
Gemeindevertretung Tüttendorf / Modernisierung Feuerwehr Tüttendorf / Aufstellungsbeschluss für 5. Änderung des Flächennutzungsplans / Gebühren für zentrale Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung steigen / Haushaltsplan 2026 / 11. Dezember 2025
Neues Löschfahrzeug (LF 10) für die Freiwillige Feuerwehr Tüttendorf: Gemeinde nimmt an der Sammelbeschaffung des Landes teil – trotzdem bleiben rund 400.000 Euro für die Gemeinde
Zur letzten Sitzung der Gemeindevertretung in 2025 begrüßte Bürgermeister Thomas Thee (CDU) die Gremiumsmitglieder sowie die Zuhörerschaft in der Alten Schule im Ortsteil Tüttendorf. Es standen einige Punkte an, die noch in diesem Jahr beschlossen bzw. auf den Weg gebracht werden mussten.
Dazu gehörten u. a. die Themen Löschfahrzeug für die Tüttendorfer Wehr, Anhebung der Gebühren für die zentrale Schmutzwasserbeseitigung und Niederschlagswasserbeseitigung in den Ortsteilen Wulfshagenerhütten, Blickstedt und Tüttendorf sowie der Aufstellungsbeschluss für die 5. Änderung des Flächennutzungsplans, um in das Planungsverfahren für ein Misch- und Gewerbegebiet am Ortseingang von Blickstedt (aus Richtung Gettorf), westlich der alten Trasse der B76 und östlich der B76 einzusteigen.
In der Gemeinde herrscht Einverständnis über die Tatsache, dass die Ortsfeuerwehr Tüttendorf einen hohen Modernisierungsbedarf hat. Das gilt sowohl für das Feuerwehrgerätehaus als auch für das Löschfahrzeug. Für das Löschfahrzeug wurde jetzt ein Durchbruch erzielt. Mitte des Jahres wurde deshalb eine entsprechende Arbeitsgruppe gegründet, die einen Vorschlag für die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs (LF 10) erarbeitete. Die Gemeindevertretung folgte diesem Vorschlag und beschloss, an der Sammelbeschaffung des Landes teilzunehmen, um Kosten zu sparen.
LF 10: In der Einzelbeschaffung kostet es 600.000 Euro
Denn durch die Anschaffung eines neuen LF 10 entstehen normalerweise Kosten von rund 600.000 Euro. Durch die Teilnahme an der Sammelbeschaffung reduziert sich der Preis um 100.000 Euro. Somit verbleiben für die Gemeinde immer noch 500.000 Euro. Aufgrund der Förderrichtlinie des Kreises kann die Gemeinde im Falle der Sammelbeschaffung mit einer höheren Förderung von 96.250 Euro rechnen – bei einer Einzelbeschaffung durch die Gemeinde verringert sich die Förderung auf 41.250 Euro.
Bis zum 31. Dezember 2025 muss der Bürgermeister den Vertrag mit der GM.SH unterschrieben haben
Um an der Sammelbeschaffung des Landes teilzunehmen, ist ein konkreter Beschluss der Gemeindevertretung erforderlich. Das hat die Tüttendorfer Gemeindevertretung getan und den Bürgermeister ermächtigt, einen entsprechenden Vertrag mit der GM.SH (Gebäudemanagement Schleswig-Holstein) zu schließen – das muss bis zum 31. Dezember 2025 erfolgt sein. Mit der Auslieferung des neuen LF 10 rechnet die Gemeinde 2028/2029.

Gebühren für die zentrale Abwasserbeseitigung steigen
In den Ortsteilen Wulfshagenerhütten, Blickstedt und Tüttendorf steigen zum 1. Januar 2026 die Abwassergebühren. In Wulfshagenerhütten steigen die Gebühren für Schmutzwasser auf 2,34 Euro pro Kubikmeter – das ist ein Plus von 1,12 Euro. Pro Quadratmeter Niederschlagswasser zahlen die Bürgerinnen und Bürger in Wulfshagenerhütten zukünftig 86 Cent – das ist ein Plus von 43 Cent. Einer der Hauptgründe für die Anhebung der Gebühren sind die Kosten für die Entschlammung der Klärteiche nach über 25 Jahren. Entsprechend wurde die Satzung über die Erhebung der Abgaben geändert (zweite Nachtragssatzung) und von der Gemeindevertretung beschlossen.
Auch in den Ortsteilen Blickstedt und Tüttendorf werden die Abwassergebühren angehoben. Die Gebühren für Schmutzwasser steigen auf 4,74 Euro pro Kubikmeter – das ist ein Plus von 75 Cent. Für Niederschlagswasser betragen die Gebühren zukünftig 51 Cent pro Quadratmeter – das ist ein Plus von 6 Cent. Die Gemeindevertretung stimmte der notwendigen Satzungsänderung mit den neuen Gebührenhöhen zu.
(Die Ermittlung der Gebühren in allen Ortsteilen erfolgt durch ein externes Fachbüro, das eine Nachkalkulation und eine Vorkalkulation durchführt. Daraus ergeben sich die neuen Gebührensätze für die zentrale Abwasserbeseitigung. Die Gebührensätze müssen kostendeckend sein. Das sieht der Gesetzgeber vor.)
Aufstellungsbeschluss für Änderung des Flächennutzungsplans
Die Gemeinde möchte im Ortsteil Blickstedt eine Fläche für ein kombiniertes Misch- bzw. Gewerbegebiet ausweisen. Dafür ist eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche befindet sich am Ortseingang (von Gettorf kommend) östlich der B76, westlich der alten Trasse de B76 sowie nordwestlich des Regenrückhaltebeckens und der Bebauung. Mit dem gefassten Aufstellungsbeschluss hat die Gemeinde das Planungsverfahren eröffnet.
