
Kostenfreier Energieberatungstag für Neuwittenbek Ende Mai / 5. Mai 2026
Für Neuwittenbeker Bürgerinnen und Bürger: Verbraucherzentrale bietet kostenlose Beratung rund um das Thema Energie an
Steigende Energiekosten, komplexe gesetzliche Vorgaben und widersprüchliche Informationen verunsichern viele Menschen – auch in Neuwittenbek. Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen (WdGN) begrüßt deshalb das Angebot der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH), in Neuwittenbek für die Einwohnerinnen und Einwohner einen Sonderberatungstag anzubieten.
Am Dienstag, 26. Mai, bietet die Verbraucherzentrale im Mehrzweckraum an der Klaus-Stein-Halle von 13 bis 17 Uhr die Sonderberatung an.
Wichtig: Dafür ist eine Anmeldung bzw. die Buchung eines Termins unbedingt erforderlich. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 0431/590 99 40 möglich. Dieser Beratungstag wendet sich ausschließlich an Neuwittenbeker Bürgerinnen und Bürger.
Im Einzelgespräch mit Energieberater Dipl.-Ing. Architekt Jörg Faltin können konkrete Maßnahmen und deren Umsetzung besprochen werden. Für die Beratung empfiehlt die Verbraucherzentrale alle relevanten Unterlagen (Energiekostenabrechnungen, Schornsteinfegerprotokoll, aussagekräftige Fotos von Bauteilen/Heizung etc.) mitzubringen.
Breites Beratungsfeld
Der Experte berät zu den Themen Maßnahmen zur energetischen Sanierung, Heizungsmodernisierung – und austausch, Nutzung von Solaranlagen, Fördermittel und Zuschüsse, Energiesparen als Mieter (Strom und Heizung) und Prüfung von Energie- und Heizkostenabrechnungen.
„Die Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger in Sachen Energie- und Wärmeversorgung ist größer geworden.“
„Die Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger in Sachen Energie- und Wärmeversorgung ist größer geworden“, sagt Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen, der die Energieberatung speziell für Neuwittenbeker Haushalte begrüßt: „Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Unterstützung bekommen, die sie in ihrem ganz individuellen Rahmen nutzen können.“
Weitere Informationen zur Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein gibt es auf www.verbraucherzentrale.sh/energieberatung oder 0800 – 809 802 400 (bundesweit kostenfrei) und 0431/590 99 40. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Einwohnerversammlung Neuwittenbek / Gemeindejubiläum / Neubaugebiet / Ersatzbau Levensauer Hochbrücke / Wärmeplanung / Diakonieverein Dänischer Wohld e. V. / 15. April 2026
Viele Highlights: Neuwittenbek feiert einen Sommer lang sein Jubiläum „150 Jahre Gemeinde“
Bis auf den letzten Platz war die „Alte Scheune“ auf dem Hof Radbruch Ende März besetzt, wo Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen (WdGN) Bürgerinnen und Bürger zur Einwohnerversammlung begrüßte. Als Referenten hieß der Bürgermeister Mitglieder des Festausschusses Gemeindejubiläum, Andreas Rasmus, Projektleiter Ersatzneubau Levensauer Hochbrücke, Gesche Felgentreff, Klimaschutzmanagerin des Amtes Dänischer Wohld, und Anja Fürst, Pflegedienstleitung des Diakonievereins Dänischer Wohld e. V., willkommen.
1876 wurde die Gemeinde Neuwittenbek gegründet – beruhend auf einem Erlass von Kaiser Wilhelm I. vom 29. März 1876, der im Kreis Eckernförde die Bildung von 24 Landgemeindenbezirken vorsah – darunter Neuwittenbek. 150 Jahre später soll dieses Ereignis gebührend gefeiert werden. Mittlerweile steht das Festprogramm, das der Festausschuss unter Federführung von Waltraut Meier auf der Einwohnerversammlung vorstellte.
So sieht das Festprogramm aus:
31. Mai, 10 Uhr: Eine Radtour durch die Gemeinde mit Stopps und Geschichten an besonderen Orten bildet den Auftakt des mehrwöchigen Festprogramms, organisiert von der Theatergruppe. 13. Juni, 10 Uhr und 12 Uhr: Der Gemeindearbeiter bietet die Besichtigung des Klärwerks an. Von Juli bis September präsentieren sich die Vereine, Verbände und Parteien der Gemeinde mit Fotos und Berichten auf dem Dorfplatz. Geplant sind auch Geschichten und Anekdoten von ehemaligen sowie von heutigen Einwohnerinnen und Einwohnern.
Geschichten und Anekdoten gesucht
Dafür sucht der Festausschuss noch Geschichten und Anekdoten. Wer eine Anekdote weiß, wird gebeten, sie aufzuschreiben und abzugeben: entweder in der Kiste „Andekdoten gesucht“, die beim Höker aufgestellt wurde, oder per Mail an: meinegeschichte@neuwittebek.de.

28. August, 19 Uhr: Jazz-Konzert mit dem BSC Trio von Christian Krauss, Ort steht noch nicht ganz fest: eventuell im Obstcafé Warleberg oder auf dem Spielplatz in Altwittenbek; 29. August, 14 Uhr: Dorffest auf dem Platz rund um Sporthalle, Schule und Kita mit Vereinen, Verbänden und Parteien, Feuerwehrübung, Spiele, Essen und Getränke. Ab 18 Uhr Live-Musik mit der Uni-Bigband, 20 Uhr Live-Musik mit Holger und Band, 21 Uhr Rave mit Morten. 5. September, 11 Uhr: Empfang mit Festtagsrede von Peter Schanz (Eintritt 10 Euro), 19 Uhr: Festball mit DJ in der Sporthalle (Eintritt 15 Euro, Abendkasse 20 Euro).
23. September, 19 Uhr, Scheune Radbruch: Ein Vortrag von Marianne Wolff unter der Überschrift „Eine Spurensuche in Bildern – 800 Jahre Leben in Warleberg, Neu- und Altwittenbek“ beendet das mehrwöchige Festprogramm zum Gemeindejubiläum. Eintrittskarten im Vorverkauf für Empfang und Festball sind am 27. Juni von 9 bis 11 Uhr und am 22. August von 9 bis 11 Uhr im Feuerwehrraum erhältlich.
Helfende Hände gesucht
Für die zahlreichen Aktionen, besonders für das Dorffest am 29. August sowie für den Empfang und den Ball am 5. September werden noch viele Helferinnen und Helfer gesucht. Anlässlich des Gemeindejubiläums gibt es eine neue Chronik, die von Bernd Brandenburg erarbeitet wird. Geplantes Erscheinen ist Ende August – laut Bürgermeister Schinkel-Momsen soll die Chronik kostenlos an alle Haushalte verteilt werden.
Wer Interesse hat – das Baugebiet kann ohne Weiteres begangen werden.
Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“ sind seit einigen Wochen abgeschlossen. Zwar handelt es sich noch um eine Baustraße, die durch das Gebiet führt, aber es gibt bereits Straßenlampen, die in der Nacht brennen.

Dabei handelt es sich um ausrangierte Laternen der Gemeinde Gettorf, die solange bleiben sollen, bis die Bauaktivitäten der zukünftigen Häuslebauer beendet sind. „Wer Interesse hat – das Baugebiet kann ohne Weiteres begangen werden“, sagte der Bürgermeister.
Aktuell wird das Regenrückhaltebecken gebaut
Kurz vor dem Bahndamm wird zurzeit das Regenrückhaltebecken für das Baugebiet gebaut. Zeitgleich wird der Wanderweg angelegt, auf dem man vom Gettorfer Weg durch das Gebiet zur Straße Am Bahnhof und damit zum Bahnhof gelangen kann. Ursprünglich sollte der Bahnhaltepunkt Neuwittenbek in diesem Jahr wieder eröffnet werden – das wurde von der Deutschen Bahn verschoben, ein konkretes Datum gibt es noch nicht.

Vergabeverfahren für Grundstücke in den Straßen Hufwiese und Nachtkoppel läuft
Aktuell befinden sich die Grundstücke in den Straßen Hufwiese und Nachtkoppel im Vergabeverfahren. Die Gemeinde möchte das Baugebiet schrittweise vermarkten. Das hat nach Auskunft von Bürgermeister Schinkel-Momsen seinen Grund: Zum einen ist die Kapazität der gemeindlichen Kläranlage begrenzt, zum anderen halten Kita und Grundschule auf diese Weise genügend Plätze für zukünftige Kita-Kinder sowie Schülerinnen und Schüler vor und der Schulstandort wäre gesichert. Würde man alle Grundstücke gleichzeitig vermarkten, gäbe es einige Jahre lang einen großen Ansturm auf Kita und Schule, der dann wieder nachlassen würde.
Keine Erweiterung des Baugebiets geplant
Auf die Frage eines Bürgers, ob eine Erweiterung des Baugebiets geplant sei, gab es vom Bürgermeister die klare Antwort: Nein. Dafür müsse die Kläranlage in Bezug auf die Einwohnergleichwerte deutlich ertüchtigt werden.
Irgendwann muss man sich aufgrund der hohen Verkehrslast Gedanken über den Gettorfer Weg machen, aber nicht jetzt.
Anlieger der Straße Gettorfer Weg sorgen sich um den Zustand der Straße. Zu Recht, so der Bürgermeister, denn die Straße weise viele Schäden auf. Er versicherte, dass die Löcher, die über den Winter entstanden sind, zugemacht werden sollen. Was langfristig mit dem Gettorfer Weg passieren soll, ist noch unklar. „Irgendwann muss man sich aufgrund der hohen Verkehrslast Gedanken über den Gettorfer Weg machen, aber nicht jetzt.“

