühjahr 2026 will die KSA in Zusammenarbeit mit der Gemeinde zu öffentlichen Informationsveranstaltungen zur Reduzierung des Treibhausgases CO2 einladen. Zwar liege die Gemeinde Schinkel mit 6 Tonnen Treibhausgasausstoß pro Person und Jahr im Vergleich zum Durchschnitt, 10 Tonnen pro Person und Jahr, günstig, aber die Forderung der Politik laute: Reduzierung auf null Tonnen, so Niclas Bünning.

PV-Anlagen auf dem Dach: Das Solardachkataster des Kreises gibt Auskunft
Eines sei ihm bei der Untersuchung der Gemeinde aufgefallen: Es gibt in Schinkel noch Luft nach oben in Sachen Photovoltaik auf den Dächern. Bünning wies auf das Solardachkataster im Kreis Rendsburg-Eckernförde hin. Im Internet unter www.mein-dach-kann-mehr.de/rd-eck/ erfährt jede/Hausbesitzer/in, ob das eigene Dach für eine Solaranlage geeignet ist.
Hier finden Sie das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Schinkel
Auf der Homepage des Amtes Dänischer Wohld unter www.amt-daenischer-wohld.de/buergerservice/buergerinformationssystem/sitzungskalender ist das Klimaschutzkonzept als Anhang unter dem Tagesordnungspunkt Klimaschutzkonzept der Bauausschusssitzung Schinkel (20. November) einzusehen.
In Kürze:
Bushaltestelle Dorfmitte: Bürgermeisterin Möller brachte einen Dringlichkeitsantrag ein. Thema: Die Wasserpfütze an der Bushaltestelle, die bei Frost zu einer spiegelglatten Eisfläche wird und eine Gefährdung darstellt, die noch vor dem Winter behoben werden muss. Grund für die Pfütze sind Wurzeleinbrüche in die Rohrleitung, die ein Abfließen des Regenwassers verhindern. Ein neues Rohr zu einem anderen Gully soll Abhilfe schaffen. Die Bürgermeisterin wurde ermächtigt, den Auftrag zu vergeben.
Sanierung Regenwasserkanäle Rosenkranzer Weg: Bei Starkregen gelangt Wasser in die Häuser. Grund ist ein zu kleines Rohr, deswegen soll es durch eine Rohrleitung mit einem Durchmesser von 300 Millimetern ersetzt werden. Ein von einem Unternehmen erstellter Kostenvoranschlag sieht den Einsatz des Berstlining-Verfahrens vor. Kostenpunkt für eine Baustelle von 60 Metern Länge: rund 163.000 Euro (brutto). Viel zu teuer, so Tilmann Freiherr von Münchhausen (CDU): „Die Kosten sind exorbitant übertrieben. Das muss schlanker gehen!“ Der Ausschuss folgte seiner Kritik. Er befürwortete zwar das Berstlining-Verfahren, zweifelte aber die hohen Kosten für andere Leistungen an. Die Verwaltung wird gebeten, den Unternehmer um Überarbeitung des Angebots zu bitten.
Steigerung der Biodiversität in der Gemeinde: Corinna Strake (ÖIS) schlug vor, Fledermausbehausungen in sechs Meter Höhe auf dem Gelände der Klärteiche zu errichten. Die Gemeinde hätte keine Kosten, denn dafür würde es Förderungen von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises geben. Die Behörde gewährt Zuwendungen aus Ersatzzahlungen für den Naturschutz. Die Verwaltung erhielt den Auftrag zu prüfen, ob auf dem Klärteichgelände Federmaustürme errichtet werden dürfen.

Einwohnerversammlung Schinkel / 15. Oktober 2024
Verkehrssituation im Roggenrader Weg bleibt ein Dauerthema – Gemeindevertretung und Einwohner wünschen sich Geschwindigkeitsbegrenzung – Kreis lehnt diese konstant ab
Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU) hatte zu Donnerstag, 9. Oktober 2025, zur Einwohnerversammlung der Gemeinde Schinkel eingeladen. Diese fand im Nachbardorf Großkönigsförde im Lindenkrug statt. Zwei Themen interessierten die Bürgerinnen und Bürger besonders: das Ergebnis der Verkehrsschau des Kreises am 1. Oktober in Sachen Roggenrader Weg und die Situation des Schinkeler Friedhofes.
Als Gäste nahmen Dr. Friedrike Boissevain, Vorsitzende des Hospizvereins Dänischer Wohld, und Andrea Noffke, Pastorin der Kirchengemeinde Gettorf, teil. Letztere nahm Stellung zur Situation des Friedhofes. Dr. Boissevain stellte in einem Vortrag die Arbeit der Einrichtung „Hospiz im Wohld“ und der ehrenamtlichen Hospizbegleiter vor. Die Gemeinde Schinkel ist Mitglied im Hospizverein.