Tiny-Houses auf der südlichen Hälfte der Blickstedter Fläche
Noch befindet sich die Fläche nicht im Eigentum der Gemeinde. Nach Absprache mit dem derzeitigen Grundstückseigentümer soll dieser das Gebiet erschließen und vermarkten. Die Planungskosten sollen zur Hälfte von dem Eigentümer und von der Gemeinde getragen werden. Der südliche Teil der Fläche ist für die Errichtung von Tiny-Houses gedacht. Auf dem nördlichen Teil soll stilles Kleingewerbe angesiedelt werden.

Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur
Der Bevölkerungsschutz steht wieder verstärkt im Fokus der Politik – das gilt sowohl für die Bundes- als auch für die Landespolitik. Auch die Kommunen sind angehalten, sich bei Krisen um den Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger zu kümmern. Das gilt zum Beispiel im Falle eines längeren Stromausfalls, ein sogenannter Blackout. Um auf diesen Fall vorbereitet zu sein, stand die Anschaffung zweier Notstromaggregate mit je 20 kVA (Kilovoltampere) zur Diskussion, um die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastruktur zu gewährleisten. Die Kosten für ein Notstromaggregat belaufen sich auf rund 25.000 Euro.
Zunächst: Analyse und Konzept für den tatsächlichen Bedarf an Notstromaggregaten
Nach Meinung des Finanzausschusses sei die Leistung von 20 kVA zu groß – er hatte sich im Vorfeld gegen eine sofortige Anschaffung der Aggregate ausgesprochen. Stattdessen soll eine Bedarfsanalyse zur Notstromversorgung für das Klärwerk, die Pumpstationen und die Notfalltreffpunkte durchgeführt werden, um angemessene Notstromaggregate anzuschaffen. Die Gemeindevertretung folgte dem Vorschlag. Bis zur nächsten Finanzausschusssitzung soll ein Konzept unter der Federführung von Martin Laß vorliegen.
Sirenen für Warnung der Bevölkerung
Aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage gewinnt die Warnung der Bevölkerung wieder erheblich an Bedeutung. Das Land Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, eine flächendeckende Sirenenausstattung sicherzustellen. Die Gemeinde Tüttendorf wird unter der Voraussetzung einer Förderung zwei Sirenen anschaffen, die in Tüttendorf und Blickstedt aufgestellt werden sollen. Kostenpunkt für eine Sirene: 18.000 Euro. Das Land fördert die Anschaffung mit bis zu 90 Prozent. Bis zum 31. März 2026 muss der Förderantrag beim Land gestellt sein.
Haushaltsplan für 2026 beschlossen
Der Haushaltsplan der Gemeinde Tüttendorf für 2026 wurde beschlossen. Im Ergebnisplan sind an Erträgen 3,473 Millionen Euro festgesetzt, an Ausgaben 3,644 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag, der durch die Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage gedeckelt wird, beträgt 91.400 Euro. Die Grundsteuer A beträgt 390 Prozentpunkte, die Grundsteuer B liegt bei 407 Prozentpunkten. Die Gewerbesteuer wurde mit 316 Prozentpunkten festgesetzt.
Wesentliche Ausgaben in 2026
Wesentliche Ausgaben im Haushaltsjahr 2026: 100.000 Euro für die Planungskosten für den Aus- oder Umbau des Feuerwehrgerätehauses Tüttendorf, 115.000 Euro für die Erneuerung der Pumpstation im Schulredder, 10.000 Euro für das Gemeindejubiläum, 331.600 Euro für die Schulverbandsumlage, 382.700 Euro für die Amtsumlage, 917.000 Euro an Personalkosten (13,05 Stellen) und 619.000 Euro für die Kreisumlage – ausgehend von der Annahme, dass die Kreisumlage von 29 auf 29 Prozent erhöht wird.
In Kürze:
Windpark-Repowering Wulfshagen: Die Bauarbeiten sollen Mitte 2026 beginnen. Im Ortsteil Blickstedt sind Beeinträchtigungen zu erwarten.
Klimaschutzkonzept: Die Klimaschutzagentur des Kreises hat für die Gemeinde Tüttendorf ein Klimaschutzkonzept erstellt. Die Gemeindevertretung hat es zur Kenntnis genommen. Das Konzept enthält eine Energie- und Treibhausgasbilanz sowie eine Bestands- und Potenzialanalyse und Vorschläge für Maßnahmen. Nach Auffassung der Gemeinde weist das Konzept einige signifikante Schwächen auf: So werden u. a. die CO2-Emissionen der B76 der Gemeinde Tüttendorf angerechnet.

Tüttendorf / Freiwillige Feuerwehr Blickstedt-Wulfshagen / 19. November 2025
Feuerwehr Blickstedt-Wulfshagen: Zum Einsatz geht es ab sofort mit dem neuen Mannschaftstransportwagen
Die Freiwillige Feuerwehr Blickstedt-Wulfshagen ist eine der beiden Ortswehren der Gemeinde Tüttendorf. Die Wehr verfügt über 30 aktive Einsatzkräfte – für neun von ihnen geht es ab sofort mit dem neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) zum Einsatz – der MTW hat neun Sitzplätze. Bürgermeister Thomas Thee (CDU) übergab Wehrführer Jens Landgrebe jetzt das neue Gefährt.
Bei dem neuen MTW handelt es sich um einen Renault Trafic, der speziell für den Feuerwehrbedarf umgebaut wurde. Die Anschaffungs- und Umbaukosten für die Gemeinde belaufen sich auf rund 60.000 Euro. Der Kreis fördert die Anschaffung mit 12.000 Euro. Fehlt noch die erforderliche Feuerwehrfahrzeug-Folierung: Die schlägt mit 3500 Euro zu Buche.