Ersatzneubau Levensauer Hochbrücke: Der Stahldoppelbogen für die neue Brücke nimmt langsam Formen an
Die Gemeinde Neuwittenbek grenzt mit ihrem Ortsteil Altwittenbek direkt an den Nord-Ostsee-Kanal, wo vor rund vier Jahren die Erd- und Bauarbeiten für den Ersatzbau der Levensauer Hochbrücke begonnen haben. Projektleiter Andreas Rasmus vom Wasserstraßen-Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal, brachte die Anwesenden auf den neuesten Stand. Der Stahldoppelbogen für die neue Brücke nimmt langsam Formen an. „Unser Auftragnehmer hat in den vergangenen Wochen begonnen, die ersten Stahlbleche zuzuschneiden und zu Segmenten für die neue Brücke zusammenzuschweißen“, erklärte Andreas Rasmus, „Mitte kommenden Jahres soll der Doppelstahlbogen eingebaut werden.“

Die Funktion der Bogenfußpunkte
Voraussichtlich Ende April beginnen auch die Stahlarbeiten an den Segmenten für die beiden Vorlandfelder. Die Vorlandfelder verbinden nach Fertigstellung die Fahrbahnplatte der Brücke mit den Zufahrten auf der Nord- und Südseite. Gleichzeitig gehen die Arbeiten auf der Baustelle planmäßig weiter. Die Fundamente, sogenannte Bogenfußpunkte, werden hergestellt. „Diese vier Stahlbetonkörper bilden später die Verbindung zwischen den Enden des Brückenbogens und den Gründungen in der Erde“, sagte der Projektleiter. Auch an der Uferwand Süd und bei den Erdarbeiten an den Zufahrtsdämmen geht es weiter voran.
Im Sommer 2027 soll die neue Brücke eingebaut werden
2027 kommt es wieder zu Sperrungen der alten Brücke: Anfang Januar werden Fußweg und Straße über die alte Brücke zur Vorbereitung des Ersatzneubaus gesperrt. Das Bahngleis wird ab Mitte April gesperrt. Rund vier Monate dauert der Sperrzeitraum, in dem die neue Brücke eingehoben wird. „Nach aktuellem Stand rechnen wir mit der Freigabe der neuen Brücke für den Bahnverkehr im Herbst 2027, für den Kfz-, Rad- und Fußverkehr einige Monate später“, erklärte Andreas Rasmus.
Kommunale Wärmeplanung
Gesche Felgentreff, Klimaschutzmanagerin des Amtes Dänischer Wohld, berichtete über den Stand der kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Neuwittenbek. Gemeinsam mit den anderen sieben Gemeinden im Amtsbereich findet die kommunale Wärmeplanung im Konvoi-Verfahren statt. Trotzdem bekommt jede Gemeinde ihren individuellen Teilwärmeplan. Bei der Wärmeplanung handele es sich um eine rechtlich unverbindliche Planung zur Orientierung über Möglichkeiten, sagte Gesche Felgentreff.
So läuft die Eignungsprüfung der Gebiete in der Gemeinde
Die Eignungsprüfung der Gebiete in der Gemeinde verläuft in drei Schritten. 1. Festlegung von Teilgebieten: Als relevante Teilgebiete für eine Prüfung für eine zentrale Wärmeversorgung wurden die Ortsteile Neuwittenbek und Altwittenbek definiert. In den Außenbereichen kommt eine dezentrale Wärmeversorgung infrage. 2. Prüfkriterien Wärme- oder Wasserstoffnetz: keine Planung von Wasserstoffnetz; Ankerkunden kommunale Liegenschaften; kein bestehendes Wärmenetz; potenzielle Wärmequellen: zwei Biogasanlagen, Planung Freiflächen-Photovoltaikanlage, Vorranggebiet für Windenergienutzung. 3. Keine Eignung für Wärmenetz oder Wasserstoffnetz: Außenbereiche der Gemeinde.
Eignungsprüfung ist vorläufig
Bis Ende April 2026 soll die Eignungsprüfung durch die Klimaschutzagentur des Kreises in Zusammenarbeit mit dem Amtsverwaltung fertiggestellt sein. Die Ergebnisse werden auf der Homepage des Amtes veröffentlicht unter https://www.amt-daenischer-wohld.de/wirtschaft-klimaumweltschutz/kommunale-waermeplanung/
Ein Ingenieurbüro soll mit der Durchführung der Wärmeplanung beauftragt werden, die in zirka einem Jahr stattfinden wird. Die jetzt vorläufig festgestellten Ergebnisse können sich in der Planung eventuell noch ändern. Im Herbst 2026 ist die erste von zwei amtsweiten Informationsveranstaltungen zu dem Thema geplant.
Energieberatung für private Haushalte
Die Klimaschutzmanagerin wies darauf hin, dass es für private Haushalte (Eigenheimbesitzer, Mieter, Vermieter bis zu sechs Wohneinheiten) die Möglichkeit gibt, bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eine Energieberatung zu bekommen. Weitere Informationen gibt es unter https://www.verbraucherzentrale.sh/energieberatung

Diakonieverein Dänischer Wohld e. V.
Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land ist ein großes Problem unserer Zeit die Vereinsamung der Menschen. „Einsamkeit lässt den Menschen verkümmern“, erklärte Anja Fürst, Pflegedienstleistung des Diakonievereins Dänischer Wohld e. V. Sie berichtete über die Arbeit des Diakonievereins, der in allen Gemeinden des Amtsbereichs, also auch in Neuwittenbek, Menschen betreut – sei es in der Grundpflege, Haushaltsführung oder in der Pflegeberatung. Seit Kurzem kommt die spezielle ambulante Palliativversorgung (SAPV) hinzu.
Wir wollen, dass die Menschen so lange wie möglich zuhause bleiben.
Das Ziel des ambulanten Pflegedienstes: „Wir wollen, dass die Menschen so lange wie möglich zuhause bleiben“, so Anja Fürst. Auch dafür hat der Diakonieverein einen Hausnotruf mit einem 24-Stunden-Rufbereitschaftsdienst eingerichtet. Für sie selbst und ihre Mitarbeitenden gilt: „Es wird nicht auf jede einzelne Minute geschaut. Wir wissen, wie wichtig ein gutes Wort für die Seele ist.“
Es wird nicht auf jede einzelne Minute geschaut. Wir wissen, wie wichtig ein gutes Wort für die Seele ist.
Denn viele der Menschen lebten allein, litten unter dem Stigma Pflegebedürftigkeit und hätten eine hohe Demenzgefahr aufgrund des zunehmenden Alters. „Da in den meisten Fällen keine Großfamilie mehr vorhanden ist, wird die Nachbarschaftshilfe umso wichtiger“, so Anja Fürst. Bürgermeister Schinkel-Momsen dankte ihr für den informativen Vortrag und sagte: „Diakonie ist Arbeit mit Herz.“
Weitere Informationen zum Diakonieverein auf der Homepage unter
https://www.diakonie-gettorf.de

Gemeindevertretung / Sirenen / Sperrung des Bahnübergangs / Barrierefreie Bushaltestellen / 19. März 2026
Der Bevölkerungsschutz rückt zunehmend in den Fokus: Neuwittenbek möchte sein Sirenennetz modernisieren und prüft, ob eine Sirene in der Gemeinde ausreichend sein könnte
Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen (WdGN) begrüßte die Mitglieder der Gemeindevertretung vor Kurzem zur ersten Sitzung in 2026, wie gewohnt im Mehrzweckraum an der Klaus-Stein-Halle. Einer der Tagesordnungspunkte bezog sich auf die Sireneninfrastruktur der Gemeinde. Neuwittenbek verfügt über zwei Sirenenstandorte, jeweils einen an der Schule und am Feuerwehrgerätehaus.
Die Sirene am Feuerwehrgerätehaus funktioniert nicht mehr einwandfrei und soll kurzfristig repariert werden. Die Modernisierung der beiden Sirenenanlagen beschloss die Gemeindevertretung unter einer Bedingung: Ein Austausch der alten Sirenen gegen neue soll nur im Falle einer Förderung erfolgen.
In den 1990er-Jahren rückten Sirenen in den Hintergrund und wurden teilweise sogar abgebaut. Vor dem Hintergrund der weltpolitischen Lage gewinnen die Sirenen zunehmend an Bedeutung. Sie sollen wieder für die Alarmierung bzw. Warnung der Bevölkerung dienen. Dafür sind aber Sirenen der neuesten Generation erforderlich.
Förderantrag für neue Sirenen muss am 31. März vorliegen
Das Land hat ein Förderprogramm zur Schaffung einer flächendeckenden Sireneninfrastruktur aufgelegt. Für den Neubau von Sirenen können Fördermittel beantragt werden. Bei einem positiven Förderbescheid übernimmt das Land bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Es gibt eine zeitliche Vorgabe: Spätestens bis zum 31. März 2026 muss der Förderantrag dem Land vorliegen.
Es ist notwendig, dass wir eine zuverlässige Sirenenanlage für die Feuerwehralarmierung haben.
Den Ausschlag für die Gemeindevertretung, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, gab die Sirene am Feuerwehrgerätehaus. Anfang des Jahres ist es zu einem Systemausfall gekommen – seitdem funktioniert die Sirene nicht mehr einwandfrei. Ein Zustand, der laut Bürgermeister Schinkel-Momsen zügig zu beheben ist: „Es ist notwendig, dass wir eine zuverlässige Sirenenanlage für die Feuerwehralarmierung haben.“
Wenn es notwendig ist, die Sirene zu tauschen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt.
Vor dem Hintergrund einer möglichen Förderung, sagte der Bürgermeister: „Wenn es notwendig ist, die Sirene zu tauschen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt.“ Das Problem: Aufgrund einer sehr hohen Nachfrage nach neuen Sirenenanlagen ist mit einer neuen Sirene frühestens ab Mitte 2028 zu rechnen. Eine unverzügliche Reparatur der Sirene ist deswegen notwendig, um die Alarmierung der Feuerwehr sicherzustellen. Die geschätzten Kosten liegen im niedrigen vierstelligen Bereich.