Immer wieder sorgt die Verkehrssituation im Roggenrader Weg für Aufregung in Schinkel. Nicht nur die Anwohner und Anwohnerinnen befürchten, dass es auf der schmalen Gemeindestraße über kurz oder lang zu einem Unfall mit einem Radfahrer oder einer Radfahrerin kommen könnte – schlimmstenfalls mit einem Kind.
Das kann man gar nicht glauben, dass eine Straße ohne Bankette, ohne Bürgersteig und ohne Licht keine Geschwindigkeitsbegrenzung hat.
Das hat nach Ansicht der Anwohner seinen Grund: „Das kann man gar nicht glauben, dass eine Straße ohne Bankette, ohne Bürgersteig und ohne Licht keine Geschwindigkeitsbegrenzung hat.“ Zwar gilt auf Höhe der evangelischen Kita auf einem Streckenabschnitt von 300 Metern eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 – doch außerorts, direkt nach dem Ortsschild Richtung Tüttendorf ist laut Straßenverkehrsordnung (StVO) eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h erlaubt.

Roggenrader Weg ist Schulweg für Schüler auf dem Fahrrad
Auf dem Roggenrader Weg sind neben den Pkw täglich Treckergespanne und der Milchlaster unterwegs. Zudem ist der Roggenrader Weg der Schulweg von Schülerinnen und Schülern, die mit dem Fahrrad zur Isarnwohld-Schule nach Gettorf fahren. Außerdem wird er von vielen Radtouristen benutzt. Die Straße weist viele Kurven auf, die für Verkehrsteilnehmer nur schlecht einsehbar sind.
Die Gemeinde möchte eine Temporeduzierung – die wurde zum wiederholten Mal abgelehnt
Alles Argumente, die nach Ansicht der Schinkeler für eine Geschwindigkeitsreduzierung sprechen. Die Gemeinde würde gern ein entsprechendes Verkehrsschild aufstellen. Das wurde auf der Verkehrsschau des Kreises am 1. Oktober zum wiederholten Mal abgelehnt. Eine Entscheidung, die bei den Anwesenden der Einwohnerversammlung auf Unverständnis stößt.
Das sind die Gründe von Polizei und Kreis
Bürgermeisterin Möller erklärte der Versammlung die Gründe von Kreis und Polizei, aus deren Sicht keine Veränderung notwendig ist. Grundsätzlich gilt: „Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, behindert oder belästigt wird. Es dürfen und sollen eben nicht überall gesonderte Regelungen getroffen werden.“
Abstände zu Radfahrern einhalten
Verkehrsschau und Polizei weisen auf die Einhaltung der Abstände zu Fahrrädern hin, die einzuhalten sind: innerorts mindestens 1,5 Meter, außerorts zwei Meter. „Kann der Abstand nicht eingehalten werden, darf nicht überholt werden“, referierte Bürgermeisterin Möller weiter, „Radfahrer selbst sind verpflichtet, nachfolgenden schnelleren Fahrzeugen das Überholen zu ermöglichen.“ (§5 Absatz 6 StVO).
Tempo 30 im Schinkelhüttener Weg vor dem Uhlenhof
Weitere Ergebnisse der Verkehrsschau: Im Schinkelhüttener Weg wird auf Höhe des Uhlenhofes auf einer Strecke von 300 Metern Tempo 30 eingerichtet. Im Moorweg wird ein Schild „Achtung Reiter“ aufgestellt, am Anfang des Weges von der Hauptstraße aus kommend.

Das ist die Situation auf dem Schinkeler Friedhof
Auf einem Spaziergang über den Schinkeler Friedhof wird es für jeden sichtbar: Der Friedhof ist zur Hälfte leer. Wo sich bis vor einigen Jahren noch viele Grabstellen befanden, herrscht heute Leere und es wurde Rasen gesät. Gemeindevertreter Markus Schack, zweiter stellvertretender Bürgermeister/SPD) und Mitglied des Friedhofbeirats, erklärte: „Durch alternative Bestattungsformen gibt es immer weniger Beisetzungen auf dem Friedhof, aber die Kosten sind trotzdem da.“
Defizit im Bereich der Friedhöfe – Friedhofsbeirat soll Lösungen entwickeln
Die Kirchengemeinde Gettorf unterhält die Friedhöfe in Gettorf und in Schinkel. Sie hat sich vor einiger Zeit an die politischen Gemeinden in Bezug auf die Deckelung von Defiziten im Bereich der Friedhöfe gewandt, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Es wurde ein Friedhofsbeirat gebildet, dem Vertreter der Kirchengemeinde und der Kommunen angehören. Der Beirat soll einen Lösungsvorschlag entwickeln, wie das Defizit langfristig zu beheben ist.