Wehrführer Jens Landgrebe erklärt, warum ein MTW für die Feuerwehr erforderlich ist: „Unsere Kameraden und Kameradinnen müssen nicht mehr mit dem Privat-Pkw zu den Einsätzen fahren. Zum einen ist es sicherer, zum anderen geht es schneller zum Einsatzort.“ Denn Feuerwehrfahrzeuge, die sich auf der Fahrt zu einem Einsatz befinden, müssen sich zwar grundsätzlich an die Verkehrsregeln halten, haben aber durch Sonderrechte das Recht, die Regeln zu missachten, wenn es für den Einsatz dringend geboten ist.
Unsere Kameraden und Kameradinnen müssen nicht mehr mit dem Privat-Pkw zu den Einsätzen fahren. Zum einen ist es sicherer, zum anderen geht es schneller zum Einsatzort.
Als Beispiel für mehr Sicherheit nennt der Wehrführer Einsätze bei Verkehrsunfällen auf der nahen B76. Hier ist es weitaus sicherer, nur mit Feuerwehrfahrzeugen zu fahren als mit Privat-Pkw, denn die müssten alle auf der Bundesstraße geparkt werden, was für den Einsatz nicht förderlich ist. Des Weiteren hat es in der Vergangenheit bereits einen Schaden an einem Privat-Pkw auf der Fahrt zu einem Einsatz gegeben – das wird durch die Nutzung eines MTW verhindert.
Weitere Vorteile des MTW
Ein weiterer Vorteil des MTW: Die Einsatzkräfte müssen nach dem Einsatz ihre kontaminierte Kleidung nicht im Privat-Pkw transportieren. Das geschieht in Zukunft mittels einer Kiste im MTW. Noch ein Vorteil: Zu einem Lehrgang auswärts können die Teilnehmer jetzt gemeinsam fahren.
Gut angelegtes Geld
Neben dem neuen MTW verfügt die Feuerwehr Blickstedt-Wulfshagen über ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W), das Platz für sechs Kameraden bietet. Wehrführer Landgrebe dankt der Gemeinde für das neue MTW. Er sieht das Geld für die Anschaffung gut angelegt: „Im Vergleich zu anderen Feuerwehren haben wir mit 30 Aktiven keine Nachwuchssorgen. Da können wir das MTW gut gebrauchen.“
Ab sofort steht die Freiwillige Feuerwehr Tüttendorf im Fokus der Gemeinde
Der Brandschutz und das Feuerwehrwesen sind hoheitliche Aufgaben jeder Kommune. Die Gemeinde Tüttendorf ist in 2025 in dieser Hinsicht mehrfach unterwegs. Der Umbau des Feuerwehrgerätehauses Blickstedt-Wulfshagen wurde abgeschlossen, der MTW angeschafft und im Ortsteil Wulfshagen wurde die Löschwasserversorgung sichergestellt, die bis dato nur unzureichend ausgebaut war. Im Planungsstadium befinden sich die Themen, die für die Freiwillige Tüttendorf relevant sind: Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs und Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses. Zunächst entscheidet die Gemeindevertretung auf ihrer Sitzung am 9. Dezember über das neue Löschfahrzeug (LF10).

Gemeindevertretung Tüttendorf / 14. Oktober 2025
Gute Nachricht für alle Radfahrer und Spaziergänger: Der Feldweg über die Holländerkoppel zwischen Tüttendorf und Gettorf ist saniert
Schülerinnen und Schüler benutzen ihn täglich, um mit dem Fahrrad zur Isarnwohld-Schule nach Gettorf zu fahren. Hundefreunde sind gern auf ihm unterwegs und am Wochenende sind dort viele Fahrradtouristen anzutreffen. Es geht um den Feldweg über die Holländerkoppel zwischen den Gemeinden Gettorf und Tüttendorf – auch Kirchenweg genannt.
Bürgermeister Thomas Thee (CDU) teilte im Rahmen der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung, die in der Basisgemeinde Wulfshagenerhütten stattfand, mit, dass der Weg jetzt wieder gut befahrbar ist.
Vorbei sind die Zeiten tiefer Schlaglöcher und fehlender Bankette: In einer Gemeinschaftsaktion haben die beiden Gemeinden Tüttendorf und Gettorf den Feldweg saniert. Es wurde eine wassergebundene Tragschicht aufgetragen, sodass auch in der nassen Jahreszeit die Befahrbarkeit gewährleistet ist. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf etwas über 11.000 Euro. Da der größere Anteil des Weges auf Tüttendorfer Gemeindegebiet verläuft, trägt Tüttendorf rund 6600 Euro.
Die rote Überwegsmarkierung vor der Kita darf bleiben
Es war zwar eine kurze Sitzung, dafür konnte Bürgermeister Thee gleich zwei gute Nachrichten (die erste Nachricht siehe oben) mitteilen. Die zweite gute Nachricht betrifft die rote Überwegsmarkierung vor der neuen Kita in Blickstedt. Nachdem der Kreis lange auf die Entfernung der Markierung beharrt hatte, gab es jetzt eine Einigung. „Wir haben uns mit dem Kreis darauf verständigt, dass der rote Überweg bleiben darf“, so der Bürgermeister. Darüber freuen sich nicht nur Bürgermeister und Gemeindevertretung, sondern vor allem die Kita-Eltern, die Kinder und das Erzieherteam.