Kann eine Sirene abgebaut werden?
Rechtzeitig vor Ablauf der Frist Ende März will die Gemeinde Neuwittenbek den Förderantrag für zwei neue Sirenen beim Land abgeben. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob eine Sirene in der Gemeinde für die Alarmierung der Feuerwehr und der Bevölkerung ausreichen könnte. Im Klartext: Die Gemeindevertretung fragte sich, ob die Sirene vor der Schule abgebaut werden könnte. Ist das der Fall, soll nur eine neue Sirene angeschafft werden. Die Verwaltung wurde gebeten, den Sachverhalt zu klären.
Kein Tausch ohne Förderung
Die Kosten für zwei neue Sirenen belaufen sich auf 36.000 Euro. Bei einer möglichen Förderung von 32.400 Euro beträgt der Eigenanteil der Gemeinde rund 3600 Euro. Sollte der Förderantrag aufgrund einer Überzeichnung des Förderprogramms (zu viele Gemeinden beantragen neue Sirenen) 2026 nicht berücksichtigt werden, soll der Antrag 2027 erneut gestellt werden. Einstimmigkeit herrschte in der Gemeindevertretung darüber, dass die alten Sirenen ohne eine Förderung vom Land nicht gegen neue ausgetauscht werden sollen – „kein Tausch ohne Förderung.“
Sperrung Bahnübergang Bahnhofstraße ab dem 27. März
In Neuwittenbek wird der Bahnübergang in der Bahnhofstraße vom 27. März bis zum 1. April für den Straßenverkehr, auch Fußgänger und Radfahrer, voll gesperrt. Grund sind Bauarbeiten an der Schiene. Unter anderem müssen Schwellen ausgetauscht werden. Nach Auskunft der Bauleitung werden während der Arbeiten die Lichtanlage und die Schrankenanlage komplett ausgeschaltet. Der Zugverkehr zwischen Kiel und Eckernförde/Rieseby/Schleibrücke Süd fällt nach Auskunft der Nordbahn aufgrund der Bauarbeiten vom 27. März, ab 18 Uhr, bis zum 1. April, 4 Uhr, aus. Für die ausfallenden Zugfahrten richtet die Nordbahn einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein.

Barrierefreie Bushaltestellen
Das Thema „barrierefreie Bushaltestellen“ beschäftigt die Gemeindevertretung schon länger. Vier entsprechende Bushaltestellen, je zwei in Altwittenbek und in Neuwittenbek, sind geplant. Die Errichtung der barrierefreien Haltestellen in Neuwittenbek wird verschoben, da die Haltestellen eng mit der Wiedereröffnung des Bahnhaltepunkts verknüpft sind. Diesen hatte die Deutsche Bahn ursprünglich für 2026 vorgesehen, dann aber verschoben. „Da es kein greifbares Datum gibt, machen die Bushaltestellen an den neuen Standorten keinen Sinn“, so Bürgermeister Schinkel-Momsen.
Zunächst nur in Altwittenbek
Deswegen sollen zunächst nur in Altwittenbek barrierefreie Haltestellen gebaut werden. Die Kosten für die Haltestelle Fahrtrichtung Kiel betragen rund 38.000 Euro, die Kosten für die Haltestelle Fahrtrichtung Schinkel belaufen sich auf rund 34.700 Euro. Da sich die Haltestelle Richtung Kiel in der Straßenbaulast des Kreises befindet, gibt es für die Gemeinde eine hundertprozentige Förderung – in dem Fall zahlt sie nichts.
Für Kommunen gibt es keine Förderung
Die Haltestelle Richtung Schinkel befindet sich in der Straßenbaulast der Gemeinde. Hier muss sie die Kosten komplett übernehmen, da es für Kommunen in dieser Sache keine Förderung gibt. Im Haushalt hat Neuwittenbek 100.000 Euro für das Projekt „barrierefreie Bushaltestellen“ eingeplant.

Rechtsanspruch Offene Ganztagsschule
Zum Schuljahr 2026/27 tritt bundesweit der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Kinder im Grundschulalter in Kraft. Das betrifft auch die beiden Standorte der Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal in Neuwittenbek und Schinkel. Der Offene Ganztag wird stufenweise eingeführt. Zunächst für die 1. Klassenstufe ab dem Schuljahr 2026/27, anschließend jährlich für die nächsthöhere Klassenstufe, bis 2029/30 alle Jahrgänge 1 bis 4 erfasst sind.
Täglich acht Stunden verlässliche Betreuung für die Erstklässler
Der Anspruch umfasst eine verlässliche Betreuung und Förderung von acht Stunden täglich und eine Schließzeit von maximal vier Wochen. Der Elternbeitrag beträgt 135 Euro pro Monat. Entsprechend der Förderrichtlinie werden die Betriebskosten für Ganztagsplätze zu 75 Prozent vom Land gefördert.
Wer hat einen Rechtsanspruch auf eine Ferienbetreuung?
Ändern wird sich auch die Ferienbetreuung. Sie wird künftig nur im Rahmen des rechtsanspruchserfüllenden Offenen Ganztags angeboten. Das bedeutet, dass im Schuljahr 2026/2027 nur Erstklässler einen gesetzlichen Anspruch auf Ferienbetreuung haben. Die erste Ferienbetreuung startet in den Herbstferien 2026. Wichtig für die Eltern: Eine Anmeldung für die Ferienbetreuung hat im Vorwege für ein Schulhalbjahr oder ein Schuljahr zu erfolgen.
Gemeinschaftliche Betreuung
Die Förderrichtlinie schließt die Betreuung von Geschwisterkindern aus höheren Klassen aus. Dafür gibt es keine Förderung – diese Kosten bleiben bei der Gemeinde. Die Betreuungszeit in den Ferien beträgt acht Stunden täglich – gewährleistet durch den Offenen Ganztag. Die Verwaltung schlägt vor, aufgrund der Schülerzahl eine gemeinschaftliche Betreuung beider Schulstandorte anzubieten. Dafür müssen Kooperationsverträge zwischen den Gemeinden Schinkel und Neuwittenbek geschlossen werden. Grundvoraussetzung ist, dass beide Schulstandorte erhalten bleiben.
Die Rolle des Schulträgers
Schulträger ist der Schulverband Schinkel/Neuwittenbek. Die Gemeinde Neuwittenbek geht davon aus, dass der Schulträger fristgerecht bis zum 31. März 2026 einen Antrag auf Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule beim Bildungsministerium stellt, um eine 75-prozentige Förderung zu beantragen zu können.

Baugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“
Die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet sind abgeschlossen, die Baucontainer abtransportiert – selbst die Straßenbeleuchtung funktioniert bereits. Nach Auskunft von Bürgermeister Schinkel-Momsen fehlen noch der Verbindungsweg zum Bahndamm und das Regenrückhaltebecken vor dem Bahndamm. Mit den Arbeiten soll in Kürze begonnen werden. 26 Grundstücke stehen zum Verkauf. Zurzeit läuft das Vergabeverfahren – der Bürgermeister freut sich über viele Bewerbungen.
Personalien in der Gemeindevertretung
Gemeindevertreter Wolfgang Miethke (SPD) hat sein Mandat niedergelegt. Für ihn rückt Joachim Bergmann nach. Er übernimmt auch das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Julia Strack rückt für Wolfgang Miethke in den Wege- und Umweltausschuss nach und übernimmt damit auch den stellvertretenden Ausschussvorsitz. Ihren Sitz im Bauausschuss übernimmt Sven Nossek als bürgerliches Mitglied.

Einwohnerversammlung am 25. März
Wissenswertes aus der Gemeinde können die Bürgerinnen und Bürger auf der Einwohnerversammlung am Mittwoch, 25. März, erfahren. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Scheune Radbruch. Themen sind das Gemeindejubiläum und das Baugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“. Zu Gast ist Andreas Rasmus, Projektleiter beim Wasserstraßen-Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal. Er berichtet über die Fortschritte beim Bau der neuen Levensauer Hochbrücke. Die Klimaschutzmanagerin des Amtes Dänischer Wohld, Gesche Felgentreff, informiert über die kommunale Wärmeplanung. Von der Diakonie kommt Anja Fürst (Pflegedienstleitung). Sie informiert über die Angebote und die Arbeit der Diakonie.
Dorfputz am 28. März
Bürgermeister Schinkel-Momsen lädt alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Neuwittenbek am Sonnabend, 28. März 2026, zur Frühjahrsaktion „Saubere Gemeinde“ ein. Los geht es um 14 Uhr: in Altwittenbek an der Einfahrt „Alter Feldweg“, in Neuwittenbek am Feuerwehrgerätehaus und in Warleberg bei der Gutseinfahrt. Arbeitshandschuhe und Müllbeutel werden gestellt. Am Ende der Aktion gibt es einen Imbiss am Feuerwehrgerätehaus.