Darum ist eine Entwidmung des Friedhofs ist keine Lösung
Zwar unterhält die Kirchengemeinde den Friedhof – der Friedhof ist Kirchenland – aber die politische Gemeinde habe die Aufgabe, Möglichkeiten für Bestattungen vorzuhalten, erklärte Markus Schack. Den Gedanken, den Friedhof aufzugeben, verwarf er: „Es ist nicht so einfach möglich, einen Friedhof zu entwidmen. Dafür muss man nach der Entscheidung noch 60 Jahre warten.“
Das Ziel ist es, den Friedhof möglichst zu erhalten.
Pastorin Andrea Noffke bekräftigte: Die Kirche übernehme hier einen Teil der Daseinsvorsorge: die Möglichkeit zur Bestattung. Pastorin Noffke warb für den Friedhof als einen Ort der Begegnung: „Wir müssen umdenken. Wir müssen den Friedhof neu gestalten. Wer Ideen dazu beitragen möchte, ist herzlich eingeladen.“ Markus Schack erklärte für die Gemeinde Schinkel: „Das Ziel ist es, den Friedhof möglichst zu erhalten.“
In Kürze:
Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal: Die Schule besteht aus den beiden Standorten Schinkel und Neuwittenbek. Zwar konnte nach langer Zeit eine neue Schulleitung gefunden werden, doch die Schule kommt nicht zur Ruhe: „Vor den Sommerferien gab es eine extreme Unruhe“, berichtete Bürgermeisterin Möller, „seitens Schule und Eltern gab es den Wunsch nach Schließung eines Standortes. Das geht nicht!“ Aktuell besuchen zwischen 70 und 80 Kinder die Schule (beide Standorte zusammen). „Wir brauchen 80 Schülerinnen und Schüler. Alles unter 80 ist der Todesstoß für die Schule. Wir können nur gemeinsam überleben!“ Ihr Dank gilt dem Lehrerkollegium: „Die Lehrkräfte sind super engagiert.“
Neues Löschfahrzeug LF 10: Die Freiwillige Feuerwehr Schinkel braucht ein neues Feuerwehrfahrzeug. Aus Kostengründen nimmt die Gemeinde an einer Sammelbestellung des Landes durch das GMSH teil, da 10 Prozent mehr Förderung zu erwarten sind. Der Antrag ist erteilt – aktuell wartet die Gemeinde auf die Fördermittelzusage, die im November 2025 erwartet wird.

Feuerwehrgerätehaus: Es wird ein neues Feuerwehrgerätehaus notwendig. Einerseits entspricht das Gebäude längst nicht mehr den modernen Sicherheitsstandards der Feuerwehrunfallkasse, andererseits ist das Bestandsgebäude zu klein für das neue LF 10. Die Planungen wurden bereits gestartet. Die Ausschreibung war erfolgreich. Es wurde ein Architekturbüro mit den WDK Architekten aus Rendsburg gefunden. Ein erster Entwurf liegt bereits vor. Der wird im Rahmen der Sitzung des Bauausschusses am 20. November vorgestellt.
Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kita: Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 35.000 Euro. Vom Kreis gibt es eine Förderung von rund 13.000 Euro. Zusätzlich hat die Gemeinde einen Antrag über die AktivRegion beim Landesamt für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung gestellt. Eine Förderquote von 50 Prozent der Kosten wäre möglich.
Klimaschutzkonzept: Die Klimaschutzagentur des Kreises (die Gemeinde Schinkel ist Gesellschafterin) hat das Klimaschutzkonzept für Schinkel erstellt. Im Rahmen der Sitzung des Bauausschusses am 20. November wird das Konzept öffentlich vorgestellt.
Breitbandzweckverband: Der Ausbau befindet sich in den „letzten Zügen“. Derzeit laufen die Nacharbeiten.
Gemeindejubiläum 2026: Die Feierlichkeiten für das 150-jährige Gemeindejubiläum finden am 29./30. Mai 2026 statt. Die Planungen sind gut angelaufen: Geplant sind u. a. Kommers, Familienfest, DJ und Live-Musik. An dem Jubiläumswochenende werden noch Helfer und Helferinnen für Aufbau, Abbau und andere Aufgaben benötigt.

Premiere: Schinkeler Kulturtage vom 5. bis 7. September 2025 / 1. September 2025
Ein ganzes Dorf wird zum Kulturraum – Schinkel lädt zu Aktionen, Musik, Kunst, Rad- und Spaziertouren, Besinnlichem und Sportlichem ein
Es ist eine echte Premiere: Erstmals finden in Schinkel Kulturtage statt. An drei aufeinanderfolgenden Tagen (5. bis 7. September) können sich die Besucherinnen und Besucher auf zahlreiche und vielfältige Angebote an vielen verschiedenen Stellen der Gemeinde freuen.