Regionalpläne Windenergie an Land
Einziger thematischer Tagesordnungspunkt auf der Tagesordnung, der einen Beschluss der Gemeindevertretung erforderte, war das Beteiligungsverfahren zum zweiten Entwurf des Regionalplans zum Thema Windenergie an Land. Das Land Schleswig-Holstein hat Ende Juli 2025 die Entwürfe der neuen Regionalpläne Windenergie an Land vorgestellt. Die Gemeinde Tüttendorf fällt wie der gesamte Kreis Rendsburg-Eckernförde in den Planungsraum II. Im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahren war die Gemeinde aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben.
Tüttendorf lehnt weitere Windvorranggebiete auf Gemeindegebiet ab
Bereits auf der vorausgegangenen Sitzung des Bauausschusses war das Thema beraten worden. Bürgermeister Thee bekräftigte die Absicht der Gemeinde, sich gegen die Ausweisung weiterer Vorranggebiete für Windenergie im Gemeindegebiet auszusprechen. Auch kleinteilige Erweiterungen sind aus Sicht der Gemeinde nicht akzeptabel. Konkret: Im Entwurf der Landesplanung findet sich eine Ergänzung um eine im Nordosten unmittelbar an das Vorranggebiet PR–RDE–110 angrenzende Potenzialfläche – diese wird von der Gemeinde abgelehnt.
In Kürze:
Löschwasserversorgung in Wulfshagen: Der Bau der Leitungen vom Gut Wulfshagen bis zum Restaurant Castello ist weitgehend fertig. Die Abnahme steht noch aus.
Keine Ausweichbuchten: Im Bereich der Straße nach Wulfshagenerhütten sind Ausweichbuchten nicht möglich. Hier gilt das Gebot der Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer.
Neue Infotafeln: In Wulfshagenerhütten wurden die Infotafeln erneuert.
Banketten: Im Wald in Wulfshagen sind die Banketten aufgefüllt worden.

Radwegeprojekte im Amtsbereich Dänischer Wohld / 19. August 2025
Staatssekretärin Susanne Henckel erkundet die neuen Radwege in Tüttendorf, Gettorf und Neudorf-Bornstein mit dem Fahrrad
Susanne Henckel, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, absolvierte am Montag, 18. August 2025, eine Radtour durch den Dänischen Wohld. Dabei ging es auch über neue Radwege in den Gemeinden Felm/Tüttendorf, Gettorf und Neudorf-Bornstein. Erwartet wurde die Staatssekretärin von den Bürgermeistern Thomas Thee, Marco Koch und Christoph Arp in ihren Gemeinden – selbstverständlich mit Fahrrad.
Fast auf den Tag genau sind es drei Jahre her, dass Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen am 10. August 2022 in der Amtsverwaltung Dänischer Wohld Förderbescheide für den Bau von Radwegen persönlich überreichte. Die gesamte Fördersumme betrug 2,3 Millionen Euro – sie stammt aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“, mit dem der Bund die Attraktivität des Radverkehrs durch höhere Verkehrssicherheit steigern möchte.
Seit drei Monaten ist Staatssekretärin Susanne Henckel im Amt
Vor drei Monaten (am 20. Mai 2025) hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Susanne Henckel zur neuen Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus ernannt. Bis zum Regierungswechsel in Berlin war Susanne Henckel Staatssekretärin im Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Der Radverkehr und dessen Förderung gehört zu den Aufgaben der parteilosen Politikerin. Da lag es nahe, die Sommertour durch den Dänischen Wohld mit dem Fahrrad zu absolvieren, um die neuen Radwege persönlich erkunden zu können.
In Blickstedt erwartete Bürgermeister Thomas Thee die Staatssekretärin
Nach dem Start in Kiel und einer kurzen Besichtigung der Baumaßnahme Ersatz für die Alte Levensauer Hochbrücke war der erste Stopp im Dänischen Wohld der neue Radweg in Blickstedt (Gemeinde Tüttendorf), wo Bürgermeister Thomas Thee (CDU) die Staatssekretärin und ihre Begleitung erwartete.
Wir bauen Radwege für Menschen, die hier leben und arbeiten, und dann auch für Touristen.
Auf einer Länge von 3,3 Kilometern wurde der Radweg entlang der alten B76 vor zwei Jahren neu gebaut. Ein Drittel des Radwegs liegt auf Felmer Gemeindegebiet. Die Staatssekretärin konnte sich persönlich davon überzeugen, wie stark diese Verbindung zwischen Kiel – Gettorf – Eckernförde von Radfahrern benutzt wird. „Hier wird das Fahrrad zu einer echten Pendleralternative zum Auto und zur Bahn“, erklärte Bürgermeister Thee. Zwar spiele der Fahrradtourismus eine immer größere Rolle, aber eines sei klar, so die Staatssekretärin: „Wir bauen Radwege für Menschen, die hier leben und arbeiten, und dann auch für Touristen.“
Ohne Förderungen keine neuen Radwege
Bürgermeister Thee betonte, dass die Gemeinde ohne die Förderung aus dem Programm „Stadt und Land“ aufgrund der hohen Kosten keinen neuen Radweg hätte bauen können. Marco Koch (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Gettorf, unterstrich die Bedeutung der Förderungen – in Gettorf wurde die Sanierung des kombinierten Fuß- und Radweges in der Straße Eichkoppel bezuschusst.

Bäume am Radweg spenden Schatten
Ende März 2024 waren die Arbeiten beendet. „Der Radweg wird viel benutzt“, erklärte der Bürgermeister, „und ist auch richtig schön geworden.“ Susanne Henckel stimmte ihm zu. Ihr gefielen am neuen Radweg auch die Schatten spendenden Bäume.