Gemeindevertretung Neuwittenbek / 16. Oktober 2025
Zum Schutz des Igels – Die Gemeinde Neuwittenbek beschließt freiwilliges Nachtmähverbot von Mährobotern auf allen gemeindlichen Flächen
Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen (WdGN) begrüßte die Mitglieder der Gemeindevertretung und die Zuhörer am 7. Oktober 2025 im Mehrzweckraum an der Klaus-Stein-Halle, wo alle gemeindlichen Gremien tagen.
Der Beschluss zum Schutz des Igels beinhaltet auch den Appell an die Bürgerinnen und Bürger, ebenfalls freiwillig in den Nachtstunden auf den Einsatz von Mährobotern zu verzichten. Des Weiteren möchte die Gemeinde die Untere Naturschutzbehörde des Kreises bitten, den Erlass einer entsprechenden Verordnung zu prüfen.
Ein weiteres Thema der Sitzung war u. a. die zweite Änderungssatzung der Gemeinde über die Benutzung und Gebührenerhebung für die Betreute Grundschule in Neuwittenbek. Die Regelbetreuungszeit wird auf Wunsch von Eltern von bislang 14 Uhr auf 15 Uhr erweitert. Dadurch ergibt sich eine neue Gebührenstruktur.
Der Beschlussvorschlag zum Schutz des Igels kam von der SPD-Fraktion: „Seit vielen Jahren ist der Bestand an Igeln deutlich rückläufig. Daran sind auch in besonderem Maße nachts fahrende Mähroboter beteiligt.“ Bei dem Igel handelt es sich um nachtaktive Tiere. Er ist kein Fluchttier, das heißt, dass er sich bei einer drohenden Gefahr zusammenrollt. „Das wird ihm beim Zusammentreffen mit einem Mähroboter zum Verhängnis“, so die Begründung der SPD-Fraktion. Die Folgen: abgetrennte Gliedmaßen und schwerste Verletzungen des Igels, die zum qualvollen Tod führen.
Deswegen handelt es sich um einen wegweisenden Beschluss für die Zukunft
Vor der anschließenden Diskussion stellte Bürgermeister Schinkel-Momsen klar, dass die Gemeinde Neuwittenbek derzeit keinen Mähroboter besitzt und infolgedessen auch nicht zum Einsatz bringt. Deswegen handele es sich bei dem Beschluss um einen wegweisenden Beschluss für die Zukunft. Er selbst sei der Auffassung, dass neuere Geräte durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz Lebewesen erkennen könnten. Eine Ansicht, die bei anwesenden Zuhörern unterschiedlich aufgefasst wurde.
Denn natürlich ist unsere Gemeinde bestrebt, Flora und Fauna, somit auch den Igel, zu schützen.
Nach der Diskussion votierte die Gemeindevertretung im Einvernehmen mit der SPD-Fraktion einstimmig für einen Beschluss, den der Bürgermeister einen Beschluss für die Zukunft nennt: „Denn natürlich ist unsere Gemeinde bestrebt, Flora und Fauna, somit auch den Igel, zu schützen.“

Eine Stunde vor Sonnenuntergang – eine Stunde nach Sonnenaufgang
So lautet der Beschluss: „Die Gemeinde Neuwittenbek verpflichtet sich, ab sofort auf dem gesamten Gemeindegebiet spätestens von einer Stunde vor Sonnenuntergang bis frühestens eine Stunde nach Sonnenaufgang den Einsatz von Mährobotern zu Schutze des Igels zu unterlassen. Sie appelliert u. a. im Bürgermeisterbrief an die Einwohnerinnen und Einwohner, diesem Beispiel zu folgen. Sie appelliert an die zuständige Untere Naturschutzbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde, eine Verordnung, die ein entsprechendes Mähverbot ausspricht, zu prüfen und gegebenenfalls zu erlassen.“
Betreute Grundschule erweitert die Betreuungszeit
Die Gemeindevertretung hat die zweite Änderungssatzung über die Benutzung und Gebührenerhebung für die Betreute Grundschule in Neuwittenbek einstimmig beschlossen. Die Regelbetreuungszeit in der Betreuten Grundschule wird von bislang 14 Uhr auf 15 Uhr erweitert. Die Änderungssatzung enthält folgende Gebühren für die Inanspruchnahme einer Betreuung: bis 15 Uhr fallen 135 Euro an, bis 16 Uhr fallen 180 Euro an. Das Bonusheft kostet 135 Euro. Wichtig zu wissen: Bereits erworbene Bonushefte bleiben für den November erhalten. Darüber hinaus ist zunächst der Aufpreis zu entrichten.
Die Gemeinde kommt dem Wunsch von Eltern nach
Hintergrund der Änderungssatzung: Auf diese Weise können Eltern, die Kinder in der Betreuten Grundschule und in der Kita der Gemeinde haben, ihren Nachwuchs zusammen abholen. Betroffene Eltern hatten im Vorfeld diesen Wunsch gegenüber der Gemeinde geäußert. Um diesem Wunsch nachzugehen, wurden eine neue Änderungssatzung und eine neue Gebührenberechnung durchgeführt. Die letzte Gebührenerhöhung liegt sechs Jahre zurück – insofern war aufgrund der deutlich gestiegenen Kosten eine Gebührenanpassung erforderlich.
Entwurf Regionalplan Windenergie an Land: Einschränkungen durch den Grünzug
Das Land Schleswig-Holstein hat Ende Juli 2025 die Entwürfe der neuen Regionalpläne Windenergie an Land vorgestellt. Die Gemeinde Neuwittenbek fällt wie der gesamte Kreis Rendsburg-Eckernförde in den Planungsraum II. Im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahren war die Gemeinde aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben. Die bestehende Planung wird von der Gemeinde zur Kenntnis genommen. Die Gemeinde Neuwittenbek weist in diesem Zusammenhang erneut die Einschränkungen aufgrund der geplanten Grünzüge auf ihrem Gebiet zurück und fordert die Anpassung der Planung.
Schutzradien für Wohngebäude Annenhof 1 und Kattendiek 8 gefordert
Detaillierter wird die Gemeinde in Bezug auf die Wohngebäude Annenhof 1 und Kattendiek 8: Solange die Gebäude zu Wohnungszwecken genutzt werden, fordert die Gemeinde die Einhaltung der Schutzradien. Einer Entwidmung des Wohnraumes erteilt die Gemeinde eine Absage: „Die Entwidmung des Wohnraumes steht dem Ziel der Wohnraumbeschaffung in der Gemeinde entgegen.“ Sollten Wohneinheiten aufgrund der Landesplanung wegfallen, erwartet die Gemeinde, dass ihr Entwicklungspotenzial überproportional wieder aufgefüllt wird.
In Kürze:
Gemeindejubiläum 2026: Die Feierlichkeiten für das 150-jährige Bestehen der Gemeinde Neuwittenbek finden an zwei Tagen statt. Am 29. August ist der Festakt geplant, am 5. September soll getanzt werden.
Baugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“: Bürgermeister Schinkel-Momsen teilte mit, dass die Erschließungsarbeiten nach Plan laufen.
Lehrerwohnhaus: Das Lehrerwohnhaus soll vermietet werden. Die entsprechende Ausschreibung läuft.
Hintergrundinformationen zum Igel:
Igel sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt und fallen unter den besonderen Artenschutz. Es ist verboten, sie zu fangen, zu verletzen und zu töten. Ausnahmen gibt es nur für kranke, verletzte oder hilflose Igel, die nach der Pflege wieder ausgewildert werden müssen. Laut Bußgeldkatalog für Tierschutz wird in Schleswig-Holstein ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro erhoben, wenn ein Igel gefangen, verletzt oder getötet wird oder seine Fortpflanzungs- oder Ruhestätten zerstört werden.

Der 10. September wird in die Geschichte der Gemeinde Neuwittenbek eingehen / Noch nie dagewesene Herausforderung für die Freiwilligen Feuerwehren Neuwittenbek, Blickstedt und Tüttendorf / Bombenfund in Altwittenbek / eine Nachbetrachtung / 12. September 2025
Fliegerbombe auf Acker in Altwittenbek: Rund 300 Bürgerinnen und Bürger mussten evakuiert werden: Den Tag der Einschulung werden die neuen Erstklässler und ihre Eltern nicht so schnell vergessen. Bürgermeister Schinkel-Momsen: „Den Tag hatte ich mir anders vorgestellt“
Erleichterung, Dankbarkeit und Riesenrespekt vor der Arbeit der Experten des Kampfmittelräumdienstes – in der Gemeinde Neuwittenbek war auch an Tag zwei nach der erfolgreichen sprengtechnischen Entschärfung einer Fliegerbombe noch von den Eindrücken eines sehr turbulenten mittwochs geprägt.
Eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die seit über 80 Jahren unter der Erde auf einem Acker im Ortsteil Altwittenbek lag, wurde nach Auswertung von Luftbildaufnahmen entdeckt und in zwei Meter Tiefe gefunden.
Am Mittwoch, 10. September 2025, sollte die 250 Kilogramm schwere Bombe durch den Kampfmittelräumdienst des Landeskriminalamts gesprengt werden. Die Sprengung war für 16 Uhr geplant. Aber die Fliegerbombe konnte erst am Abend im zweiten Versuch erfolgreich sprengtechnisch entschärft werden.
Aufgrund von Verzögerungen fand der erste Sprengversuch erst gegen 18 Uhr statt – der aber nicht erfolgreich war, sodass eine zweite Sprengung nötig wurde. Erneut musste Material, wie Holzbalken für die Fundstelle, für die Sprengung beschafft werden.
40.000 Liter Wasser mussten transportiert werden
Wie bei der ersten Sprengung pumpten die Feuerwehren insgesamt 40.000 Liter Wasser in zwei Säcke, die die Wucht der Explosion begrenzen und für Schutz vor Bombensplittern sorgen sollten. Beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren Neuwittenbek, Blickstedt und Tüttendorf sowie die Berufsfeuerwehr Kiel. Kurz nach 20 Uhr meldete das Team des Kampfmittelräumdienstes das Ende der Vorbereitungen für den zweiten Sprengversuch, der um kurz vor 21 Uhr erfolgreich beendet wurde.

Sperrung des Nord-Ostsee-Kanals, der Bahnlinie, des Luftraums und der Straßen
Aufgrund der Lage des Fundorts mussten der Nord-Ostsee-Kanal, der Luftraum und die Bahnlinie Kiel – Flensburg gesperrt werden. Die Polizei hatte Straßensperrungen rund um den Fundort errichtet, so waren die Ortsdurchfahrt in Altwittenbek und die alte Levensauer Hochbrücke gesperrt. Mit Megafonen informierten sie die Anwohner von der bevorstehenden Evakuierung.
Lagezentrum im Feuerwehrgerätehaus, Sammelstelle an der Turnhalle
Kurzerhand verwandelten Angehörige der Feuerwehr Neuwittenbek ihren Schulungsraum im Feuerwehrgerätehaus in ein Lagezentrum für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste um. Die Neuwittenbeker Turnhalle und der Mehrzweckraum dienten als Sammelstelle für die evakuierten Menschen. Das örtliche DRK übernahm ihre Versorgung.