Das elfköpfige ehrenamtliche Organisationsteam hat es geschafft, nicht nur Vereine wie das DRK, den Sportverein, die Freiwillige Feuerwehr, die Jägerschaft, die Kirchengemeinde und die Pfadfinder ins Boot zu holen, sondern auch viele Betriebe und Privatpersonen. Sie öffnen ihre Höfe und Gärten für die Besucher, bieten Aktionen und oft auch Kaffee und Kuchen an.
So ist ein äußerst umfangreiches Programm entstanden, das an den drei Tagen attraktive Angebote für die ganze Familie bereithält.
Feuertheater und Beachvolleyballturnier auf dem Sportplatz, Trommel- und Jonglage-Workshop und jede Menge Live-Musik bis spät in die Nacht hinein im Kulturzelt, Workshop „Bänke und Vogelhäuser selbst herstellen“ an der Möhl, geführte Radtouren entlang der Outdoor-Gallery oder durch die Ökoregion Schinkel, „Vorlesen unterm Apfelbaum“ im Rosenkranzer Weg, Workshop „Vom Alltagsgegenstand zum Kunstwerk“ im Lehmrader Weg, Kaffee und Kuchen in Tilmans Garten auf dem Hof Mevs sowie Vorträge über „Ökologisch sanieren“ oder „Mein PC ist zu alt? Elektroschrott vermeiden“ – das Programm ist derart vielfältig, dass für jeden etwas dabei ist. Alle Angebote sind kostenlos. Es gibt eine Hutkasse.
So viele unterschiedliche Programmpunkte
Lauftreff „Power-Walking“ am Pumpenhäuschen, Sinnesparcour auf dem Schulhof, Kunstausstellungen in privaten Gärten, Pizza aus dem Lehmbackofen von der Männerkochgruppe, Hofführung auf Gut Rosenkrantz, Gemüsegartenrundgang mit Verkostung und Möglichkeit zur Selbsternte mit „Naturwerk“, kreatives Werkeln & Basteln an der Kornkraftbäckerei, Live-Musik auf der Backen-Bühne oder Kirchenrallye an der Kirche für Klein und Groß – wer die Aktionen an den verschiedenen Stellen der Gemeinde besucht, lernt auf diese Weise ganz nebenbei das Dorf und seine Bewohnerinnen und Bewohner kennen. Längst nicht alle Programmpunkte können hier genannt werden. Das gesamte Programm ist auf der Website der Gemeinde zu finden, unter https://www.gemeindeschinkel.de/aktuelles/schinkeler-kulturtage
Vier Einwohner*innen hatten vor über zwei Jahren die Idee
Schinkel ist eine Flächengemeinde mit 1059 Einwohnern, die direkt an der Nördlichen Seite des Nord-Ostsee-Kanals liegt. Knicks, Felder und Wiesen prägen die Landschaft zwischen den einzelnen Ortsteilen. Vier dieser Einwohner hatten vor über zwei Jahren eine Idee: Sie wollten ein buntes Dorffest für alle veranstalten und möglichst viele Schinkeler Bürgerinnen und Bürger beteiligen.
Vorbild im Wendland
Inspiriert wurden sie von der Kulturellen Landpartie im Wendland, wo seit Jahren ein mehrtägiges Kunst- und Kulturfestival stattfindet. „Unser Gedanke war, dass wir uns so etwas auch für Schinkel vorstellen könnten“, sagt Maike Jessen. Neben Maike Jessen begeisterten sich Sylvia Hantscher, Dietrich Meyer-Jessen und Bernd Techau für die Idee, ein mehrtägiges Dorffest an verschiedenen Stellen in Schinkel zu organisieren.
Unsere Idee war, das ganze Dorf zu beteiligen.
Aus der Idee wurde ein Plan, der immer konkreter wurde: „Ende September 2023 hatten wir bereits eine Mindmap“, verrät Dietrich Meyer-Jessen. Das Projekt „Schinkeler Kulturtage 2025“ war geboren. „Unsere Idee war, das ganze Dorf zu beteiligen“, sagt Sylvia Hantscher. Mit Blick auf das Mega-Programm räumt Bernd Techau ein: „Zu Beginn konnte man noch gar nicht absehen, was aus unserer Idee werden sollte.“
Es hätte sich hier niemand ausmalen können, was daraus entstehen würde. Und das geschieht alles ehrenamtlich! Das ist einfach toll. Ich bin mehr als begeistert!
Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU) bekräftigt: „Es hätte sich hier niemand ausmalen können, was daraus entstehen würde. Und das geschieht alles ehrenamtlich! Das ist einfach toll. Ich bin mehr als begeistert!“
Und wir möchten nicht in einem Schlafdorf, sondern in einem lebendigen Dorf leben.
Warum setzt man sich freiwillig und ehrenamtlich für eine Sache ein, die derart viel private Freizeit einfordert? „Wir leben alle gerne in Schinkel“, lautet die übereinstimmende Antwort aller Beteiligten. Maike Jessen ergänzt: „Und wir möchten nicht in einem Schlafdorf, sondern in einem lebendigen Dorf leben.“ Außerdem sei das Dorffest für die Neubürger eine gute Gelegenheit, ihre neue Heimat kennenzulernen, so Dietrich Meyer-Jessen.

Es gibt sechs Kulturpunkte
Sechs Kulturpunkte werden eingerichtet, wo es jede Menge unterschiedliche Aktionen gibt. Jeder Kulturpunkt hat ein sogenanntes „Drumherum-Angebot“, wo es ebenfalls viel zu gucken, zu hören oder zu tun gibt. Die Kulturpunkte sind De Möhl (Hauptstraße 49), die Kornkraftbäckerei (Raiffeisenstraße 2), die Kirche (Roggenrader Weg 1), das Gut Rosenkrantz & Naturwerk (Rosenkranzer Weg 100), der Hof Mevs – Pflanzenbau & Ziegenhof (Senfstraße 15/17) sowie das Kulturzelt & der Sportplatz (Hauptstraße 42/44).
Zum Auftakt hält Schirmherrin Sandra Möller das Grußwort
Der Auftakt für das Fest findet am Freitag, 5. September, um 14.30 Uhr im Kulturzelt mit dem „Bunten Chor“ (Maike Jessen und die Musikkinder) statt. Bürgermeisterin Sandra Möller, die die Schirmherrschaft übernommen hat, hält das Grußwort. Zwei Tage später lädt das Organisationsteam um 11 Uhr zu einer gemeinsamen Abschluss-Aktion, einem „Bunten Mitbring-Buffett“, auf dem Schulhof ein. Eigenes Geschirr sollte ebenfalls mitgebracht werden.
Outdoor-Gallery unter dem Motto „Natur um uns“
An mehr als zehn Stellen in Schinkel stellen die Fotografen Andreas Herrmann aus Sehestedt und Christof Martin aus Schinkel auf insgesamt 380 Quadratmeter witterungsbeständiger und PVC-freier Leinwand 190 Fotografien von Tieren und Pflanzen der Kulturlandschaft aus. Ein Ziel der Aktion ist es, die Menschen auf die Biodiversität und die Vielzahl an Arten hinzuweisen – nach dem Motto „Wir schützen nur, was wir kennen.“ Mit einem Diavortrag am Freitag, 5. September, um 17 Uhr in der Möhl wird die Ausstellung eröffnet. Bis Ende September werden die Bilder in Schinkel zu sehen sein.
Nützliche Infos: Fahrradkarte und Leihfahrräder
Da die Kulturpunkte und die Aktionen im gesamten Gemeindegebiet verteilt sind und die Organisatoren auf Nachhaltigkeit achten, bietet es sich an, alles mit dem Fahrrad zu erkunden. Eine Fahrradkarte hilft bei der Orientierung. Erhältlich ist die Karte am Infopoint auf dem Schulhof. Leihfahrräder gibt es beim Kulturzelt. Gestellt werden sie von der Fahrradwerkstatt für Geflüchtete der AWO Gettorf (Hutkasse).
Nützliche Infos: Parken und bunte Stühle
Am Ortseingang von Schinkel (aus Richtung Neuwittenbek oder Landwehr kommend) steht ein Feld als kostenloser Parkplatz zur Verfügung (auf Hinweisschilder achten). Parkmöglichkeiten gibt es auch beim Gut Rosenkrantz. Im Dorf werden bunte Stühle aufgestellt, die zu einigen Programmpunkten führen.
Nützliche Infos: Essen und Trinken
Die Kornkraftbäckerei bietet Backwaren an. Am Kulturpunkt Kulturzelt & Sportplatz gibt es Kaffeeköstlichkeiten von Florians Kaffeewagen, einen Getränkestand der Küstenbrauerei Czernys; Pommes, Softgetränke und Slush-Eis am Stand Potatoez sowie Crêpes und Zuckerwatte bei den Pfadfindern. Am Samstag werden zusätzlich Kaffee und Kuchen am DRK-Stand, Grillwurst und Pommes bei der Feuerwehr und Gemüsewaffeln auf dem Schulhof angeboten. Außerdem wird in Privatgärten und auf Höfen Kulinarisches angeboten.