Letzte Station im Dänischen Wohld: Bornstein
Nach einer kurzen Pause in der Amtsverwaltung, wo Amtsdirektor Matthias Meins die Staatssekretärin begrüßte, ging es in Begleitung von Christoph Arp, Bürgermeister von Neudorf-Bornstein (CDU), weiter nach Bornstein. Dort wurde am 18. Juli 2025 der neue Radweg unter Anteilnahme vieler Bürgerinnen und Bürger offiziell eröffnet. 3,4 Kilometer ist der Radweg lang – vom Ortseingang aus Richtung Gettorf bis zur Einmündung auf den Radweg der Gemeinde Holtsee an der K14.
Die Rolle des neuen Radwegs in Bornstein
Dieser neue Radweg ist eine echte Bereicherung für den Fahrradtourismus – darüber waren sich die Staatssekretärin und ihre Begleiter einig. Der Weg führt vorbei an Feldern und Knicklandschaften zur Ostsee – fehlt nur noch der Lückenschluss durch den Altenhofer Wald.

Sie begleiteten die Staatssekretärin auf ihrer Radtour
Begleitet wurde die Staatssekretärin u. a. von Frank Bullerkist (Leiter der Stabsstelle Radverkehr im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein – LBV.SH), Elena Sühling (Programmbetreuerin Stadt und Land des LBV.SH), Rebecca Bleumer (Koordinierung Radtourismus bei Rad.SH) sowie von Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Schleswig-Holstein: Landesvorsitzende Stephanie Meyer und Geschäftsführer Jan Voß. Die Vorsitzende regte an, Zahlen für Fahrradverkehre zu erheben – bislang fehle das.
Ein neuer Radweg ist viel mehr als nur ein Stück Asphalt.
Bevor es weiter nach Eckernförde ging, unterstrich Staatssekretärin Henckel die Vielfalt der Projekte und die Bedeutung der breit gefächerten Förderkulisse für den Radwegebau – der Bau der Radwege in Blickstedt und Bornstein seien dafür beste Beispiele. „Ein neuer Radweg ist viel mehr als nur ein Stück Asphalt. Es müssen Kreuzungen und ähnliches geschaffen werden. Und die Radwege müssen gepflegt werden.“
Zukunftsprojekt: Umstieg auf Rad und Bahn
„Unser Ziel ist es, in Zukunftsprojekte zu investieren. Dazu gehört die kombinierte Nutzung von Rad und Bahn“, sagte Susanne Henckel. So ging es denn für sie und ihre Begleitung von Eckernförde mit der Regionalbahn zurück nach Kiel.

Gemeindevertretung Tüttendorf / zweiter Teil / 23. Juni 2025
Die Straßenbeleuchtung bleibt in den Sommermonaten komplett ausgeschaltet – eine Änderung gibt es nicht
In regelmäßigen Abständen wird in der Gemeinde Tüttendorf über die Straßenbeleuchtung diskutiert – genauer: über ihre Schaltzeiten. Das geschah auch in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung vor der Sommerpause am 17. Juni.
Auf der Tagesordnung stand unter anderem auch das Thema Freiwillige Feuerwehr Tüttendorf. Da gibt es Modernisierungsbedarf, sowohl was das Feuerwehrgerätehaus als auch das Löschfahrzeug betrifft.
Stand jetzt ist die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde von Mitte Mai bis Mitte August komplett ausgeschaltet – und das schon seit einigen Jahren. Nach Auskunft von Bürgermeister Thomas Thee (CDU) sind sämtliche Lampenköpfe mit LED ausgestattet – sie leuchten also energiesparend. Es gibt keine starren Uhrzeiten, da die Lampen Dämmerungssensoren enthalten und sich deshalb automatisch ein- bzw. wieder ausschalten.
Es ist ein emotionales Thema.
Immer wieder mal stehen die Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung zur Diskussion. Außer im Ortsteil Eckholz, wo es keine Straßenbeleuchtung gibt. Es gebe so viele unterschiedliche Meinungen, so der Bürgermeister, die einen wollten Straßenbeleuchtung auch im Sommer, die anderen wollten überhaupt keine Straßenbeleuchtung oder Abschaltzeiten auch im Winter. „Es ist ein emotionales Thema“, räumte Thomas Thee ein. Er erkenne an, dass es teilweise ein höheres Sicherheitsbedürfnis der Menschen gebe, die eine Straßenbeleuchtung auch im Sommer möchten.
Bauausschuss hatte das Thema in die Gemeindevertretung verwiesen
Ende Mai befasste sich bereits der Bauausschuss mit dem Thema. Doch nach einer lebhaften Diskussion konnten sich die Mitglieder nicht auf eine Beschlussempfehlung einigen – der Beschluss sollte in der Gemeindevertretersitzung gefasst werden. Eine Entscheidung, die bei Bürgermeister Thee nicht auf Zustimmung stieß. Er erinnerte an die Zuständigkeit und die Eigenständigkeit der Fachausschüsse, zu der auch der Bauausschuss gehöre. Die Eigenständigkeit der Fachausschüsse sei in der Hauptsatzung der Gemeinde festgehalten worden.
Ich würde mich um die Zeitschaltuhren kümmern, sodass die Einschaltzeit im Sommer um ein bis zwei Stunden verlängert werden könnte.
In der anschließenden Diskussion in der Gemeindevertretersitzung plädierte Moritz Graf zu Reventlow für die Wählergemeinschaft (WdGT), dass die Straßenbeleuchtung so bleiben solle wie sie ist. Von Gemeindevertretern aus dem Ortsteil Blickstedt kam der Wunsch, die Schaltzeiten im Sommer zu ändern. „Ich würde mich um die Zeitschaltuhren kümmern“, sagte Jens Landgrebe (CDU), „sodass die Einschaltzeit im Sommer um ein bis zwei Stunden verlängert werden könnte.“ Andere Gemeindevertreter und auch Bürgermeister Thee befürchteten durch den Einbau von Zeitschaltuhren Störungen in der empfindlichen Technik der Leuchtköpfe.