Keine Einschulungsfeier an der heimischen Kaffeetafel
Ab 15 Uhr wurden alle Menschen, die im Umkreis von 1000 Metern wohnen, evakuiert – neben einem Teil von Kiel-Suchsdorf waren alle Altwittenbeker Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen – auch Familien, die mit ihrem frischgebackenen Erstklässler-Kind sowie Omas und Opas, Tanten und Onkeln gerade am Kaffeetisch saßen, um die Einschulung zu feiern.
Wir wollten gerade mit den Omas und Opas Kaffeetrinken, als wir von der Evakuierung erfuhren.
Auch Anna Albrecht und Jonas Schmidt aus Altwittenbek waren von der Evakuierung betroffen: Sie hatten am Vormittag ihre Tochter Pauline in der Grundschule in Neuwittenbek eingeschult. Das Haus der Familie liegt direkt am Rand des betroffenen Ackers. „Wir wollten gerade mit den Omas und Opas Kaffeetrinken“, sagt Anna Albrecht, „als wir von der Evakuierung erfuhren.“ Den Kuchen verschenkten sie kurzerhand an die bereits angerückten Einsatzkräfte der Feuerwehr.
Diesen Einschulungstag werden wir nicht so schnell vergessen.
Statt zu Hause verbrachte die vierköpfige Familie den Nachmittag auf dem Gelände der Schule und Mehrzweckhalle. Zum Glück war das Wetter gut, sodass Pauline mit einigen Freundinnen und Freunden auf dem Spielplatz spielen konnte. Ihre Eltern nahmen die Evakuierung mit Humor auf: „Diesen Einschulungstag werden wir nicht so schnell vergessen.“
Um 13.24 gab Einsatzleiter Frederik Petersen Alarm
Frederik Petersen, stellvertretender Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Neuwittenbek, hatte an dem Tag die Einsatzleitung. Er wurde um 10.30 Uhr über den Bombenfund und die anstehende Sprengung informiert. Kjell Schröder, Leiter des Ordnungsamtes des Amtes Dänischer Wohld, erreichte die Nachricht, als er mit den Kolleginnen und Kollegen der Amtsverwaltung auf einem Betriebsausflug war. Der Ordnungsamtsleiter ist auch für die Gefahrenabwehr zuständig. Nach Absprache mit Kjell Schröder gab Einsatzleiter Petersen um 13.24 Uhr Alarm. Insgesamt waren knapp 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Neuwittenbek, Blickstedt und Tüttendorf im Einsatz – die Neuwittenbeker Wehr bis 22.30 Uhr, als das Feuerwehrgerätehaus einigermaßen wieder aufgeräumt war.
Wir mussten in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Wasser zur Fundstelle bringen, es war ein ganz enges Zeitfenster.

Keine der Wehren hatte vorher Erfahrung mit Hilfeleistungen für eine Bombensprengung, da im Amtsbereich Dänischer Wohld bis zum Mittwoch noch nie eine Bombe gefunden worden war. Deswegen war ihre Aufgabe eine echte Herausforderung: „Wir mussten in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Wasser zur Fundstelle bringen“, sagt Frederik Petersen, „es war ein ganz enges Zeitfenster.“
Zwei jeweils 600 Meter lange Schläuche
Konkret hieß das: Zwei Schläuche, je 600 Meter lang, waren auf dem Acker parallel zueinander auszurollen, um insgesamt 40.000 Liter Wasser in zwei Säcke zu leiten. Keine leichte Aufgabe, wenn zwischendurch der Druck weniger wird. Als die Männer vom Kampfmittelräumdienst meldeten, dass ein zweiter Sprengversuch nötig sei, war klar: Zum zweiten Mal an dem Tag wurden die Schläuche ausgerollt, zum zweiten Mal mussten 40.000 Liter Wasser in die Säcke gepumpt werden – und das möglichst schnell.
Berufsfeuerwehr Kiel half mit Wasser aus
Da zu dem Zeitpunkt auf dem Hydranten nur ein sehr geringer Wasserdruck herrschte, wurde die Berufsfeuerwehr Kiel um Hilfe gebeten. Die kam mit ihrem Tanklöschfahrzeug und nahm an einem Hydranten in Levensau Wasser auf. „Das war eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Kiel“, so der Neuwittenbeker Einsatzleiter.
Herausforderung: die Dunkelheit
Es gab eine weitere Herausforderung: die Dunkelheit, die inzwischen eingebrochen war. Wieder gab es eine Premiere: Das neue Notstromaggregat der Neuwittenbeker Wehr kam erstmals zum Einsatz und sorgte so für die notwendige Beleuchtung der Fundstelle. Die Einweisung für die Nutzung des Aggregats hatte die Feuerwehr erst Anfang des Monats bekommen.

Nicht unmöglich: ein weiterer Bombenfund
Polizeihauptkommissar Christoph Braun, Stationsleiter der Gettorfer Polizei, schließt es aufgrund der Lage der Gemeinden in der Nähe zum Nord-Ostsee-Kanal nicht aus, dass eine weitere Weltkriegsbombe gefunden werden könnte: „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es nicht noch einmal passiert.“
Die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren und dem Amt Dänischer Wohld war hervorragend!
Beim Polizeihauptkommissar lag die Einsatzleitung im Lagezentrum im Feuerwehrgerätehaus. Aus polizeilicher Sicht hat er nur lobende Worte für alle Beteiligten übrig: „Die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren und dem Amt Dänischer Wohld war hervorragend!“ Gerade in dergleichen Situationen sei es wichtig, dass die Verantwortlichen auch in schwierigen Momenten ruhig und besonnen agierten, „das ist in Neuwittenbek hervorragend gelaufen.“
Auch zu fortgeschrittener Zeit und mit dem kleinen Dämpfer der erneut notwendigen Sprengung war der Fokus stets auf das Ziel gerichtet, die Bombe zu sprengen und den Bürgerinnen und Bürgern die Rückkehr in ihre Häuser zu ermöglichen.

Diesem Urteil schließt sich Ordnungsamtsleiter Kjell Schröder an: „Die gesamte Lage war für alle Beteiligten aus dem Amt Dänischer Wohld neues Terrain. Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen Ordnungsbehörde und der gesamten Blaulicht-Familie verlief die Abarbeitung trotz dessen reibungslos. Auch zu fortgeschrittener Zeit und mit dem kleinen Dämpfer der erneut notwendigen Sprengung war der Fokus stets auf das Ziel gerichtet, die Bombe zu sprengen und den Bürgerinnen und Bürgern die Rückkehr in ihre Häuser zu ermöglichen. Dies ist dem gesamten Team gut gelungen.“
Den Tag hatte ich mir anders vorgestellt, aber am Ende bin ich sehr dankbar und glücklich, dass alles so gut geklappt hat.
„Den Tag hatte ich mir anders vorgestellt“, sagt Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen (WdGN), „aber am Ende bin ich sehr dankbar und glücklich, dass alles so gut geklappt hat.“ Sehr viele Menschen hätten professionell zusammengearbeitet, so wie die Einheiten der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehren Neuwittenbek, Blickstedt und Tüttendorf und der Rettungskräfte.
Fernsehstube im Mehrzweckraum
Sein großer Dank gilt auch dem örtlichen DRK, das über Stunden die evakuierten Menschen im Mehrzweckraum der Turnhalle betreute und am Abend kurzerhand ein TV-Gerät besorgte, damit alle den Beitrag über die Bombenentschärfung in Neuwittenbek im Schleswig-Holstein-Magazin sehen konnten. „Das war keine Wartehallenatmosphäre!“ Sein Dank gilt auch all denjenigen, die Altwittenbekerinnen und Altwittenbeker bei sich zuhause aufgenommen haben.
Höchster Respekt vor der Arbeit des Kampfmittelräumdienstes
„Man weiß nie, was einen erwartet. Das haben wir am Mittwoch ja gesehen“ – vor der Arbeit der Experten vom Kampfmittelräumdienst hat Bürgermeister Schinkel-Momsen höchsten Respekt. Ihnen gilt sein größter Dank für ihre professionelle Arbeit.
Sein Dank gilt aber auch allen Einschulungskindern und ihren Familien für ihr großes Verständnis – denn auch sie hatten sich diesen Tag anders vorgestellt.
Info: Warum konnte die Bombe nicht transportiert, sondern musste vor Ort gesprengt werden?
Nach Auskunft von Mirko Haack vom Kampfmittelräumdienst aus Groß Nordsee war der Bombenkörper nur noch zu 80 Prozent vorhanden, war also schon leicht beschädigt. Außerdem handelte sich beim Zünder um einen Membranzünder, der selten vorkommt. Die Bombe verfügte über zwei Zünder: Frontzünder und Heckzünder. Weil der Heckzünder beschädigt war, konnte er nicht ausgebaut werden – deshalb konnte die Bombe nicht nach Groß Nordsee transportiert werden. Der Frontzünder musste also vor Ort sprengtechnisch entschärft werden, wie es in der Fachsprache heißt. Dass der erste Sprengversuch nicht erfolgreich war, ist nicht unbedingt ungewöhnlich – schließlich kann man nicht in die Bombe hineinsehen.