Mehr Informationen auf der Website der Gemeinde Schinkel: https://www.gemeindeschinkel.de/aktuelles/schinkeler-kulturtage

Gemeindevertretung Schinkel / Kommunale Wärmeplanung / 29. Juli 2025
Kommunale Wärmeplanung: Schinkel stimmt als siebte Gemeinde dem Konvoi-Verfahren zu
Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU) begrüßte am 17. Juli 2025 die Mitglieder der Gemeindevertretung zur letzten Sitzung vor der Sommerpause in „De Möhl“. Auf der Tagesordnung stand unter anderem der „Beschluss über die Aufstellung der kommunalen Wärmeplanung im kommunalen Konvoi mit Unterstützung der Klimaschutzagentur im Kreis Rendsburg-Eckernförde gGmbH“.
Ein weiteres Thema war u. a. der zweite Entwurf für die Neuaufstellung des Regionalplans für den Planungsraum II des Landes Schleswig-Holstein, zu dem der Kreis Rendsburg-Eckernförde und damit auch die Gemeinde Schinkel gehört. Bereits bei der ersten Entwurfsplanung hatte die Gemeinde aufgrund des geplanten regionalen Grünzugs Widerspruch eingelegt – das ist auch bei der zweiten Entwurfsplanung der Fall.
Schinkel ist die siebte von acht amtsangehörigen Gemeinden, die für die Aufstellung der kommunalen Wärmeplanung im Konvoi-Verfahren gestimmt haben. Das Votum fiel einstimmig aus. Die kommunale Wärmeplanung stellt eine gesetzliche Verpflichtung dar, der auch kleinere Gemeinden wie Schinkel nachkommen müssen. Spätestens bis zum 30. Juni 2028 muss die Wärmeplanung der Kommunen fertig sein.
Gesamtbericht Wärmeplanung und individueller Wärmeplan
Die kommunale Wärmeplanung im Konvoi-Verfahren wird als ein Gesamtbericht für die acht Gemeinden des Amtes Dänischer Wohld erstellt. Zusätzlich soll ein auf das jeweilige Gemeindegebiet individueller kommunaler Wärmeplan erarbeitet werden.
Zuerst freiwillige kommunale Wärmeplanung
Bereits am 5. Oktober 2023 hatte Schinkel die freiwillige kommunale Wärmeplanung beschlossen. Die Klimaschutzagentur, in der die Gemeinde wie alle Gemeinden im Amt Dänischer Wohld Mitglied ist, wurde gebeten, entsprechende Förderanträge zu stellen.
Zum Hintergrund: Ende 2023 wurden die Förderungen gestrichen
Einiges ist seit Oktober 2023 geschehen: Im November 2023 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Notkredite des Bundes für verfassungswidrig – genauer: die Verwendung von Corona-Notkrediten für den Klima- und Transformationsfonds. Die Folge: Die erwartete Fördermöglichkeit wurde von einem auf den anderen Tag gestrichen – in den Gemeinden herrschte große Unsicherheit in Bezug auf die kommunale Wärmeplanung.
Neue Gesetze: Wärmeplanung wird gesetzlich zur Pflicht
Im Januar 2024 trat das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG Bd) in Kraft, das die Länder verpflichtet, Wärmepläne für ihre Kommunen zu erstellen. Das dazu gehörige Ausführungsgesetz des Landes Schleswig-Holstein, die Änderung des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes (EKWG-SH), ist im März 2025 in Kraft getreten.
Die positive Auswirkung: Es herrscht Konnexität
Zwar sind die Ausführungsbestimmungen noch nicht in Kraft getreten, aber es ist klar, dass die kommunale Wärmeplanung eine gesetzliche Verpflichtung darstellt. Das hat finanzielle Auswirkungen: Es ist gesichert, dass an der Stelle der vormals gedachten Förderungen nun eine echte Konnexität vorhanden sein wird. Das bedeutet, dass den Kommunen die Kosten für die Wärmeplanung erstattet werden.
Land zahlt Ausgleich an die Gemeinde
Konnexität bedeutet: Wer bestellt, der bezahlt. Das Konnexitätsprinzip stellt sicher, dass keine kostenintensiven Aufgaben vom Land auf die Gemeinde übertragen werden, ohne dass die Kommunen für die finanzielle Mehrbelastung einen entsprechenden Ausgleich bekommen.
Schinkel darf 8619 Euro erwarten
Das heißt für Schinkel, dass die Gemeinde auf Antrag einen pauschalen Ausgleichsbetrag in Höhe von 8,50 Euro je Einwohner bekommt – entspricht 8619 Euro. Sollten die Kosten für die Wärmeplanung höher sein, erfolgt die Festlegung der tatsächlichen Höhe der Ausgleichsmittel nach der Schlussrechnung. Das bedeutet, dass die Kommune in Vorleistung gehen muss. Entsprechend wird der Gemeindevertretung empfohlen, die Summe von 8619 Euro im Haushalt als Aufwand zu veranschlagen.