Drei Alternativen standen zur Abstimmung
Drei Alternativen standen zur Abstimmung: 1. Die Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung bleiben unverändert. 2. Mithilfe einer Zeitschaltuhr wird die Leuchtzeit in der Sommerzeit um ein bis zwei Stunden verlängert. 3. Die Straßenlampen sollen ganzjährig angeschaltet sein.
Mehrheit für Beibehaltung der aktuellen Regelung: keine Straßenbeleuchtung im Sommer
Der Bürgermeister stellte den Antrag „Die Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung bleiben unverändert.“ Mit sechs Ja-Stimmen bei vier Nein-Stimmen wurde sein Antrag angenommen. Eine Abstimmung über die beiden anderen Alternativen erübrigte sich deshalb. „Damit bleibt es so, wie es ist“, schloss Thomas Thee diesen Tagesordnungspunkt.

Modernisierungsbedarf bei der Feuerwehr Tüttendorf
Bei der Freiwilligen Feuerwehr Tüttendorf gibt es großen Modernisierungsbedarf. Die Politik hat bereits auf der Gemeindevertretersitzung im März 2025 durch den Beschluss des Feuerwehrbedarfsplans ihre Zustimmung signalisiert. Zwei kleinere Feuerwehrgerätehäuser hat die Ortswehr, Baujahr 1973 und 2001. Beide entsprechen nicht mehr den sicherheitstechnischen Anforderungen der Feuerwehrunfallkasse.
Arbeitsgruppe soll beraten und Vorschläge ausarbeiten
Auch die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs (LF) steht an. Eine Arbeitsgruppe soll zunächst die Anforderungen (Größe und Ausstattung) an das neue LF klären. Anschließend muss die Größe eines neuen Feuerwehrgerätehauses ermittelt werden, um das neue LF und die Räumlichkeiten für die Mitglieder der Feuerwehr den modernen Sicherheitsstandards entsprechend unterzubringen.
Das sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe Feuerwehr Tüttendorf:
Auf Vorschlag des Bürgermeisters sollen folgende Personen Mitglied der Arbeitsgruppe sein: von der Feuerwehr: Gemeindewehrführer Uwe Friese und Ortswehrführer Kai Schürholz; von den Fraktionen der Gemeindevertretung: Ursula Schiweck für die SPD, Niels Kruse für die WdGT und Jens Landgrebe für die CDU; Kjell Schröder, Fachbereichsleiter III aus dem Amt (u. a. zuständig für das Feuerwehrwesen) und der Bürgermeister selbst. Durch einstimmigen Beschluss wurde die Arbeitsgruppe wie vorgeschlagen gegründet und gewählt. Das erste Treffen soll im September/Oktober stattfinden.
In Kürze:
Rote Fahrbahnmarkierung Übergang Kita Blickstedt: Bürgermeister Thee nennt es eine „never ending story“ – die Gemeinde hat seinerzeit die rote Fahrbahnmarkierung ohne die Genehmigung des Kreises aufgebracht, um den Kita-Kindern eine sichere Straßenüberquerung zu ermöglichen. Daraufhin hat der Kreis Einspruch erhoben und die Gemeinde angewiesen, die rote Farbe zu entfernen. Mehrere Eingaben des Bürgermeisters waren erfolglos. Ihm sei eine Ordnungsstrafe angedroht worden, so Thomas Thee. Laut Kreis muss die Farbe entfernt werden, stattdessen könne alternativ eine bauliche Querungshilfe errichtet werden. Der Bauausschuss soll in seiner nächsten Sitzung im September darüber beraten.

Preisanstieg beim Trinkwasser: Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Dänischer Wohld, über den auch die Haushalte der Gemeinde Tüttendorf ihr Trinkwasser beziehen, erhöht zum 1. Januar 2026 die Preise. Es ist mit einer Erhöhung um 20 Prozent zu rechnen. Grund ist eine dringend notwendige Sanierung des Leitungsnetzes, das teilweise 50/60 Jahre alt ist. Der WBV ist für die Erhaltung eines rund 300 Kilometer langen Leitungsnetzes verantwortlich. Stand jetzt belaufen sich die Sanierungskosten für einen Meter Leitung innerorts auf rund 1000 Euro und im Außenbereich auf rund 200 Euro. Der aktuelle Wasserpreis beträgt 1,18 Euro pro Kubikmeter Wasser.
Glasfaserausbau: Der Glasfaserausbau in der Gemeinde ist kurz vor dem Abschluss. Zurzeit werden die Straßen Wallhof und Wiesenhof in Blickstedt ausgebaut. Nach und nach sollen die Hausanschlüsse freigeschaltet werden.
Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf Kita-Gebäuden: Wenn es wirtschaftlich ist, sollen auf den Dächern der beiden kommunalen Kita-Gebäude (alt und neu) PV-Anlagen errichtet werden. Entsprechende Förderanträge wurden gestellt. Auftragserteilung und Baubeginn hängen von der Fördermittelzusage ab. Davon hängt auch die Überlegung der Gemeinde ab, ob sie einen Batteriespeicher anschaffen soll – Angebote sollen eingeholt werden.