Sitzung der Gemeindevertretung Neuwittenbek / zweiter Teil / Kommunale Wärmeplanung / 26. Juni 2025
Kommunale Wärmeplanung: Neuwittenbek stimmt dem Konvoi-Verfahren zu
Neben vielen anderen Themen (siehe Bericht unten) stand auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung vor der Sommerpause am 19. Juni 2025 auch der „Beschluss über die Aufstellung der kommunalen Wärmeplanung im kommunalen Konvoi mit Unterstützung der Klimaschutzagentur im Kreis Rendsburg-Eckernförde gGmbH“ auf der Tagesordnung.
Alle Gemeinden im Amt Dänischer Wohld sind aufgefordert, noch vor der Sommerpause das Thema zu beraten und einen Beschluss zu fassen. In der Gemeindevertretung Neuwittenbek gab es keinen Beratungsbedarf, das Gremium votierte einstimmig für die kommunale Wärmeplanung im Konvoi-Verfahren.
Die Gemeinde Neuwittenbek ist wie alle Kommunen im Amt Dänischer Wohld Mitglied der Klimaschutzagentur des Kreises Rendsburg-Eckernförde (KSA). In Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung leitet die KSA dieses Projekt.
Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen (WdGN) erklärte dazu: „Vielleicht heißt das Ergebnis der Planung für uns, dass es in den Außenbereichen der Gemeinde Neuwittenbek keine Wärmenetze geben wird. Aber auch das ist dann eine Erkenntnis.“
Zum Hintergrund: Bereits am 5. Oktober 2023 hat Neuwittenbek die freiwillige kommunale Wärmeplanung beschlossen. Die Klimaschutzagentur, in der die Gemeinde wie alle Gemeinden im Amt Dänischer Wohld Mitglied ist, wurde gebeten, entsprechende Förderanträge zu stellen.
Deswegen herrschte in den Gemeinden plötzlich große Unsicherheit in Sachen kommunale Wärmeplanung
Einiges ist seit Oktober 2023 geschehen: Im November 2023 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Notkredite des Bundes für verfassungswidrig – genauer: die Verwendung von Corona-Notkrediten für den Klima- und Transformationsfonds. Die Folge: Die erwartete Fördermöglichkeit wurde erheblich eingeschränkt – in den Gemeinden herrschte große Unsicherheit in Bezug auf die kommunale Wärmeplanung bzw. auf die Kostenfrage.
Seit März 2025 ist das Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes in Kraft
Im Januar 2024 trat das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG Bd) in Kraft, das die Länder verpflichtet, Wärmepläne für ihre Kommunen zu erstellen. Das dazu gehörige Ausführungsgesetz des Landes Schleswig-Holstein, die Änderung des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes (EKWG-SH), ist im März 2025 in Kraft getreten.
Jetzt sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet
Zwar sind die Ausführungsbestimmungen noch nicht in Kraft getreten, aber nach Auskunft des Amtes ist es klar, dass die kommunale Wärmeplanung eine gesetzliche Verpflichtung darstellt. Das hat finanzielle Auswirkungen positiver Art für die Gemeinden: Es ist gesichert, dass an der Stelle der vormals gedachten Förderungen nun eine echte Konnexität vorhanden sein wird. Das bedeutet, dass den Kommunen die Kosten für die Wärmeplanung erstattet werden.
Deswegen gibt es jetzt Geld vom Land
Konnexität bedeutet: Wer bestellt, der bezahlt. Das Konnexitätsprinzip stellt sicher, dass keine kostenintensiven Aufgaben vom Land auf die Gemeinde übertragen werden, ohne dass die Kommunen für die finanzielle Mehrbelastung einen entsprechenden Ausgleich bekommen.
Neuwittenbek kann mit 10.013 Euro als Ausgleichsbetrag rechnen
Das heißt für Neuwittenbek, dass die Gemeinde auf Antrag einen pauschalen Ausgleichsbetrag in Höhe von 8,50 Euro je Einwohner bekommt – entspricht 10.013 Euro. Sollten die Kosten für die Wärmeplanung höher sein, erfolgt die Festlegung der tatsächlichen Höhe der Ausgleichsmittel nach der Schlussrechnung. Das bedeutet, dass die Kommune in Vorleistung gehen muss. Entsprechend wird der Gemeindevertretung empfohlen, die Summe von 10.013 Euro im Haushalt als Aufwand zu veranschlagen.
Die Rolle der Klimaschutzagentur
Durch die obengenannten Entwicklungen mussten die Umsetzungsschritte für die Wärmeplanung neu überdacht werden. Die Klimaschutzagentur hat für die Mitgliedsgemeinden, also auch für Neuwittenbek, ein Verfahren zur tatkräftigen Unterstützung vorgeschlagen. Das betrifft insbesondere die sogenannte Eignungsprüfung nach Paragraf 14 Wärmeplanungsgesetz des Bundes – die Klimaschutzagentur wird gemeinsam mit der Amtsverwaltung das Projekt kommunale Wärmeplanung voranbringen.
Deswegen ist eine Konvoi-Bildung möglich
Um die Ressourcen zu bündeln, ist eine Konvoi-Bildung geplant – da das Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes Schleswig-Holstein es kleineren Gemeinden unter 10.000 Einwohnern zwecks Kostenersparnis und Ressourcennutzung ermöglicht, im Verbund mit anderen Kommunen die Wärmeplanung aufzustellen.
Warum der Beschluss noch vor der Sommerpause gefasst werden soll
In Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung hat die Klimaschutzagentur eine entsprechende Vereinbarung erarbeitet, die alle acht amtsangehörigen Gemeinden beraten und dafür einen Beschluss fassen sollen – noch vor Beginn der Sommerpause, um eine zügige Umsetzung zu gewährleisten. Ist das passiert, stehen die Gemeinden des Amtes Dänischer Wohld ganz oben auf der Liste der Klimaschutzagentur. Spätestens bis zum 30. Juni 2028 muss die Wärmeplanung der Kommunen fertig sein.
Jede Gemeinde bekommt auch ihren eigenen Wärmeplan
Die kommunale Wärmeplanung wird als ein Gesamtbericht für die acht Gemeinden erstellt. Zusätzlich soll ein auf das jeweilige Gemeindegebiet individueller kommunaler Wärmeplan erarbeitet werden.
Bildung einer Lenkungsgruppe - die Rolle der Bürgermeister
Haben alle Gemeinden dem Konvoi-Verfahren für kommunale Wärmeplanung zugestimmt bzw. einen Beschluss gefasst, wird ein externes Planungsbüro mit den Untersuchungen beauftragt. Verantwortlich für die Durchführung des Projekts sind die Klimaschutzagentur und die Amtsverwaltung. Es soll eine Lenkungsgruppe gebildet werden, in der die Bürgermeisterin und alle sieben Bürgermeister Mitglied sind – sie haben ein volles Stimmrecht. Für Neuwittenbek wird Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen Mitglied der Lenkungsgruppe sein.

Sitzung der Gemeindevertretung Neuwittenbek / erster Teil / Baugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“ / Betreute Grundschule / 24. Juni 2025
Neuwittenbek legt Richtlinie für die Vergabe der gemeindlichen Baugrundstücke fest
Im Baugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“ werden aktuell 36 Baugrundstücke erschlossen. Möglich ist eine künftige Bebauung der Grundstücke mit Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern. Auf der letzten Sitzung vor der Sommerpause am 19. Juni 2025 fasste die Gemeindevertretung den einstimmigen Beschluss über die Kriterien, die für die Vergabe von Baugrundstücken für Einzel- und Doppelhäuser maßgebend sind. In einem ersten Vergabeverfahren sollen 26 Grundstücke vergeben werden.
Kurzfristig wurde die Tagesordnung um den Punkt Betreute Grundschule erweitert. Hintergrund ist der Wunsch vieler Eltern, die Regelzeit für die Betreuung auf 15 Uhr (bisher 14 Uhr) zu erweitern bzw. zu ersetzen. Die Gemeindevertretung suchte nach einer Überbrückungslösung für den Beginn des neuen Schuljahres, die längstens bis zu der Verabschiedung einer neuen Satzung mit der Betreuungszeit bis 15 Uhr als Regelzeit gelten soll. Fündig wurde sie in einer Bonusheftregelung, die als Ausnahme bei der Gebührenfestsetzung von der Politik beschlossen wurde. Spätestens Ende Oktober soll eine neue Gebührensatzung mit der neuen Regelbetreuungszeit gelten.
Die Namen für die Straßen im Neubaugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“ wurden bereits im Wegeausschuss festgesetzt. Fehlte nur noch die Zustimmung der Gemeindevertretung, die am 19. Juni umgehend erfolgte. Die zukünftigen Neubürgerinnen und Neubürger wohnen in der Hufwiese, in der Nachtkoppel und im Sommerskamp.
Das sollten Kaufinteressenten beachten:
Wer in Neuwittenbek ein Grundstück erwerben und ein Einzelhaus oder Doppelhaus bauen möchte, sollte eines wissen: Das Grundstück soll überwiegend (mehr als 50 Prozent) zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden. Nur an diese Kaufinteressenten will die Gemeinde Grundstücke verkaufen.
Bewerbungen aus Neuwittenbek werden bevorzugt behandelt
Bewerbungen von Kaufinteressenten, die aus der Gemeinde Neuwittenbek kommen oder einen familiären Bezug 1. oder 2. Grades zu in der Gemeinde lebenden Personen haben, haben Vorrang. Gleiches gilt für aktuell Beschäftigte in der Gemeinde. Liegen für ein Grundstück mehrere Bewerbungen vor, wird im Losverfahren entschieden, welchem Bewerber das Grundstück zum Kauf angeboten wird. Nach eingehender Beratung votierte die Gemeindevertretung einstimmig für die „Richtlinie der Gemeinde Neuwittenbek für die Vergabe von gemeindlichen Baugrundstücken für eine Einzel- und Doppelhausbebauung“.
Die alte Liste der Kaufinteressenten existiert noch
Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen (WdGN) teilte auf Nachfrage aus der Zuhörerschaft mit, dass ihm die alte Liste mit den Namen von Interessenten vorliege. Hintergrund ist der Umstand, dass die Gemeinde sich erstmals 2019 mit dem Baugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“ befasst hat. Mehrere Bürger aus der Gemeinde meldeten im Laufe der Zeit ihr Kaufinteresse an einem Baugrundstück an – einige sind in der Zwischenzeit bereits wieder abgesprungen.
Der Bürgermeister führt eine zweite Liste, das Amt eine dritte Liste
Mittlerweile führt der Bürgermeister eine zweite Liste mit möglichen Kaufinteressenten. „Ich nehme auch weiterhin Interessenten auf“, sagte Bert Schinkel-Momsen. Diese Interessentenliste wird mit der in der Amtsverwaltung geführten Liste der Bewerber für Baugrundstücke abgeglichen. Interessenten melden sich bei Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen oder in der Amtsverwaltung Dänischer Wohld in Gettorf.
Darum wird nur ein erster Teil der Grundstücke verkauft
Die Tatsache, dass nicht alle Grundstücke vergeben werden, hat Gründe. Zum einen weist die gemeindliche Kläranlage eine begrenzte Zahl von Einwohnergleichwerten auf. Zum anderen ist die weitere Infrastruktur der Gemeinde wie Krippe, Kita und Schule für einen sprunghaften Anstieg der Bevölkerung nicht ausgelegt.
Betreute Grundschule: Wunsch der Eltern nach Regelbetreuung bis 15 Uhr
Waltraud Meier (SDP), Vorsitzende des Sozialausschusses, stellte unter dem Punkt „Anfragen“ den Wunsch der Eltern vor, die Regelbetreuungszeit in der Betreuten Grundschule von 14 auf 15 Uhr zu verlegen – ohne dass eine zusätzliche Gebührenregelung geschaffen werden müsse. Die 14 Uhr-Zeit solle auf Vorschlag der Eltern wegfallen.
Aktuelle Zeiten und Gebührensätze der Betreuten Grundschule
Das sind die aktuellen Zeiten und Gebührensätze für die Betreute Grundschule Neuwittenbek: Bis 14 Uhr kostet ein Platz 90 Euro im Monat. Diese Regelung nehmen 25 Kinder in Anspruch. Die Betreuung bis 16 Uhr kostet 180 Euro im Monat. Neun Kindern nehmen sie in Anspruch. 2024 betrugen die Kosten für die Betreute Grundschule 91.000 Euro – ohne Raum-, Heizungs-, Reinigungs- und Verwaltungskosten.
Hohe Kosten für die Betreute Grundschule
Auf 39.200 Euro belaufen sich die Einnahmen aus den Elternbeiträgen. Das Land hat sich mit Zuschüssen in Höhe von 4380 Euro beteiligt – die restliche Summe trägt die Gemeinde. „Die Kostendeckungsquote ist bedenklich niedrig“, so der Bürgermeister. Bei einer Verlängerung der Regelbetreuung bis 15 Uhr würden keine zusätzlichen Personalkosten anfallen, da das Personal ohnehin bis 16 Uhr vor Ort sei, gab Waltraud Meier zu bedenken.
„Damit senden wir ein Signal an die Eltern, dass wir flexibel reagieren.“
Mehrere Lösungen wurden diskutiert, um die Wünsche der Eltern zu erfüllen. „Damit senden wir ein Signal an die Eltern, dass wir flexibel reagieren“, bekräftigte der Bürgermeister. Nur – wie sollten die Gebühren ohne eine gültige Satzung festgesetzt werden? Waltraud Meier erinnerte an das Bonusheft, das immer noch existiere. Das Gutscheinheft kann im neuen Schuljahr als Überbrückung dienen, bis eine neue Satzung spätestens im Oktober verabschiedet worden ist.