Tatkräftige Unterstützung durch die Klimaschutzagentur
Durch die obengenannten Entwicklungen mussten die Umsetzungsschritte für die Wärmeplanung neu überdacht werden. Die Klimaschutzagentur hat für die Mitgliedsgemeinden, also auch für Schinkel, ein Verfahren zur tatkräftigen Unterstützung vorgeschlagen. Das betrifft insbesondere die sogenannte Eignungsprüfung nach Paragraf 14 Wärmeplanungsgesetz des Bundes – die Klimaschutzagentur wird gemeinsam mit der Amtsverwaltung das Projekt kommunale Wärmeplanung voranbringen.
Kostenersparnis und Ressourcennutzung
Um die Ressourcen zu bündeln, ist eine Konvoi-Bildung geplant – da das Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes Schleswig-Holstein es kleineren Gemeinden unter 10.000 Einwohnern zwecks Kostenersparnis und Ressourcennutzung ermöglicht, im Verbund mit anderen Kommunen die Wärmeplanung aufzustellen.
Bürgermeisterin Möller wird Mitglied der Lenkungsgruppe
Haben alle Gemeinden dem Konvoi-Verfahren für kommunale Wärmeplanung zugestimmt bzw. einen Beschluss gefasst, wird ein externes Planungsbüro mit den Untersuchungen beauftragt. Verantwortlich für die Durchführung des Projekts sind die Klimaschutzagentur und die Amtsverwaltung. Es soll eine Lenkungsgruppe gebildet werden, in der Bürgermeisterin Sandra Möller und alle sieben Bürgermeister Mitglied sind – sie haben ein volles Stimmrecht.
Wir haben schon einmal widersprochen. Jetzt widersprechen wir noch einmal, vielleicht hört uns ja jetzt jemand.

Noch bis Anfang August läuft das Beteiligungsverfahren für den zweiten Entwurf des Regionalplans II. Bereits gegen den ersten Entwurf vor zwei Jahren, der nahezu das gesamte Gebiet der Gemeinde Schinkel in den regionalen Grünzug einbezog, hatte die Gemeinde Widerspruch eingelegt. Auch in der zweiten Entwurfsplanung sieht die Gemeinde ihre baulichen Entwicklungsmöglichkeiten durch den geplanten regionalen Grünzug stark eingeschränkt. Sie hält ihre Bedenken aufrecht und widerspricht auch der zweiten Entwurfsplanung. „Wir haben schon einmal widersprochen. Jetzt widersprechen wir noch einmal, vielleicht hört uns ja jetzt jemand“, sagte Bürgermeisterin Möller.
In Kürze:
Neue Website: Die Bürgermeisterin weist auf die neue Website der Gemeinde hin, die unter https://www.gemeindeschinkel.de zu erreichen ist. Auf der Website ist nicht nur alles Wissenswerte rund um Schinkel zu erfahren, sondern auch alle Termine sind dort zu finden – so auch die Schinkeler Kulturtage vom 5. bis 7. September 2025. Wer den gemeindeeigenen Versammlungsraum in „De Möhl“ buchen möchte, findet auf der Website einen Buchungskalender.
Klimaschutzkonzept: Auf der nächsten Sitzung des Bauausschusses im September soll der Entwurf des Klimaschutzkonzepts beraten werden.
Geschwindigkeitskontrolle: Zum wiederholten Male wurde der Wunsch nach einer Geschwindigkeitskontrolle im Roggenrader Weg außerorts angesprochen. Die Gemeinde möchte, dass der Kreis auf der Verkehrsschau im Oktober die dort herrschende Verkehrssituation noch einmal prüft. Auf der Straße Richtung Eckholz gibt es keinen Radweg. Nach Ansicht der Kommunalpolitik ist die Sicherheit der Radfahrer durch viel zu schnellfahrende Autos gefährdet.
Gemeindejubiläum: 2026 wird die Gemeinde Schinkel 150 Jahre alt. Das Jubiläum soll am Wochenende 29./30. Mai gebührend gefeiert werden.

Gemeindevertretung Schinkel / 17. März 2025
Neubau Feuerwehrgerätehaus – Gemeindevertretung gibt Startschuss für die Planungen
Auf ihrer Sitzung am 13. März 2025 hat die Gemeindevertretung die Vergabe des Planungsauftrages für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Dorfgemeinschaftsbereich beschlossen. Konkret ging es um die Leistungsphasen 1 bis 3.