Zweiter Entwurf Teilfortschreibung Landesentwicklungsplan „Wind": Die Gemeinde Tüttendorf nimmt zum zweiten Entwurf der Teilfortschreibung zum Thema „Windenergie an Land“ des Landesentwicklungsplanes 2021 wie folgt Stellung: Der zweite Entwurfsplan der Teilfortschreibung „Windenergie an Land“ des Landesentwicklungsplanes Schleswig-Holstein – Fortschreibung 2021 wird von der Gemeinde Tüttendorf zur Kenntnis genommen. Die Gemeinde sieht die Möglichkeit ihrer weiteren Ortsentwicklung aufgrund des vorgelegten Entwurfs als eingeschränkt. Die Ausweisung des Grünzuges im Gemeindegebiet behindert die Gemeinde in ihren Planungsabsichten und in der Entwicklung und wird daher abgelehnt.
Neuaufstellung der Regionalpläne für die Planungsräume I, II und III des Landes Schleswig-Holstein, Beteiligungsverfahren zu den zweiten Entwürfen: Die Gemeindevertretung der Gemeinde Tüttendorf nimmt den zweiten Entwurf der Neuaufstellung der Regionalpläne für die Planungsräume I, II und III des Landes Schleswig-Holstein zur Kenntnis. Ein weiteres Vorranggebiet ist in Tüttendorf nicht erkennbar. Es wird keine Stellungnahme abgegeben.

Gemeindevertretung Tüttendorf / erster Teil / 18. Juni 2025
Kommunale Wärmeplanung: Tüttendorf stimmt als erste Gemeinde dem Konvoi-Verfahren zu
Zur letzten Sitzung vor der Sommerpause begrüßte Bürgermeister Thomas Thee (CDU) die Mitglieder der Gemeindevertretung am Dienstag, 17. Juni 2025, in der Alten Schule im Ortsteil Tüttendorf. Auf der Tagesordnung stand unter anderem der „Beschluss über die Aufstellung der kommunalen Wärmeplanung im kommunalen Konvoi mit Unterstützung der Klimaschutzagentur im Kreis Rendsburg-Eckernförde gGmbH“.
Zum Hintergrund: Bereits Ende September 2023 hat Tüttendorf die freiwillige kommunale Wärmeplanung beschlossen. Die Klimaschutzagentur, in der die Gemeinde wie alle Gemeinden im Amt Dänischer Wohld Mitglied ist, wurde gebeten, entsprechende Förderanträge zu stellen.
Deswegen herrschte in den Gemeinden plötzlich große Unsicherheit in Sachen kommunale Wärmeplanung
Einiges ist seit September 2023 geschehen: Im November 2023 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Notkredite des Bundes für verfassungswidrig – genauer: die Verwendung von Corona-Notkrediten für den Klima- und Transformationsfonds. Die Folge: Die erwartete Fördermöglichkeit wurde erheblich eingeschränkt – in den Gemeinden herrschte große Unsicherheit in Bezug auf die kommunale Wärmeplanung.
Seit März 2025 ist das Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes in Kraft
Im Januar 2024 trat das Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG Bd) in Kraft, das die Länder verpflichtet, Wärmepläne für ihre Kommunen zu erstellen. Das dazu gehörige Ausführungsgesetz des Landes Schleswig-Holstein, die Änderung des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes (EKWG-SH), ist im März 2025 in Kraft getreten.
Jetzt sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet
Zwar sind die Ausführungsbestimmungen noch nicht in Kraft getreten, aber es ist klar, dass die kommunale Wärmeplanung eine gesetzliche Verpflichtung darstellt. Das hat finanzielle Auswirkungen: Es ist gesichert, dass an der Stelle der vormals gedachten Förderungen nun eine echte Konnexität vorhanden sein wird. Das bedeutet, dass den Kommunen die Kosten für die Wärmeplanung erstattet werden.
Deswegen gibt es jetzt Geld vom Land
Konnexität bedeutet: Wer bestellt, der bezahlt. Das Konnexitätsprinzip stellt sicher, dass keine kostenintensiven Aufgaben vom Land auf die Gemeinde übertragen werden, ohne dass die Kommunen für die finanzielle Mehrbelastung einen entsprechenden Ausgleich bekommen.
Tüttendorf kann mit 11.007,50 Euro als Ausgleichsbetrag rechnen
Das heißt für Tüttendorf, dass die Gemeinde auf Antrag einen pauschalen Ausgleichsbetrag in Höhe von 8,50 Euro je Einwohner bekommt – entspricht 11.007,50 Euro. Sollten die Kosten für die Wärmeplanung höher sein, erfolgt die Festlegung der tatsächlichen Höhe der Ausgleichsmittel nach der Schlussrechnung. Das bedeutet, dass die Kommune in Vorleistung gehen muss. Entsprechend wird der Gemeindevertretung empfohlen, die Summe von 11.007,50 Euro im Haushalt als Aufwand zu veranschlagen.
Die Rolle der Klimaschutzagentur
Durch die obengenannten Entwicklungen mussten die Umsetzungsschritte für die Wärmeplanung neu überdacht werden. Die Klimaschutzagentur hat für die Mitgliedsgemeinden, also auch für Tüttendorf, ein Verfahren zur tatkräftigen Unterstützung vorgeschlagen. Das betrifft insbesondere die sogenannte Eignungsprüfung nach Paragraf 14 Wärmeplanungsgesetz des Bundes – die Klimaschutzagentur wird gemeinsam mit der Amtsverwaltung das Projekt kommunale Wärmeplanung voranbringen.
Deswegen ist eine Konvoi-Bildung möglich
Um die Ressourcen zu bündeln, ist eine Konvoi-Bildung geplant – da das Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes Schleswig-Holstein es kleineren Gemeinden unter 10.000 Einwohnern zwecks Kostenersparnis und Ressourcennutzung ermöglicht, im Verbund mit anderen Kommunen die Wärmeplanung aufzustellen.