Erweiterung der Tagesordnung, um die Bonusheft-Lösung zu beschließen
In Anbetracht der Tatsache, dass diese Sitzung die letzte vor der Sommerpause war und die Verwaltung eine Satzungsänderung erst erarbeitet werden muss, wurde die Tagesordnung kurzerhand erweitert, um eine Rechtssicherheit sowohl für Gemeinde als auch Eltern zu schaffen. Das Bonusheft kostet 90 Euro. Eltern, die im neuen Schuljahr ihr Kind bis 15 Uhr betreuen lassen möchten, können einen Bonusgutschein zur Hälfte anrechnen lassen. Einstimmig beschlossen wurde auch, dass die Gemeinde die Satzung dahingehend ändern wird, dass die Regelbetreuungszeit bis 15 Uhr läuft. Entsprechend ist die Gebührensatzung anzugleichen (moderate Gebührenerhöhung).
Stärkung des Schulstandorts Neuwittenbek
Bürgermeister Schinkel-Momsen hofft, dass die Gemeinde auf diese Weise das Angebot der Betreuten Grundschule attraktiver gestalten kann. Durch das attraktive Angebot soll der Erhalt des Schulstandorts Neuwittenbek gestärkt werden. Konkret hofft die Gemeinde, dass in Zukunft mehr Eltern ihre Kinder in der Grundschule am Nord-Ostsee-Kanal, Standort Neuwittenbek, anmelden. In diesem Zusammenhang berichtete er, dass die neue Schulleiterin, Julia Kluge, bereits am 1. Juni ihren Dienst in der Grundschule angetreten hat.
Vermietung des ehemaligen Lehrerwohnhauses
Das ehemalige Lehrerwohnhaus, das zwei Wohnungen enthält, soll befristet vermietet werden. Der Bürgermeister erklärte, dass das Amt signalisiert habe, das Haus zwecks Unterbringung von Geflüchteten anzumieten. Bert Schinkel-Momsen wies darauf hin, dass auch die Gemeinde Neuwittenbek ihren Teil zur Flüchtlingsunterbringung tragen müsse und begrüßte die Anfrage des Amtes.
Beide Wohnungen oder nur eine Wohnung ans Amt vermieten?
Waltraud Meier plädierte entsprechend der Beratung im Sozialausschuss für die freie Vergabe einer der beiden Wohnungen an Menschen aus der Gemeinde – und nur eine Wohnung an das Amt zu vermieten. Michael Magath (WdGN) trat für die Vermietung beider Wohnungen an das Amt ein. Die Räumlichkeiten seien durch ihre Kleinteiligkeit optimal für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet. Außerdem seien die Mietverträge befristet.
Freies Vergabeverfahren für jede einzelne Wohnung
Nicola Malmström-Zinke (CDU) sprach sich für eine öffentliche Ausschreibung aus. Frank Zinke (CDU) beantragte, beide Wohnungen im freien Vergabeverfahren einzeln im Amtsblatt auszuschreiben. Die Mietverträge sollen auf zwei Jahre befristet sein. Bisherige Interessenten sollen auf das Verfahren hingewiesen werden. Auch das Amt, das sich für das gesamte Haus interessiert, kann sich auf die Wohnungen bewerben oder aber den Hilfeempfängern bei der Bewerbung behilflich sein. Die Gemeindevertretung folgte seinem Vorschlag einstimmig.
In Kürze:
Naturgruppe Kita: Die Naturgruppe nimmt am 1. September 2025 ihren regulären Betrieb aufnimmt. Die Naturhütte ist fertig.
Private Nutzung von Liegenschaften der Gemeinde (Sporthalle, Mehrzweckraum): Vermehrt hat es aus der Bevölkerung Anfragen für eine private Nutzung von Sporthalle oder Mehrzweckraum für Kindergeburtstage gegeben. Mit Hinweis auf Haftungs- und Versicherungsfragen sowie eventuelle Schäden lehnte die Gemeindevertretung eine private Nutzung ab. Der Beschluss erfolgte einstimmig.
Umbesetzung von Ausschüssen: Silke Schneider (SPD) ist von ihrem Amt als stellvertretendes Mitglied im Sozialausschuss und im Finanzausschuss zurückgetreten. Als Nachfolger rücken Jürgen Strack (SPD) im Sozialausschuss und Waltraud Meier (SPD) im Finanzausschuss nach.
Beteiligung zweiter Entwurf Teilfortschreibung Landesentwicklungsplan „Wind“: Der zweite Entwurfsplan der Teilfortschreibung „Windenergie an Land des Landesentwicklungsplanes Schleswig-Holstein – Fortschreibung 2021 wird von der Gemeinde Neuwittenbek zur Kenntnis genommen. Die Gemeinde weist darauf hin, dass die Ausweisung einer „Hauptachse des überregionalen Vogelzugs mit besonderer Bedeutung“ einen erheblichen Eingriff in die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde darstellt.
Gleichzeitig geht die Gemeinde davon aus, dass die vorgesehene Achse eine bauliche Entwicklung in dem Bereich nicht generell ausschließen kann. Dies wird insbesondere dadurch begründet gesehen, weil ein sehr breiter Gürtel dieses Schutzanspruches sich ausgehend von Schleswig/Eckernförde von der Ostseeküste bis zur Halbinsel Eiderstedt an der Nordsee zieht. Die Gemeinde Neuwittenbek würde es daher sehr begrüßen, wenn beim Fortgang des Planverfahrens entsprechende Festlegungen hinsichtlich baulicher Entwicklungen getroffen würden.
Neuaufstellung der Regionalpläne für die Planungsräume I, II und III des Landes Schleswig-Holstein, Beteiligungsverfahren zu den zweiten Entwürfen: Die Gemeindevertretung der Gemeinde Neuwittenbek nimmt die 2. Entwurfsplanung für die Neuaufstellung der Regionalpläne für die Planungsräume I, II und III des Landes Schleswig-Holstein zur Kenntnis. Die Gemeinde vertritt weiterhin den Standpunkt, dass eine bauliche Entwicklung im Ortsteil Altwittenbek durch die Ausweisung des „Regionalen Grünzuges“ stark eingeschränkt wird und widerspricht diesbezüglich der Planungsabsicht.