Um die Sicherheit der Schulkinder auf ihrem Schulweg zu erhöhen, hatte die Gemeinde beim Kreis ursprünglich eine Querungshilfe an der Hauptstraße/Kreisstraße 92 beantragt. Der Kreis lehnte diese ab und schlug der Gemeinde stattdessen die Aufstellung von Verkehrsschildern vor.
2026 steht das 150-jährige Jubiläum der Gemeinde Schinkel an. Die Planungen für eine Feier sind angelaufen. Bürgerinnen und Bürger, die Ideen und Vorschläge machen möchten, sind willkommen. Das Datum steht jetzt fest: Am 29./30. Mai 2026 soll gefeiert werden.
Das Feuerwehrgerätehaus in Schinkel entspricht längst nicht mehr den modernen technischen Sicherheitsstandards, deswegen ist ein Neubau erforderlich. Das ist der Gemeinde schon länger bekannt. Da es für einen reinen Neubau keine Fördermittel gibt, soll mit dem Neubau gleichzeitig ein Bereich im Sinne eines Dorfgemeinschaftshauses entstehen. Aber auch diese Fördermittel waren über einen längeren Zeitraum gestrichen – was einen Stillstand in der Planung zur Folge hatte.
Für den Fall, dass es wieder GAK-Fördermittel gibt
Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache, nachdem bekannt geworden war, dass vielleicht wieder Fördergelder aus dem Fördertopf Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur + Küstenschutz (GAK-Mittel) bereitgestellt werden sollen. Voraussetzung für die Beantragung einer Förderung ist die Vorlage einer Entwurfsplanung.
Von der Grundlagenermittlung bis zur Entwurfsplanung
Deswegen beschloss die Gemeindevertretung auf ihrer Sitzung die Vergabe des Planungsauftrages an ein Architekturbüro. Vorab war eine beschränkte Ausschreibung durchgeführt worden. Konkret geht es um die Planungen für die Leistungsphase 1 bis 3, das heißt, Grundlagenplanung, Grundlagenermittlung sowie Vor- und Entwurfsplanung. Kostenpunkt für die Gemeinde: 32.700 Euro.
Gemeinde möchte Schulweg mit Fußgängerüberweg sicherer gestalten
Jeden Tag sind Kinder aus der Raiffeisenstraße, dem Rosenkranzer Weg und der Meiereikoppel im Dorf auf dem Weg zur Schule unterwegs. Dafür müssen sie die Hauptstraße/Kreisstraße 92 überqueren. „Derzeit gibt es keine sichere Querungsmöglichkeit für die Schulkinder. Hierzu ist die Schaffung eines Fußgängerüberweges erforderlich“, heißt es in einem Antrag an den Kreis.
Statt Fußgängerüberweg Antrag auf Verkehrsschilder möglich
Im Rahmen einer Verkehrsschau des Kreises wurde ein Fußgängerüberweg abgelehnt. Stattdessen stellte der Kreis der Gemeinde die Aufstellung zweier Verkehrsschilder „Achtung Schulweg kreuzt“ an der Hauptstraße in Aussicht. Dafür musste die Gemeindevertretung jetzt einen entsprechenden Antrag an den Kreis beraten und beschließen.
2026 sollen 150 Jahre Schinkel gefeiert werden
1876 wurde die Gemeinde Schinkel gegründet - beruhend auf einem Erlass von Kaiser Wilhelm I. vom 29. März 1876, der im Kreis Eckernförde die Bildung von insgesamt 24 Landgemeindenbezirken vorsah. Dazu gehörte auch der Gemeindebezirk Schinkel. Das 150-jährige Gemeindejubiläum soll gebührend gefeiert werden. Ein Arbeitskreis hat jetzt erste Ideen präsentiert.
Das Datum steht bereits fest: 29./30. Mai 2026
Festgelegt wurde das Datum: Am Wochenende 29./30. Mai 2026 (Freitag/Samstag) soll gefeiert werden. Den Auftakt macht ein Festkommers in der Mehrzweckhalle am Freitagabend. Im Anschluss gibt es eine Dorfparty. Mit Fußballspielen und Volleyballspielen geht es am Samstag sportlich zu. Ein Rahmenprogramm für Jung und Alt lädt zum Verweilen und Begegnungen ein.
Weitere Ideen sind gerne gesehen
Noch handele es sich um erste Überlegungen, so Bürgermeisterin Sandra Möller (CDU). Bürgerinnen und Bürger, die Ideen für die Jubiläumsfeier haben oder die sich an der Gestaltung beteiligen möchten, sollten sich gerne bei der Bürgermeisterin melden, Tel. 0151/14299859, Mail: moeller.schinkel@gmail.com.