Warum der Beschluss noch vor der Sommerpause gefasst werden soll
In Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung hat die Klimaschutzagentur eine entsprechende Vereinbarung erarbeitet, die alle acht amtsangehörigen Gemeinden beraten und dafür einen Beschluss fassen sollen – noch vor Beginn der Sommerpause, um eine zügige Umsetzung zu gewährleisten. Ist das passiert, stehen die Gemeinden des Amtes Dänischer Wohld ganz oben auf der Liste der Klimaschutzagentur. Spätestens bis zum 30. Juni 2028 muss die Wärmeplanung der Kommunen fertig sein.
Jede Gemeinde bekommt auch ihren eigenen Wärmeplan
Die kommunale Wärmeplanung wird als ein Gesamtbericht für die acht Gemeinden erstellt. Zusätzlich soll ein auf das jeweilige Gemeindegebiet individueller kommunaler Wärmeplan erarbeitet werden.
Bildung einer Lenkungsgruppe - die Rolle der Bürgermeister
Haben alle Gemeinden dem Konvoi-Verfahren für kommunale Wärmeplanung zugestimmt bzw. einen Beschluss gefasst, wird ein externes Planungsbüro mit den Untersuchungen beauftragt. Verantwortlich für die Durchführung des Projekts sind die Klimaschutzagentur und die Amtsverwaltung. Es soll eine Lenkungsgruppe gebildet werden, in der die Bürgermeisterin und alle sieben Bürgermeister Mitglied sind – sie haben ein volles Stimmrecht. Für Tüttendorf wird Bürgermeister Thomas Thee Mitglied der Lenkungsgruppe sein.

Löschwasserversorgung im Tüttendorfer Ortsteil Wulfshagen / 11. Juni 2025
Vom Gut Wulfshagen bis zum Restaurant Castello wird jetzt eine Löschwasserleitung verlegt
Bereits vor zwei Jahren hat sich herausgestellt, dass der Brandschutz bzw. die Löschwasserversorgung im Ortsteil Wulfshagen nicht ausreichend ist. Mit einer leistungsstarken Leitung sind nicht nur Gutsgebäude und Restaurant, sondern auch die einzelnen Reetdachhäuser zwischen Gut und Restaurant löschwassertechnisch besser abgesichert.
Seit Anfang Mai laufen die Arbeiten für die Verlegung der 327 Meter langen Leitung – Auftraggeber ist der Wasserbeschaffungsverband Dänischer Wohld (WBV). Der hat eine Bauzeit von 10 bis 12 Wochen angekündigt. Eine Sperrung der Straße ist bislang nicht notwendig. „Man kann die Baustellen langsam gut umfahren“, erklärt Bürgermeister Thomas Thee (CDU).
Gesamtkosten betragen rund 170.000 Euro
Zwar ist der Wasserbeschaffungsverband Auftraggeber, doch die Kosten muss die Gemeinde tragen, da sie für den Brandschutz verantwortlich ist. Für den Bau der Wasserleitung plus Hydranten auf dem Gutsgelände belaufen sich die Kosten auf rund 170.000 Euro. Förderungen gibt es für diese Maßnahme nicht.
Teiche Gut Wulfshagen
Die beiden Teiche vor den Gutsgebäuden Wulfshagen verbreiten mit ihrem Lichtspiel auf ihrer Wasseroberfläche eine idyllische Atmosphäre. Aber sollte es brennen, kommen auch sie zum Einsatz. Bereits in der Vergangenheit waren sie im Brandschutzkonzept der Gemeinde als Löschwasserteiche vorgesehen.
Aus dem einzigen Hydranten kommt zu wenig Löschwasser
Aber es gab einen Haken: Der einzige Hydrant zur Löschwasserentnahme vor dem Gut ist nicht leistungsfähig genug – die Leitung weist einen zu geringen Druck auf, was sich negativ auf die Bekämpfung eines Feuers auswirkt. Versorgt wird der Hydrant von einer DN 100-Trinkwasserleitung des Wasserbeschaffungsverbands Dänischer Wohld. Jetzt werden mehrere Hydranten gesetzt, die in Richtung des Restaurants einen schnelleren Einsatz der Feuerwehr im Brandfall ermöglichen.

Zusätzliche Löschwasserentnahmestelle
In einem der beiden Teiche soll eine zusätzliche Löschwasserentnahmestelle erstellt werden. Die Ausrüstung mit einem Saugkorb im Entnahmeschacht des Teiches soll verhindern, dass Treibsel und Entengrütze die Löschwasserpumpen verstopfen.
Keine Komplikationen
Bislang hat es keine größeren Komplikationen während der Bauarbeiten gegeben, sodass Bürgermeister Thee davon ausgeht, dass die Baumaßnahme wie geplant im Sommer beendet ist.
Dorf-Flohmarkt in Blickstedt
Am Sonntag, 18. Mai 2025, findet bereits zum fünften Mal im Tüttendorfer Ortsteil Blickstedt ein Dorf-Flohmarkt statt. Von 11 bis 16 Uhr können Flohmarktfreunde auf dem Bolzplatz hinter dem Feuerwehrgerätehaus nach Herzenslust stöbern und handeln.
Organisiert wird der Flohmarkt von der Freiwilligen Feuerwehr Blickstedt. Sie sorgt mit Würstchen, Pommes, Kaffee und Kuchen auch für das leibliche Wohl - sowohl der Besucherinnen und Besucher als auch der Flohmarktbeschicker.
Nähere Informationen sind unter der Telefonnummer 0175/36 69 892 erhältlich.