Neuwittenbek / Nord-Ostsee-Kanal / Sachstand Bauarbeiten Levensauer Hochbrücke / 18. Juni 2025
Ab heute ist die alte Levensauer Hochbrücke wieder für den Autoverkehr freigegeben
Seit Mittwoch, 18. Juni 2025, rollt der Kfz-Verkehr wieder über die alte Levensauer Hochbrücke. Sie war im Zuge der Bauarbeiten für die neue Hochbrücke seit dem 11. März 2024 für den Autoverkehr gesperrt.
Das ist eine erfreuliche Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Neuwittenbek und aus den umliegenden Gemeinden: Seit Mittwoch können sie auf dem Weg nach Kiel den Nord-Ostsee-Kanal wieder über die alte Levensauer Hochbrücke überqueren. Das gilt auch für die Busse. Der Verkehr wird einspurig über die Brücke geführt.
Der Bau der Widerlager läuft nach Plan
Nach Auskunft von Projektleiter Andreas Rasmus vom Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) NOK laufen die Bauarbeiten nach Plan. Konkret betrifft das den Bau der Widerlager für die neue Brücke. „Der Bau der Widerlager für die neue Kanalquerung läuft nach Plan, sodass wir die Brücke im Laufe des 18. Juni wieder für den Straßenverkehr freigeben können“, so der Projektleiter.
Provisorischer Damm für den Kfz-Verkehr über dem südlichen Widerlager
Für den Straßenverkehr entsteht über dem südlichen Widerlager zudem ein provisorischer Damm. „Für Kraftfahrzeuge sowie für den bereits wieder angelaufenen Bahn-, Rad- und Fußverkehr haben wir mehrere Behelfsbrücken über den Baugruben der neuen Widerlager errichten lassen.“
Winterquartier für die Fledermäuse
Das neue nördliche Widerlager kann durch seine kammerartige Bauweise nach Fertigstellung der Brücke von Fledermäusen als Winterquartier genutzt werden. Auf der südlichen Kanalseite bleibt das alte Widerlager als Fledermaus-Winterquartier erhalten, übernimmt aber keine statische Funktion mehr für die neue Brücke, so die Auskunft von Andreas Rasmus.
Gründungen für die neue Brücke fertig
In den vergangenen Wochen haben die beauftragten Firmen auch die Arbeiten an den vier rund 30 Meter tief in die Erde reichenden Gründungen der neuen Brücke abgeschlossen. Sie bestehen aus je einem mit Stahlbeton verfüllten Bohrpfahlring.
Nächste Sperrung der alten Levensauer Brücke wird die letzte sein
„Wenn wir die alte Brücke das nächste Mal sperren, wird es voraussichtlich auch das letzte Mal sein – nämlich, um sie abzubauen und durch die neue Erste Levensauer Hochbrücke zu ersetzen“, sagt der Projektleiter. Wann das sein wird, lässt sich erst nach Abschluss des Vergabeverfahrens für den Brückenüberbau, also für die Bögen, Vorlandfelder und Fahrbahnplatte, sagen.
Hintergrund: Ersatzneubau Erste Levensauer Hochbrücke und NOK
Die Erste Hochbrücke Levensau wurde 1894 erbaut und ist das ältesteden Nord-Ostsee-Kanal (NOK) überspannende Brückenbauwerk. Sie führt die Kreisstraße 24/27 und die Bahnlinie Kiel–Eckernförde über den NOK. Die Brücke nähert sich dem rechnerischen Ende ihrer technischen Lebensdauer. Ein Ersatzneubau ist wirtschaftlich günstiger als eine Instandsetzung und ermöglicht eine Verbreiterung des NOK an dieser Stelle.

Gemeindevertretung Neuwittenbek / 19. März 2025
Baugebiet „Gettorfer Weg/Bantesholm“ – Gemeinde gibt den Startschuss für die Erschließungsarbeiten
Es geht voran: Auf ihrer Sitzung am 13. März 2025 beschlossen die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter die Auftragsvergabe für die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet „Gettorfer Weg/ Bantesholm.“ Bürgermeister Bert Schinkel-Momsen (WdGN) hofft, dass die Erschließungsarbeiten Anfang April beginnen, sodass Ende 2025 eine erschlossene Grundfläche vorliegt. 2026 könnte dann erste Grundstücke bebaut werden.
Es ist eine stattliche Summe, die Neuwittenbek für die Erschließungsarbeiten zahlt – und doch stammt sie von dem günstigsten Anbieter. Für die Gesamtangebotssumme von 4.314.209,14 Euro erhielt die Firma EUROVIA den Zuschlag. Die zu zahlende Summe verringert sich um 124.467,98 Euro, da die Verlegung von Strom- und Breitbandleitungen direkt von den Netzbetreibern SH-Netz und dem Breitbandzweckverband beauftragt und bezahlt werden.
EUROVIA übernimmt auch die Verlegung von Strom- und Breitbandleitungen
Das heißt, dass Neuwittenbek für die Erschließung des Neubaugebiets 4.189.741,16 Euro zahlen muss. Michael Magath, Vorsitzender des Bauausschusses/WdGN, wies darauf hin, dass auch diese Arbeiten von der Firma EUROVIA ausgeführt werden: „So bleibt alles in einer Hand. Das ist gut für den Arbeitsablauf.“
Mithilfe von Drohnen soll die Fläche des zukünftigen Neubaugebiets abgesucht werden
In zwei Abschnitten soll die Erschließung der 4,6 Hektar großen Fläche erfolgen. Zirka 55 Wohneinheiten (Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser und kleine Mehrfamilienhäuser) können dort entstehen. Vor Beginn der Erschließungsarbeiten muss noch der Bewuchs entfernt werden. Doch vorher will die Gemeinde die gesamte Fläche auf mögliche Tiervorkommen hin kontrollieren lassen. Im Auftrag der Gemeinde wird der Verein „Kitzrettung Dänischer Wohld“ mithilfe von Drohnen das Gebiet absuchen.
Vorgesehen ist die Einrichtung dreier E-Ladesäulen
Drei E-Ladesäulen sollen im Neubaugebiet aufgestellt werden. Entsprechende Vorarbeiten wurden von der Amtsverwaltung bereits eingeleitet.
Straßennamen fehlen noch
Noch gibt es keine Straßennamen. Der Wege- und Umweltausschuss hat sich bereits mit dem Thema beschäftigt. Bezeichnungen aus Flurkarten fanden im Ausschuss große Zustimmung. Nun sind die Fraktionen am Zug, darüber zu beraten, bevor es wieder ins Gremium geht.
Quadratmeterpreis steht noch nicht fest
Wie viel potenzielle Interessenten für ein Quadratmeter Grundstück im Neubaugebiet bezahlen müssen, steht noch nicht fest. „Wir haben noch keinen Preis für den einzelnen Quadratmeter“, sagte der Bürgermeister. Dafür müsse die Gemeinde zunächst eine Kostenbilanz aufstellen.
Ich hoffe, dass wir viele junge Familien ansprechen können.
Fest steht auch noch nicht die Richtlinie für die Vergabe der Grundstücke. „Noch haben wir keine Vergabekriterien entwickelt“, so Bert Schinkel-Momsen. Im zweiten Quartal soll eine entsprechende Richtlinie festgelegt werden. „Ich hoffe, dass wir viele junge Familien ansprechen können“, lautet der Wunsch des Bürgermeisters mit Hinblick auf die Stärkung des Schulstandorts Neuwittenbek, „wir wollen unseren Bildungscampus (Kita, Grundschule, Sporthalle, Jugendtreff) mit Leben füllen.“
Weitere Nutzung des alten Lehrerwohnhauses
Seit über einem Jahr steht das alte Lehrerwohnhaus leer und damit die Frage der Weiternutzung im Raum. Ursprünglich plante die Gemeinde, aufgrund von Raumproblemen in der kommunalen Kita im nahen Lehrerwohnhaus eine U3-Kindergartengruppe unterzubringen. Aufgrund des fehlenden Brandschutzes und der fehlenden Barrierefreiheit kam das nach einer ersten Vorprüfung nicht weiter infrage. In Bezug auf eine Ü3-Gruppe muss erst geprüft werden, ob dies vor dem Hintergrund der neuen Naturgruppe noch erforderlich ist.
Lehrerwohnhaus soll vermietet werden
Bereits im Bauausschuss hatte man sich schließlich auf eine befristete Vermietung geeinigt – ein Verkauf kam nicht infrage. Die Gemeindevertretung begrüßte dieses Vorgehen.
Ernennung und Vereidigung des Gemeindewehrführers
Und dann stand noch eine Ernennung und Vereidigung im Rahmen der Gemeindevertretersitzung an. Ende Januar war Gemeindewehrführer Carsten Schröder von der Freiwilligen Feuerwehr Neuwittenbek bei den anstehenden Vorstandswahlen in seinem Amt bestätigt worden – damit tritt er seine fünfte Amtszeit an.
„Eingeschworene, funktionierende und sich vertrauende Feuerwehr“
Nach der Zustimmung durch die Gemeindevertretung wurde Carsten Schröder von Bürgermeister Schinkel-Momsen ernannt und vereidigt – nicht ohne vorher seine Freude über die eindeutige Wahl sowie die „eingeschworene, funktionierende und sich vertrauende Feuerwehr“ zum Ausdruck zu bringen.
In Kürze:
Verwirrung durch Schilder: In der Hauptstraße sorgen noch immer Schilder für Verwirrung. „Sehr gewinnen werden wir, wenn wir endlich eine vernünftige 30er-Beschilderung bekommen“, so der Bürgermeister.
30er-Zone: Der Seniorenbeirat möchte eine 30er-Zone in der Ortsdurchfahrt einrichten. Aufgrund der bevorstehenden Änderung der Straßenverkehrsgesetze wird das Thema zunächst vertagt bzw. in den Wege- und Umweltausschuss verschoben. (Die Reform der StVO soll es den Gemeinden erleichtern, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Tempo 30 anzuordnen, zum Beispiel beim so genannten Lückenschluss zwischen zwei schon vorhandenen Tempo-30-Strecken.)
Verschoben: Vier barrierefreie Bushaltestellen soll die Gemeinde bekommen, jeweils zwei in Neuwittenbek und in Altwittenbek. Die Planungen sind bereits gelaufen – alles war für die Durchführung der Baumaßnahmen in 2025 vorbereitet. Jetzt wurde klar, dass das Vorhaben verschoben werden muss. Der Grund: Es gibt in diesem Jahr keine Förderung mehr durch den Kreis.